Alternative Roh- und Brennstoffe

Die Schonung natürlicher Rohstoffe ist Teil unserer nachhaltigen Geschäftsstrategie. Darum nutzen wir verstärkt Abfallstoffe und Nebenprodukte anderer Industrien als wertvolle Roh- und Brennstoffe.

Für die Herstellung von Klinker, dem wichtigsten Zwischenprodukt bei der Zementherstellung, setzen wir alternative Rohstoffe ein und reduzieren damit den Anteil des CO2-intensiven Klinkers im Endprodukt. Die verstärkte Nutzung alternativer Rohstoffe bei der Zementherstellung ist ein Kernelement unserer Klimastrategie.

Alternative Brennstoffe

Wir nutzen alternative Ressourcen, um endliche natürliche Rohstoffe und fossile Brennstoffe in der Zementproduktion zu ersetzen. So tragen wir zur Ressourcenschonung und zur Lösung der Abfallprobleme von Kommunen und Industrieunternehmen im Umkreis unserer Werke bei. Gleichzeitig reduzieren wir unsere CO2-Emissionen, da die eingesetzte Biomasse, deren Anteil am Sekundärbrennstoffmix rund 39 % beträgt, als klimaneutral gewertet wird.

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Sekundärbrennstoffe ersetzen natürliche Ressourcen

Sekundärbrennstoffe ersetzen natürliche Ressourcen

Sekundärbrennstoffe ersetzen natürliche Ressourcen

Mitte 2018 wurde das Projekt Alternative Fuel Master Plan ins Leben gerufen. Dessen Ziel ist es, den Anteil alternativer Brennstoffe konzernweit zu erhöhen und damit unserer Verpflichtung, die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2030 zu reduzieren, nachzukommen.

Alternative Brennstoffe sind meist Abfälle, die nicht vollständig recycelt werden können und deren Wiederverwertung daher unwirtschaftlich wäre. In diesem Fall wird die thermische Mitverwertung in Klinkeröfen als eine sinnvolle Option angesehen, weil dabei nicht nur der Brennwert der Abfälle weit besser genutzt wird als in Abfallentsorgungsanlagen, sondern auch deren mineralische Anteile als Rohstoffkomponente in den Klinker eingebunden werden. Die Abfälle werden rückstandslos verwertet, wobei für die Verbrennung die gleichen, strengen Emissionsrichtlinien gelten wie bei Müllverbrennungsanlagen.

2020 lag der Anteil alternativer Brennstoffe am Brennstoffmix bei 25,7 %. Im Rahmen unserer Sustainability Commitments 2030 haben wir unsere Ziele zum Einsatz von Sekundärbrennstoffen für unseren Konzern definiert: Bis 2030 soll der Anteil alternativer Brennstoffe am Brennstoffmix auf 43 % erhöht werden.

Alternative Rohstoffe zur Verbesserung der CO2-Bilanz

Einer der wichtigsten Pfeiler für die Reduktion von CO2-Emissionen bei der Zementherstellung ist der Einsatz alternativer Rohstoffe, die in anderen Industriezweigen als Abfall anfallen. Ein sehr großer Anteil dieser sekundären Rohstoffe kommt aus der metallverarbeitenden Industrie, aber auch Kohlekraftwerke liefern Asche sowie synthetischen Gips. Durch die Nutzung dieser Materialien, und damit die Vermeidung von Abfall, fördern wir aktiv die Kreislaufwirtschaft.

Auf Konzernebene lag der Anteil der Sekundärrohstoffe für die Zementherstellung 2020 bei 11,4 %. Der Klinkeranteil im Zement lag bei 74,3 %.

Weitere Informationen über die Nutzung alternativer Ressourcen bei HeidelbergCement finden Sie in unserem Nachhaltigkeitsbericht.