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HeidelbergCement Group
Dienstag, 20. September 2005
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HeidelbergCement strafft Verwaltung in Europa

  • Integrierte Organisation für Konzern und Länder
  • Stärkung der Konzernzentrale in Heidelberg
  • Abbau von 1.100 Arbeitsplätzen im Verwaltungsbereich in Europa
  • Einsparungen von 50 Mio EUR pro Jahr

Zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung wird HeidelbergCement seine Organisation in Europa deutlich straffen. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 42.000 Mitarbeiter, davon 25.000 in Europa. Die bislang extrem dezentrale Konzernorganisation wird durch ein integriertes Organisationsmodell abgelöst. Dieses wird zu schlanken Strukturen, Transparenz, schnelleren Entscheidungen und zu einer deutlich erhöhten Umsetzungsgeschwindigkeit führen. Die Reorganisation dient dem Ziel, die internationale Wettbewerbsfähigkeit von HeidelbergCement zu stärken und die Kosten erheblich zu senken. Die jährlichen Einsparungen werden sich auf rund 50 Mio EUR belaufen.

Die Maßnahmen, die in den nächsten zwei bis drei Jahren umgesetzt werden, führen zu einem Abbau von rund 1.100 Arbeitsplätzen in 13 Ländern Europas, davon circa 220 in Deutschland. Die Arbeitnehmervertretungen werden nach den Bestimmungen der jeweiligen Länder an dem Prozess beteiligt. Das Projekt betrifft Verwaltungsfunktionen auf Konzern-, Regionen- und Länderebene. Ausgehend von einer systematischen und detaillierten Analyse durch Führungskräfte von HeidelbergCement wurden mit Unterstützung von Boston Consulting im Projekt „win“ Vorschläge für die Optimierung der Organisationsprozesse erarbeitet.

Effizienzsteigerung durch Weiterentwicklung der Organisation

Verlagerung von Konzernfunktionen nach Heidelberg
Die für die Konzernführung entscheidenden Stabsfunktionen Unternehmens-entwicklung, Treasury/Corporate Finance und Konzernrevision werden nach Heidelberg verlagert. Gleichzeitig wird die Hauptverwaltung in Malmö geschlossen und in Brüssel deutlich reduziert. 

Einführung eines Shared Service Center Konzepts
Es ist vorgesehen, pro Land ein Shared Service Center für die Geschäftsfelder Zement, Transportbeton sowie Sand und Kies einzurichten, das Funktionen aus den Bereichen Personal und Rechnungswesen übernehmen wird. Durch die Zusammenfassung und Standardisierung der Dienstleistungen, die bisher an zahlreichen Standorten erbracht wurden, wird sich die Effizienz der Prozesse beträchtlich erhöhen. Gleichzeitig steigt die Kompetenz in dieser zentralen Einrichtung.

Für das Shared Service Center in Deutschland wird ein Standort im Raum Heidelberg favorisiert, sofern dies zu wettbewerbsfähigen Bedingungen möglich ist. Hierzu besteht noch Abstimmungsbedarf mit den Arbeitnehmervertretern. 

Zentralisierung der IT-Infrastruktur
Die deutliche Reduzierung der Komplexität der IT-Struktur und der Einsatz einer einheitlichen Unternehmenssoftware steigern die Effizienz des betrieblichen Berichtswesens. Die Möglichkeit des Outsourcings wurde zugunsten einer internen Effizienzsteigerung verworfen. 

Zentralisierung der technischen Dienstleistungen
Das technische Kompetenzzentrum HeidelbergCement Technology Center (HTC) ist künftig stärker in das Linienmanagement eingebunden. Der Geschäftsführer des HTC hat gleichzeitig die technische Gesamtverantwortung für die europäischen Zementwerke. Dies ermöglicht eine effizientere Unterstützung der Werke beispielsweise durch konzernweite Übertragung von best practice Lösungen. Konzerneinheitliche Leistungskennzahlen tragen wirkungsvoll zu diesem Prozess bei. 

Einrichtung einer Konzerneinkaufsorganisation
Der Einkauf wird weltweit durch eine strikte Spezialisierung auf Produktgruppen optimiert. Durch stärkere Nutzung von Größenvorteilen bei einem Einkaufsvolumen von insgesamt 4,9 Mrd EUR sind weitere Einsparungen zu erzielen.

Wachstumsbasis stärken

Die Herausforderungen des internationalen Wettbewerbs erfordern eine konsequente und kontinuierliche Optimierung in allen Bereichen. Die vorgesehene Weiterentwicklung unserer Organisation im Rahmen des Projekts „win“ ist ein wichtiger Schritt, um ganzheitliche Effizienz und langfristiges, ertragsorientiertes Wachstum zu erreichen.

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