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HeidelbergCement Group

Regionale Verantwortung

Unsere Firmenphilosophie „Think global – act local“ bringt es zum Ausdruck: Wir sehen einen wesentlichen Ausgangspunkt – und Erfolgsfaktor – unserer weltweiten Geschäftstätigkeit in der Verantwortung, die wir an unseren Standorten rund um die Welt übernehmen. Hier knüpfen wir Geschäftsbeziehungen, nutzen das vorhandene Know-how und pflegen einen intensiven nachbarschaftlichen Dialog. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit unseren lokalen Partnern einen Mehrwert für uns als Unternehmen und für die Standortgemeinden zu schaffen. Wir legen Wert darauf, dass nach Möglichkeit einheimische Mitarbeiter das Management vor Ort übernehmen. Manager aus anderen Ländern werden nur in Einzelfällen eingesetzt.

Jedes unserer Werke arbeitet eng mit einheimischen Lieferanten und Dienstleistern zusammen. Rund 30 % unseres Beschaffungsvolumens investieren wir im direkten Umfeld unserer Werke. Dadurch und ebenso wie durch die Schaffung von Arbeitsplätzen, tragen wir zur Wertschöpfung bei und fördern mit Löhnen, Investitionen, Einkäufen und Steuern die wirtschaftliche Entwicklung an den verschiedenen Standorten.

Lokale Interessenskonflikte
An zwei Standorten in Israel und Australien gab es in den vergangenen beiden Jahren Auseinandersetzungen mit Nicht-Regierungsorganisationen, die mit dem Vorwurf der Verletzung von Abbaurechten verbunden waren. Beide Fälle haben wir gemeinsam mit dem Management vor Ort sorgfältig geprüft und den Dialog auf lokaler Ebene angeregt. Von Beginn unserer Abbautätigkeiten an wurden uns an beiden Standorten die notwendigen Abbaugenehmigungen ausnahmslos erteilt. In keinem Fall haben wir ohne Genehmigung unsere Abbautätigkeiten fortgesetzt und werden dieser Maßgabe auch zukünftig in unseren Unternehmensaktivitäten folgen.

Kooperationen
Ein wichtiges Anliegen ist für uns darüber hinaus, die Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf die regionale Umwelt so gering wie möglich zu halten und eine Wiederherstellung natürlicher Lebensräume aktiv zu begleiten. Zu diesem Zweck haben wir unter anderem zwei Public Private Partnerships (PPP) in Georgien und Tansania (siehe Praxisbeispiel) ins Leben gerufen.

In Georgien haben wir im Oktober 2009 in Zusammenarbeit mit der deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) ein auf drei Jahre angelegtes PPP-Projekt gestartet. Sein Ziel ist die Wiederherstellung und Erhaltung der Biodiversität in allen georgischen Abbaustätten, die Verbesserung der Akzeptanz moderner Renaturierungs- und Rekultivierungsmethoden sowie die Förderung des Wissensaustausches mit unterschiedlichen Interessensgruppen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Naturschutzverbänden und der lokalen Bevölkerung.

Im Mai 2010 haben HeidelbergCement und die der Weltbank-Gruppe zugehörende International Finance Corporation (IFC) eine Vereinbarung unterzeichnet, die den Ausbau der Infrastruktur in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara vorsieht. Zu diesem Zweck soll das örtliche Zementangebot ausgeweitet werden. Die IFC und ihre Finanzpartner haben eine Minderheits-beteiligung am Afrikageschäft von HeidelbergCement erworben und bringen bis zu 180 Mio USD ein. HeidelbergCement hat sich im Gegenzug verpflichtet, diese Mittel in den Ausbau der Zementkapazitäten in den beteiligten Ländern zu investieren.

Unser Unternehmen bringt in diese Partnerschaft nicht nur seine langjährige internationale Erfahrung in der Baustoffproduktion ein, sondern auch seine hohen Standards in den Bereichen Unternehmensführung, Ethik und Umweltschutz. Die positiven Wirkungen des Investitions-programms sind somit vielfältig: Es trägt zu einer Entwicklung der lokalen Infrastruktur bei, fördert den Bau von Wohnungen, schafft neue Arbeitsplätze und verbessert die Umweltstandards.
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