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HeidelbergCement Group

Energie und Klimaschutz

Der Klimaschutz steht im Zentrum der Umweltpolitik von HeidelbergCement. Als energieintensives Unternehmen sind wir seit vielen Jahren bestrebt, unsere CO2-Emissionen zu minimieren. Von 1990 bis 2010 haben wir unsere spezifischen Netto-CO2-Emissionen pro Tonne Zement (gemeint sind hier Zement und zementartige Materialien) bereits um 17,9 % auf 638,4 kg CO2 pro Tonne Zement gesenkt. Damit haben wir unser bisheriges Ziel – minus 15% bis 2010 – übererfüllt. Bis 2015 haben wir uns nun eine CO2-Reduktion von 23 % im Vergleich zu 1990 vorgenommen.

Um unsere CO2-Emissionen zu verringern, setzen wir auf:
  • kontinuierliche Investitionen in energieeffiziente Technologien und Produktionsprozesse,
  • die Förderung von Kompositzementen, durch die wir den Klinkeranteil bisher auf 76,1 % in unserem gesamten Zementangebot reduziert haben,
  • die verstärkte Nutzung von alternativen Brennstoffen inklusive Biomasse (20,5 % unseres Gesamtenergieverbrauchs im Jahr 2010)
Teilnahme am EU-Emissionshandel
HeidelbergCement ist mit 48 Anlagen in 11 Ländern am europäischen Emissionshandelssystem (EU Emission Trading System, ETS) beteiligt und handelt dabei auch aktiv am Markt für Emissionszertifikate. Dafür haben wir bereits vor einigen Jahren eine entsprechende Position auf Konzernebene eingerichtet. Von dort aus steuern wir nicht nur unsere Handelsaktivitäten im Bereich der EU, sondern beobachten auch Entwicklungen in außereuropäischen Ländern, die Auswirkungen auf unsere Werke haben könnten.

HeidelbergCement nimmt auch die Reduktionsmechanismen des Kyoto-Protokolls in Anspruch. Derzeit führen wir drei Projekte nach dem Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung (Clean Development Mechanism) durch. Unser Joint Implementation-Projekt wurde im Oktober 2010 offiziell anerkannt. Im Rahmen dieses Projekts senken wir in unserem Werk Kryvyi Rih Cement in der Ukraine die CO2-Emissionen durch den Einsatz von Sekundärbrennstoffen.

Die EU steht vor entscheidenden Weichenstellungen für die Zukunft des europäischen Emissionshandels in den Jahren 2013 bis 2020. Im März 2011 haben sich die EU-Institutionen auf eine Benchmarking-Methode für die Zementindustrie geeinigt. Danach erhalten die Zementhersteller in der dritten Phase des ETS freie Zuteilungen für einen Teil ihrer Emissionen. Die Diskussion über die Höhe dieser Zuteilungen dauert allerdings noch an und hält weiterhin Unsicherheiten bereit. Mittelfristig werden die Zuteilungen voraussichtlich nicht all unsere CO2-Emissionen abdecken, sodass wir erwarten, zusätzliche Emissionszertifikate kaufen zu müssen.

Innovationen für den Klimaschutz
HeidelbergCement arbeitet intensiv an der Entwicklung und Umsetzung innovativer Lösungen zur Reduktion von CO2-Emissionen. In vielen Ländern sind wir führend bei der Nutzung von Biomasse als Brennstoff. An unserem Standort in Brevik, Norwegen, fördern wir ein zukunftsorientiertes Forschungsprojekt zur Abspaltung und Speicherung von CO2.

Darüber hinaus gehören wir zu den ersten Unternehmen in Europa, die Strom aus Ofenabwärme erzeugt haben. So haben wir unter anderem in Deutschland und Schweden langjährige Erfahrungen gesammelt, die wir heute weltweit nutzen. In China gewinnen wir derzeit in fünf Ofenlinien Strom durch Abwärme. Rund 35 % des elektrischen Energiebedarfs dieser Werke wird mit Ofenabwärme erzeugt, die früher wertlos war. Diese Technologie wollen wir nun auch in anderen Konzernländern einsetzen, wenn es wirtschaftlich sinnvoll ist. Derzeit bauen wir in unserem Werk in Canakkale in der Türkei eine 15-Megawatt-Anlage, die die Abwärme zweier Ofenlinien nutzen wird. Nach deren Inbetriebnahme wird die Produktion alternativer Energien bei HeidelbergCement rund 6 % des Energiebedarfs des Geschäftsbereichs Zement abdecken.

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