Umweltmanagement
Den Konzern-Umweltschutz steuert das Group Environmental Sustainability Committee. Es wurde 2008 gegründet, um die Leistungen in den – für unsere Branche sehr wichtigen – Handlungsfeldern Umweltschutz und Arbeitssicherheit zu verbessern und den Informationsaustausch zwischen den Regionen und Geschäftsbereichen zu fördern. Unter Federführung der Abteilung Global Environmental Sustainability legen Experten der verschiedenen Geschäftsbereiche und Konzern-gebiete Leitlinien, Ziele und Maßnahmen fest und koordinieren deren Implementierung.
Bis 2020 wollen wir zertifizierte Umweltmanagementsysteme in allen Zementwerken weltweit einführen und so einen systematischen Umweltschutz noch besser an unseren Standorten verankern. Dabei orientieren wir uns an der internationalen Umweltmanagementnorm ISO 14001, erlauben aber ganz bewusst auch national anerkannte Umweltmanagementsysteme. Aktuell verfügen 74 % unserer Zementwerke über ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem.
Außerdem streben wir an, dass sich bis 2012 25 % unserer Standorte aller Geschäftsbereiche innerhalb der zurückliegenden fünf Jahre einem Umweltaudit durch einen unabhängigen Prüfer unterzogen haben werden. Bis 2020 sollen alle Standorte dieses Ziel erreicht haben. Die Audits sind nicht nur wichtig für uns, um unsere Umweltleistungen zu überprüfen sondern auch, um Defizite zu identifizieren und anzugehen. Die lokal entwickelte Lösung für eine Herausforderung im Umweltschutz nutzen wir zudem häufig als „Best Practice“-Beispiel, an das andere Standorte anknüpfen können.
Naturschutz und Biodiversitätsmanagement nehmen eine besondere Stellung innerhalb unserer Umweltschutzaktivitäten ein. Um die Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf die Natur so gering wie möglich zu halten und die biologische Vielfalt in unseren Abbaustätten gezielt zu fördern, haben wir 2009 in Europa eine eigene Richtlinie geschaffen. Diese definiert erstmals einheitliche Standards für Rekultivierungs- und Renaturierungsmaßnahmen.
Ziel ist es, für alle Abbaustätten, die zum Natura-2000-Netzwerk der Europäischen Union gehören, einen Biodiversitäts-Managementplan zu erstellen. So können wir die Rohstoffversorgung und
-produktion langfristig und im Rahmen einer strikten Umweltgesetzgebung sicherstellen. In den beiden Konzerngebieten Nordamerika und Asien-Ozeanien wird die Richtlinie unter Berück-sichtigung regionaler Besonderheiten als Handbuch mit Handlungsempfehlungen eingesetzt werden.