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HeidelbergCement Group
Donnerstag, 30. Juli 2009
5.981 Zeichen

HeidelbergCement durch massiven Kostenabbau und Impulse aus Wachstumsmärkten gestärkt

  • Konzernumsatz erreicht 5,4 Mrd EUR (-21,2 % auf vergleichbarer Basis)
  • Frühzeitige und konsequente Einsparungen kompensieren spürbar Auswirkungen von Absatzeinbußen 
  • Ziele für „Fitnessprogramm 2009“ deutlich auf 470 Mio EUR angehoben
  • Nettoverschuldung antizyklisch auf 11,3 Mrd EUR reduziert 
  • Dynamische Marktentwicklung in China, Indien und Indonesien 
  • HeidelbergCement durch starke Positionen auf US-Märkten bei Infrastrukturmaßnahmen begünstigt

Überblick Januar – Juni 2009

April-Juni

Januar-Juni

Mio EUR

2008*

2009

2008*

2009

Umsatzerlöse

3.865

3.011

6.928

5.370

Operatives Ergebnis vor Abschreibungen

898

635

1.290

836

Operatives Ergebnis

705

446

901

457

Zusätzliches ordentliches Ergebnis

8

44

27

47

Ergebnis aus Beteiligungen

28

26

33

20

Betriebsergebnis

741

516

961

524

Ergebnis vor Steuern

564

357

579

162

Ergebnis nach Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen

449

367

460

328

Ergebnis nach Steuern aus nicht fortzuführendem Geschäft

-6

-3

1.271

-10

Jahresüberschuss

443

364

1.731

318

Anteil der Gruppe

410

333

1.674

270

Investitionen

272

141

524

290


*   Die Werte wurden angepasst infolge der Umgliederung der Zinseffekte bei den Pensions- und sonstigen Rückstellungen in das sonstige Finanzergebnis.

Marktentwicklung weiter herausfordernd
Die gestiegene Nachfrage in Asien und zusätzliche Zementkapazität in Afrika konnten den Rückgang in anderen Kernmärkten wie Nordamerika und Großbritannien teilweise ausgleichen. Insgesamt sank der Zement- und Klinkerabsatz in den ersten sechs Monaten 2009 um 15,1 % auf 37,7 (i.V.: 44,4) Mio t. In Ländern wie China, Bangladesh, Indien, Afrika und Schweden lagen die Liefermengen entweder über oder auf Vorjahresniveau. Der Absatz von Zuschlagstoffen verringerte sich um 25,3 % auf 108,3 (i.V.: 145,0) Mio t. Die Transportbetonlieferungen nahmen um 24,4 % auf 16,8 (i.V.: 22,2) Mio cbm ab. Unterstützt von den sich belebenden Aktivitäten im Infrastrukturbereich erreichte der Asphaltabsatz 4,4 (i.V.: 4,9) Mio t, was einem Rückgang um 9,8 % entspricht.

Kostenabbau schlägt sich in Finanzkennzahlen nieder
Der Konzernumsatz sank im ersten Halbjahr um 22,5 % auf 5.370 (i.V.: 6.928) Mio EUR. Umsatzzuwächsen in den asiatischen Schwellenländern wie China, Indien und Indonesien sowie in Afrika standen zum Teil starke Rückgänge in den europäischen Ländern und Nordamerika gegenüber. Ohne Berücksichtigung von Währungs- und Konsolidierungseffekten nahm der Umsatz um 21,2 % ab. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen verminderte sich um 35,2 % auf 836 (i.V.: 1.290) Mio EUR. Das operative Ergebnis ging um 49,3 % auf 457 (i.V.: 901) Mio EUR zurück.

HeidelbergCement hat bereits sehr frühzeitig auf den Wirtschaftsabschwung reagiert und Kapazitäten und Produktionsstrukturen entsprechend angepasst. Der Erfolg der umfassenden Kostensenkungsprogramme spiegelt sich in der OIBD-Marge für das zweite Quartal 2009 wider, die mit 21,1 % (i.V.: 23,2 %) nur knapp unter dem Vorjahr lag.

Nettoverschuldung deutlich verringert
Die Verbesserung des Finanzergebnisses um 20,5 Mio EUR auf -361,9 (i.V.: -382,4) Mio EUR ist weitestgehend durch die Rückführung der Nettoverschuldung bedingt. Dem Rückgang der Zinsaufwendungen standen negative Währungseffekte in Höhe von 11,1 Mio EUR und ein Anstieg der sonstigen Finanzaufwendungen gegenüber.
„HeidelbergCement hat seine Verschuldung allein im zweiten Quartal 2009 entgegen der üblichen saisonalen Entwicklung um 774 Mio EUR auf 11,3 Mrd EUR reduziert. Eine wesentliche Ursache dafür ist unsere erfolgreiche „Cash is king“-Initiative, erläutert Vorstandsvorsitzender Dr. Bernd Scheifele.

Insgesamt lag der Jahresüberschuss für das erste Halbjahr bei 318,3 (i.V.: 1.730,6) Mio EUR. Das Halbjahresergebnis im Vorjahr war durch den Buchgewinn aus dem Verkauf der maxit Group geprägt. Der Anteil der Gruppe belief sich auf 270,0 (i.V.: 1.674,3) Mio EUR.

Maßnahmenpaket 2009 erweitert
HeidelbergCement setzt seine bereits frühzeitig begonnenen Kostensenkungsmaßnahmen konsequent fort und hat das „Fitnessprogramm 2009“ in wichtigen Kernmärkten spürbar intensiviert. Weitere Rationalisierungsmaßnahmen sind insbesondere in Großbritannien und Nordamerika auch im zweiten Halbjahr vorgesehen. Die für das Gesamtjahr 2009 erwarteten Einsparungen werden auf 470 Mio EUR angehoben; damit übertreffen sie das ursprüngliche Ziel von 250 Mio EUR bei weitem. Parallel zu einem strikten Kostenmanagement verfolgt HeidelbergCement eine klare Cashflow-Ausrichtung. Die erfolgreich angelaufene „Cash is king“-Initiative hat die Freisetzung von 500 Mio EUR an zusätzlicher Liquidität zum Ziel.

Ausblick
Nach dem starken weltweiten Wachstumsrückgang im ersten Quartal des Jahres 2009 weisen Frühindikatoren vermehrt auf ein bevorstehendes Ende der Talfahrt hin. In China tragen positive Impulse aus Konjunkturprogrammen bereits kräftig zur wirtschaftlichen Belebung bei. Im zweiten Halbjahr dürften auch in anderen Regionen die Effekte spürbar werden. So werden für die USA erste Impulse aus dem Infrastrukturprogramm erwartet, die sich 2010 verstärken dürften. Auch in Europa werden Anzeichen für eine, allerdings langsame konjunkturelle Erholung sichtbar.

HeidelbergCement geht weiterhin für das Gesamtjahr von einem Rückgang bei Umsatz und operativem Ergebnis aus. Die hohe Volatilität wesentlicher Parameter ermöglicht derzeit keine genauere Prognose. Zur Entwicklung im zweiten Halbjahr erläutert Dr. Scheifele: „Wir erwarten positive Beiträge für die Ergebnisentwicklung im Wesentlichen aus unserem aggressiven Kostensenkungsprogramm, niedrigeren Energiekosten und aus Impulsen der weltweiten Konjunkturprogramme. Aufgrund der starken Marktpositionen in den USA dürfte HeidelbergCement von den geplanten Infrastrukturmaßnahmen überdurchschnittlich profitieren.“ 
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