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HeidelbergCement Group
Donnerstag, 7. Mai 2009
5.479 Zeichen

HeidelbergCement reagiert mit konsequentem Kostenmanagement auf rückläufige Märkte

  • Umsatz geht in schwierigem Umfeld auf 2,4 Mrd EUR zurück
  • Operatives Ergebnis konjunkturell und witterungsbedingt deutlich beeinträchtigt
  • Konsequentes Kostenmanagement führt zu erheblichen Entlastungen bei Fixkosten
  • Umfassende Neuordnung der Finanzierungsstruktur auf gutem Weg

Überblick Januar – März 2009

Januar  -  März 

Mio EUR

2008*

2009

Umsatzerlöse

3.062

2.359

Operatives Ergebnis vor Abschreibungen

391

202

Operatives Ergebnis

196

11

Zusätzliches ordentliches Ergebnis

19

3

Ergebnis aus Beteiligungen

6

-6

Betriebsergebnis

220

8

Ergebnis vor Steuern

15

-195

Ergebnis nach Steuern aus fortzuführendem Geschäft

11

-39

Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftbereichen

1.276

-7

Jahresüberschuss/-fehlbetrag

1.287

-46

Anteil der Gruppe

1.264

-63

Investitionen

252

149


* Die Werte wurden angepasst infolge der Umgliederung des Zinseffekts aus der Aufzinsung der Rückstellungen in das sonstige Finanzergebnis.

Deutliche konjunkturelle und witterungsbedingte Beeinträchtigungen

Die Entwicklung von HeidelbergCement im ersten Quartal 2009 ist nicht nur von der weltweiten Rezession, sondern in erheblichem Umfang auch von saisonalen Einflüssen geprägt. Lang anhaltendes Winterwetter herrschte sowohl in Europa als auch in weiten Teilen von Nordamerika und beeinträchtigte zusätzlich die Absatzentwicklung.

Der Zement- und Klinkerabsatz der Gruppe ging um 18,1 % auf 16,0 (i.V.: 19,6) Mio t zurück. Am stärksten war der Rückgang im Konzerngebiet Nordamerika, gefolgt von Europa. Die Zuschlagstofflieferungen verzeichneten mit 44,5 (i.V.: 59,8) Mio t ein Minus von 25,5 %. Der Asphaltabsatz verringerte sich um 8,7 % auf 1,8 (i.V.: 1,9) Mio t. Die Transportbetonlieferungen nahmen um 24,0 % auf 7,6 (i.V.: 10,0) Mio cbm ab.

Der Konzernumsatz sank im ersten Quartal um 23,0 % auf 2.359 (i.V.: 3.062) Mio EUR. Hierzu trugen insbesondere die stark rückläufigen Märkte in den Ländern Osteuropas und Zentralasiens sowie in Spanien, Großbritannien, der Türkei und Nordamerika bei. Ohne Berücksichtigung von Währungs- und Konsolidierungseffekten nahm der Umsatz um 21,9 % ab. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen verminderte sich auf 202 (i.V.: 391) Mio EUR. Das operative Ergebnis ging auf 11 (i.V.: 196) Mio EUR zurück. „Die Optimierungsmaßnahmen bei Produktion und Instandhaltung haben bereits zu einer erheblichen Senkung der Fixkosten geführt“, erläutert Vorstandsvorsitzender Dr. Bernd Scheifele. „Spürbare Entlastungen wurden auch bei den Energiekosten verzeichnet. HeidelbergCement wird sein konsequentes Kostenmanagement fortsetzen und die Erwirtschaftung eines möglichst hohen Cashflows in den Vordergrund stellen.“

Das Finanzergebnis liegt mit -203 (i.V.: -205) Mio EUR in etwa auf Vorjahresniveau; einem Rückgang der Zinsaufwendungen standen negative Währungseffekte in Höhe von 30 Mio EUR und ein Anstieg der sonstigen Finanzaufwendungen gegenüber.

Das Ergebnis vor Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen beläuft sich auf -195,0 (i.V.: 14,9) Mio EUR. Negative Quartalsergebnisse vor Steuern in verschiedenen Ländern sowie eine Auflösung nicht benötigter Rückstellungen für Steuerrisiken in Australien führten bei den Steuern vom Einkommen und Ertrag zu einem positiven Ertrag in Höhe von 155,9 (i.V.: -4,1) Mio EUR. Das Ergebnis nach Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen beträgt damit -39,0 (i.V.: 10,7) Mio EUR.

Insgesamt liegt der Jahresfehlbetrag für das erste Quartal bei -45,9 (i.V.: 1.287,1) Mio EUR. Das Vorjahresquartal war durch den Buchgewinn aus dem Verkauf der maxit Group geprägt. Der Anteil der Gruppe beläuft sich demzufolge auf -63,0 (i.V.: 1.264,4) Mio EUR.

Neuordnung der Finanzierungsstruktur

HeidelbergCement arbeitet intensiv an der umfassenden Neuordnung seiner Finanzierungsstruktur und prüft dabei weiterhin alle Möglichkeiten auf der Eigen- und Fremdkapitalseite. Derzeit liegt der Schwerpunkt auf der Refinanzierung der Fremdkapitalseite. HeidelbergCement hat seinen Banken ein umfassendes Refinanzierungskonzept vorgelegt. HeidelbergCement schlägt vor, die derzeit bestehende Akquisitionsfinanzierung und weitere Kreditlinien in eine neue Finanzierungsfazilität einzubringen und die Covenants auf ein Niveau anzupassen, das der aktuellen Marktlage entspricht.

Im Gegenzug bietet HeidelbergCement eine spürbar erhöhte Marge und eine beschleunigte Entschuldung an. Die Entschuldung wird eine Reduzierung der Investitionen, Optimierung des Betriebskapitals, konsequente Kostenorientierung und ein umfangreiches Programm zum Verkauf von Nicht-Kerngeschäftseinheiten umfassen.

Ausblick

HeidelbergCement erwartet aufgrund des anhaltenden Abschwungs für 2009 einen Rückgang bei Umsatz und operativem Ergebnis. Eine genauere Prognose ist angesichts der immer noch stark volatilen Parameter nicht möglich. „Durch frühzeitige Maßnahmen zur Anpassung seiner Kapazitäten und der weitreichenden Kostensenkungsprogramme ist HeidelbergCement jedoch gut aufgestellt, um die hohen Herausforderungen zu bewältigen“, erklärt Dr. Bernd Scheifele. Dank seiner starken internationalen Positionierung und der Schwerpunkte seiner Produktpalette erwartet HeidelbergCement, von den weltweit verabschiedeten Infrastrukturprogrammen zu profitieren; mit ersten Impulsen rechnen wir allerdings frühestens im zweiten Halbjahr 2009.

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