Brutplätze für die Uferschwalbe
Die Uferschwalbe hat es schwer, geeignete Plätze zum Brüten zu finden. Ihr Lebensraum sind steile Sandwände an Flussufern. Doch die gibt es durch Begradigungen und Hochwasserschutz kaum noch. In Europa sind die Bestände deshalb stark zurückgegangen.
Weil Uferschwalben Steilhänge lieben, wählen sie als alternative Brutplätze gern die frisch abgebrochenen Wände in Kies- und Sandgruben. Doch Kiesabbau und Brutplatz können sich in die Quere kommen, wenn sich die Tiere dort einnisten, wo produktionsbedingt abgebaut werden muss. Um mögliche Konflikte mit dem Arten- und Naturschutz zu verhindern, hat HeidelbergCement ein Artenschutzprogramm für die Uferschwalbe entwickelt. Die Grundidee: Stehen an einer für die Uferschwalben attraktiven oder von ihnen bereits genutzten Steilwand Abbauarbeiten an, bieten die Werke den Vögeln künstliche Steilwände oder Bruchkanten als Ausweichquartiere an. Gleichzeitig werden die zum Abbau bestimmten Bereiche vor der Rückkehr der Vögel abgeflacht, sodass sie für die Tiere nicht mehr attraktiv sind.
Europaweit erfolgreich
Derzeit führen wir das Schutzprogramm an rund 90 Standorten in Europa durch – unter anderem in Deutschland, Großbritannien, Belgien, Tschechien, Polen und Norwegen. Mit großem Erfolg: Zählungen aus den Jahren 2009 und 2010 zeigen, dass bis zu 11.172 Brutpaare geschützt werden konnten.