29. Juni 2017

HeidelbergCement und die RWTH Aachen forschen zur Bindung von CO2 in Mineralien

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt, genannt „CO2MIN“, mit drei Millionen Euro.

In dem auf drei Jahre angelegten Forschungsprojekt „CO2MIN“ untersuchen HeidelbergCement und die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen die Aufnahme von CO2 aus Rauchgas durch die Mineralien Olivin und Basalt. Die so karbonisierten Mineralien könnten künftig als Zuschlagstoffe bei der Produktion von Baustoffen eingesetzt werden. HeidelbergCement und die RWTH werden von dem  Potsdamer Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) und dem niederländischen Start-up Green Minerals unterstützt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Vorhaben, das am 1. Juni 2017 begonnen hat, mit einer Summe von drei Millionen Euro.

Die natürlichen Mineralien Olivin und Basalt sind in der Lage, CO2 über ihren gesamten Lebenszyklus zu binden. Bis die Mineralien mit dem Treibhausgas gesättigt sind, vergehen bei natürlicher Absorption jedoch Jahrzehnte. Das Forschungsprojekt soll dazu beitragen, diesen Prozess zu beschleunigen. Gelingt dies, können die karbonatisierten Mineralien für verschiedene Produktanwendungen genutzt werden.

Die Nutzbarmachung von CO2 als Rohstoff hat in der Klimastrategie von HeidelbergCement hohe Priorität. „Wir reduzieren den CO2-Ausstoß unserer Werke bereits sehr erfolgreich durch die Nutzung alternativer Roh- und Brennstoffe und die Effizienzoptimierung unserer Öfen“, erklärt Jan Theulen, Director Alternative Resources bei HeidelbergCement. „Um die CO2- Emissionen in Zukunft noch weiter absenken zu können, müssen wir neue Ansätze entwickeln und testen. Einer ist die Bindung von CO2 durch Mineralien.“

Die Forschungsarbeit konzentriert sich im ersten Jahr auf die Untersuchung unterschiedlicher Mineralien in Kleinversuchen. Die Karbonatisierung der geeignetsten Mineralien wird im Folgejahr unter realistischen Prozessbedingungen getestet. Die Experimente werden vom Institut für Metallurgische Prozesstechnik und Metallrecycling (IME) durchgeführt, das auch der Koordinator der RWTH-Gruppe ist. Lifecycle-Assessments (RWTH) sowie Analysen ökonomischer Aspekte und gesellschaftlicher Akzeptanz (IASS) runden diese Projektphase ab. Im dritten Jahr sollen Marktfähigkeit und -akzeptanz durch eine intensive Zusammenarbeit mit Kunden weiter optimiert werden.

Über HeidelbergCement

HeidelbergCement ist einer der weltweit größten integrierten Hersteller von Baustoffen mit führenden Marktpositionen bei Zuschlagstoffen, Zement und Transportbeton. Der Konzern beschäftigt 60.000 Mitarbeiter an über 3.000 Standorten in rund 60 Ländern.

Über die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen

Mit 44.500 Studenten, 540 Professoren und 8.000 Mitarbeitern ist die RWTH Aachen eine der bedeutendsten Technischen Hochschulen in Deutschland. Die RWTH ist in neun Fakultäten mit 260 Instituten organisiert. Sie gehört zu den führenden europäischen Wissenschafts- und Forschungsinstituten und ist gerade im Ingenieurbereich weltweit einzigartig.

Über das Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS)

Das „Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.“ (IASS) in Potsdam wurde im Jahr 2009 gegründet, um alle relevanten Formen des Wissens aus Wissenschaft, Gesellschaft und Politik zusammenzuführen. So soll die notwendige Transformation hin zu einer nachhaltigen Entwicklung initiiert werden, die auf wissenschaftlichen Fakten basiert.

Derzeit arbeiten rund 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus über 30 verschiedenen Ländern am Institut an Forschungsprojekten, die das ganze Spektrum der Geistes- und Natur- sowie Sozialwissenschaften abbilden. Unsere Mission ist es, transformatives Wissen für Wege in nachhaltige Gesellschaften zu entwickeln. Wir führen unsere Forschung gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft, Gesellschaft und Politik durch, um Lösungen für drängende Nachhaltigkeitsfragen zu entwickeln sowie Entscheidungsprozesse auf nationaler und internationaler Ebene zu unterstützen.

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Stefanie Kaufmann

Sustainability Communications Manager
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