HeidelbergCement ist einer der größten Baustoffhersteller weltweit. Die Kernaktivitäten unseres Unternehmens umfassen die Herstellung und den Vertrieb von Zement und Zuschlagstoffen, den beiden wesentlichen Rohstoffen für Beton. Nachgelagerte Aktivitäten wie die Herstellung von Transportbeton, von Betonprodukten und Betonelementen sowie weiteren verwandten Produkten und Serviceleistungen ergänzen unsere Produktpalette.
Zement und Zuschlagstoffe bilden die Basis unserer dualen Rohstoff- und Wachstumsstrategie. Bei der Zementherstellung liegt unser Schwerpunkt auf Wachstumsmärkten, während wir uns in reifen Märkten auf den Ausbau der vertikalen Integration und die Rohstoffsicherung bei den Zuschlagstoffen konzentrieren. HeidelbergCement setzt auf einen integrierten Managementansatz. Dessen Erfolg beruht auf einer ausgewogenen Balance zwischen lokaler Geschäftsverantwortung, konzernweiten Standards und globaler Führung.
HeidelbergCement hat mit Beginn des Geschäftsjahres 2010 seine
Organisationsstruktur neu gegliedert. Maßgeblich sind jetzt die fünf geographischen Konzerngebiete West- und Nordeuropa, Osteuropa-Zentralasien, Nordamerika, Asien-Pazifik und Afrika-Mittelmeerraum. Sie untergliedern sich entsprechend bestehender Produkt- und Service-Bereiche in jeweils drei bis vier Geschäftbereiche. Unser sechstes Konzerngebiet umfasst den Konzernservice, in dem wir unsere weltumspannenden Handelstätigkeiten zusammengefasst haben.
Strategische Partnerschaften und Kapitalbeteiligungen
Der Fokus unserer dualen Wachstumsstrategie liegt auf Mikromärkten, die sich durch höhere Wachstumsraten auszeichnen als die umliegenden Regionen. Zur Verringerung von Risiken und um einen besseren Marktzugang zu gewährleisten setzen wir bei unserer Wachstumsstrategie auch auf strategische Partnerschaften mit lokalen Produzenten in unseren Zielmärkten. In diese Partnerschaften bringen wir unser technisches Know-how ein und streben im Gegenzug die Mehrheit an. Wo Heidelberg-Cement eine Mehrheitsbeteiligung und die Managementkontrolle innehat, bestimmt das Unternehmen die Standards und Maßnahmen des Nachhaltigkeitsmanagements.
Eigentumsverhältnisse
Das Geschäftsjahr 2009 stand für HeidelbergCement im Zeichen der weltweiten Wirtschaftskrise und der Neuordnung der Finanzierungsstruktur nach der Hanson-Übernahme 2007. Dabei wurde im Herbst 2009 eine Kapitalerhöhung bei gleichzeitiger Platzierung von Altaktien des bisherigen Mehrheitsaktionärs, der Merckle-Gruppe, erfolgreich durch- geführt. Bei dieser Transaktion konnte HeidelbergCement namhafte internationale institutionelle Investoren als Aktionäre gewinnen. Der Streubesitz erhöhte sich auf knapp 75 %, was zusammen mit einem erhöhten Handelsvolumen zum Aufstieg in den deutschen Leitindex DAX im Juni 2010 führte.