HeidelbergCement ist in Italien seit der Übernahme von Italcementi in der zweiten Jahreshälfte 2016 aktiv. Italcementi wurde 1864 in Scanzo (Bergamo) unter dem Namen Società Bergamasca per la Fabbricazione del Cemento e della Calce Idraulica gegründet. 1927 wurde das Unternehmen in Italcementi Spa umbenannt. Zu diesem Zeitpunkt war es bereits seit 2 Jahren an der Börse in Mailand notiert. Italcementi wurde der führende Zementhersteller Italiens und mit der Ende der 1980er Jahre forcierten Internationalisierung einer der größten Zementhersteller weltweit.

1997 stärkte Italcementi mit dem Erwerb des Unternehmens Calcestruzzi seine vertikale Ausrichtung und wurde Marktführer im italienischen Transportbetonsektor. Anfang 2018 übernahm Italcementi die italienischen Aktivitäten von Cementir im Zement- und Betongeschäft und stärkt damit seine Industrie- und Marktführerschaft im italienischen Baustoffsektor. Durch die Übernahme ist Italcementi auf dem italienischen Markt nun auch mit den Marken Italsacci und Cemitaly vertreten.

Ab dem Jahr 2000 wurden wichtige Modernisierungsarbeiten in den italienischen Werken vorgenommen, um die Effizienz zu steigern. 2012 wurde das neue Forschungs- und Innovationszentrum i.lab eröffnet. Das Zentrum erhielt den Architekturpreis Green Building 2010 der Europäischen Kommission – als neu gebautes Gebäude mit der höchsten Energieeffizienz in Italien. Ferner erhielt es das Platinum-Zertifikat von LEED (Leadership in Energy and Environmental Design). LEED wurde 1998 vom US Green Building Council entwickelt und ist eines der weltweit wichtigsten Gebäudeklassifizierungsprogramme im Bereich Umweltfreundlichkeit, Emissionen und Nachhaltigkeit. Heute sind im i.lab-Gebäude die Hauptverwaltung von Italcementi und das HeidelbergCement Group Product Innovation Center untergebracht.

Anzahl der Werke

Zement
9
Mahlwerke
5
Zementterminals
1
Zuschlagstoffe
12
Transportbeton (inkl. JV)
118

(Stand 2022)