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HeidelbergCement Group

Einsatz von Klärschlamm als Brennstoff im Werk Guangzhou

Bei der Verwertung von Klärschlamm kommt der Zementindustrie eine wichtige Rolle zu. Denn während die landwirtschaftliche Nutzung lediglich eine stoffliche Verwertung ermöglicht, führt die Mitverbrennung in Müllheizkraft- oder Kohlekraftwerken ausschließlich zur thermischen Verwertung. Wird der Klärschlamm jedoch im Zementwerk eingesetzt, wird er nicht nur verbrannt, sondern nach den Grundsätzen der Kreislaufwirtschaft vollständig stofflich und thermisch genutzt.

Energieträger und Rohstoffersatz
Die nicht brennbaren, mineralischen Bestandteile des Klärschlammes passen aufgrund ihrer Zusammensetzung gut in die für die Zementherstellung erforderliche Rohstoffmatrix. Sie ersetzen entsprechende Mengenanteile der einzelnen Rohmaterialkomponenten und werden dauerhaft fest in den Zementklinker eingebunden - es fallen keine Rückstände an. Ebenso werden beim Brennvorgang Schwermetalle in den Klinker integriert, die dann nicht mehr entweichen können.
Die brennbaren, organischen Bestandteile des Klärschlammes ersetzen mit ihrem Heizwert einen entsprechenden Anteil Primärbrennstoff wie z. B. Kohle. Dabei bewirken die hohen Verbrennungstemperaturen von bis zu 2.000° C im Zementofen die Zerstörung der Schadstoffe und eine optimale Energieausnutzung.

Neueste Technologie im Zementwerk Guangzhou (GCPN)
In unserem Werk GCPN in China wird bereits entwässerter Klärschlamm durch die Abwärme des Zementofens thermisch getrocknet, wodurch dessen Heizwert entscheidend erhöht wird. Danach hat der Schlamm einen so geringen Wassergehalt, dass er quasi als Pulver und Granulat in die Hauptfeuerung des Zementofens eingebracht werden kann. GCPN kann 100.000 Tonnen entwässerten Schlamm pro Jahr verwerten und ist damit die größte Schlammverwertungsanlage des Zementwerkes in China. Die angewandte Technologie wurde in China entwickelt und gefertigt, mit dem Ziel, die kommunalen Entsorgungskosten zu minimieren, hygienische Bedingungen zu verbessern und die Emissionen in der Region Guangzhou zu reduzieren. Das Projekt wurde durch den chinesischen Zementverband eng begleitet, auch weil das Verfahren großes Potential birgt, die Umwelt- und Gesundheitssituation in China zu verbessern.

Schutz von Umwelt und Ressourcen
Mit diesem Pilotprojekt bietet HeidelbergCement eine Lösung zur nachhaltigen Entsorgung von kommunalem Klärschlamm. Einerseits werden öffentliche Investitionen in alternative, jedoch kostspielige Entsorgungskanäle vermieden. Andererseits kommt die stoffliche und thermische Verwertung von Klärschlamm in Zementwerken der Umwelt gleich in mehrfacher Hinsicht zu Gute: Die Ressourcen Kalkstein und Kohle werden geschont, was ganz im Sinne der Kreislaufwirtschaft ist. Außerdem wird Klärschlamm wegen seiner organischen Bestandteile als Biomasse eingestuft, die CO2-Emissionen reduziert und dabei nicht in Wettbewerb mit der Ernährung von Menschen oder Tieren tritt.
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