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HeidelbergCement Group
Mittwoch, 5. November 2008
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Überblick Januar – September 2008

  • Konzernumsatz steigt auf 10,8 Mrd EUR (+ 49 %)
  • Operatives Ergebnis wächst auf 1,6 Mrd EUR (+ 15,6 %)
  • Umsetzung der Synergien aus Integration verläuft planmäßig
  • Sofortige Sparmaßnahmen in allen Bereichen ergänzen das „Fitnessprogramm 2009“
  • Umsatz- und Ergebnisprognosen bestätigt, wobei Risiken aus stark schwankenden Wechselkursen, volatilen Energiepreisen und einer weiteren Eintrübung der Wirtschaftslage bestehen

Juli-September

Januar-September

Mio EUR

2007

2008

2007

2008

Umsatzerlöse

3.092

3.881

7.254

10.809

Operatives Ergebnis vor Abschreibungen

867

865

1.721

2.141

Operatives Ergebnis

716

664

1.343

1.552

Zusätzliches ordentliches Ergebnis

83

16

912

40

Ergebnis aus Beteiligungen

37

17

143

51

Betriebsergebnis

836

698

2.398

1.643

Ergebnis vor Steuern

690

513

2.133

1.092

Ergebnis nach Steuern

500

359

1.762

818

Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen

59

-10

140

1.261

Jahresüberschuss

559

349

1.901

2.079

Anteil der Gruppe

526

310

1.829

1.985

Investitionen

8.790

274

12.405

799


Globales Wachstum verlangsamt sich
Der Konzernumsatz erhöhte sich in den ersten neun Monaten um 49,0 % auf 10.809 (i.V.: 7.254) Mio EUR. Hierzu trugen insbesondere die Einbeziehung von Hanson, aber auch die Länder Osteuropas sowie Benelux, Skandinavien, Deutschland, Indonesien, China und die Türkei bei. Ohne Berücksichtigung von Währungs- und Konsolidierungseffekten belief sich der Umsatzzuwachs auf 6,3 %. Das operative Ergebnis nahm um 15,6 % auf 1.552 (i.V.: 1.343) Mio EUR zu.

Der Zement- und Klinkerabsatz von HeidelbergCement erhöhte sich in den ersten neun Monaten 2008 um 4,6 % auf 68,5 (i.V.: 65,5) Mio t. Ohne Konsolidierungseffekte war immer noch ein leichter Anstieg um 0,3 % zu verzeichnen. Die Zuschlagstofflieferungen haben sich konsolidierungsbedingt mit 229,4 (i.V.: 98,4) Mio t mehr als verdoppelt. Der Transportbetonabsatz stieg um 58,8 % auf 33,7 (i.V.: 21,2) Mio cbm.

Der Jahresüberschuss stieg auf 2.079,2 (i.V.: 1.901,2) Mio EUR. Der Anteil der Gruppe am Jahresüberschuss verbesserte sich demzufolge auf 1.984,7 (i.V.: 1.828,7) Mio EUR.

Realisierung der Synergien läuft planmäßig
Die Eckpunkte des Integrationsprozesses der Hanson-Gruppe wurden zur Jahresmitte abgeschlossen. Ausgehend von der Neustrukturierung unserer Organisationen in Nordamerika und Großbritannien wurden weitreichende Veränderungen konsequent umgesetzt. Trotz der erheblichen Beeinträchtigungen durch die Marktentwicklung in den USA und Großbritannien läuft die Realisierung der Synergien plangemäß. Fortschritte wurden insbesondere bei der Zusammenfassung der Einkaufsaktivitäten, Vereinheitlichung der IT und der Optimierung von Produktionsstrukturen erzielt. Mit einem Beitrag von rund 135 Mio EUR für das Gesamtjahr wird der marktbedingt verursachte Ergebnisrückgang jedoch nur teilweise kompensiert.

HeidelbergCement mit zusätzlichen Einsparungen
Auf die globale Wachstumsschwäche haben wir bereits frühzeitig mit dem „Fitnessprogramm 2009“ reagiert. Aus der damit vorgesehenen weiteren Optimierung und Effizienzsteigerung in allen Geschäftsbereichen sowie der Reduzierung des Verwaltungsaufwands werden Einsparungen in Höhe von 250 Mio EUR jährlich geplant.

Der deutlichen Verschlechterung der internationalen Konjunktur in den letzten Wochen haben wir zusätzlich durch die Einleitung von weiteren sofort wirksamen Sparmaßnahmen Rechnung getragen. Ungeachtet dessen hatten wir aufgrund der massiven Einbrüche auf den Immobilienmärkten unsere Strukturen in den USA und Großbritannien bereits schon frühzeitig an das deutlich niedrigere Marktniveau 2008/2009 angepasst. Die daraus entstehenden Kostensenkungen werden daher bereits teilweise im laufenden Jahr und voll 2009 wirksam. 

Ausblick
Die aktuelle Lage wird weiter durch Unsicherheiten auf den Finanzmärkten und die zunehmenden Belastungen für die Realwirtschaft geprägt. Die Prognosen für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wurden daher weltweit reduziert. Entscheidende Parameter wie Wechselkurse und Energiepreise weisen eine bisher nie gesehene Volatilität auf. In diesem schwieriger gewordenen Umfeld hat HeidelbergCement seine internen Effizienzsteigerungs- und Kostensenkungsziele aus der Hanson-Integration in vollem Umfang erreicht. Darüber hinaus werden in den USA und Großbritannien die Anpassung von Kapazitäten und die Optimierung von Standorten zügig umgesetzt und wirken sich daher bereits im laufenden Jahr kostenentlastend aus.

„Aufgrund der zunehmend verschlechterten Marktsituation haben wir in Ergänzung zum „Fitnessprogramm 2009“ mit Einsparungen von jährlich 250 Mio EUR weitere sofort wirksame Sparmaßnahmen beschlossen“, erklärt der Vorstandsvorsitzende Dr. Bernd Scheifele. „Wir werden den eingeschlagenen Weg weiter konsequent und mit hoher Disziplin fortsetzen. Frei werdenden Cashflow nutzen wir zur Rückführung unserer Verbindlichkeiten.

Wir erwarten für das Gesamtjahr 2008 trotz der erheblich rückläufigen Entwicklung in den USA und Großbritannien weiterhin eine spürbare Verbesserung des Konzernumsatzes gegenüber dem Vorjahr“, so Dr. Scheifele. Der Anstieg ist auf positive Beiträge aus Europa und den Schwellenländern sowie auf konsolidierungsbedingte Zuwächse zurückzuführen.

HeidelbergCement geht derzeit davon aus, seine Ergebnisprognosen zu erreichen. Risiken liegen in den stark schwankenden Wechselkursen, volatilen Energiekosten und einer weiteren Eintrübung der Wirtschaftslage. 

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