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HeidelbergCement Group
Mittwoch, 4. Mai 2005
6.043 Zeichen

HeidelbergCement – Zwischenbericht Januar bis März 2005

– Auszug –

  • Umsatz auf Vorjahresniveau
  • Starke saisonale Beeinträchtigung in Europa
  • Zweistelliges Wachstum in Nordamerika
  • Kartellamt genehmigt Erwerb von Teutonia
  • Moderate Absatzsteigerung und leichte Umsatzerhöhung für 2005 erwartet
  • Steigerung der Eigenkapitalquote auf rund 40 % durch erfolgreiche Kapitalerhöhung
Überblick Januar – März 2005
Mio EUR

2004

2005

Umsatz

1.347

1.355

Operativer Cashflow

90

85

Operatives Ergebnis

-33

-35

Zusätzliches ordentliches Ergebnis

18

-21

Ergebnis aus Beteiligungen

2

11

Betriebsergebnis

-13

-44

Ergebnis vor Steuern

-83

-99

Jahresfehlbetrag

-60

-96

Anteil der Gruppe

-58

-105

Investitionen

84

140

Das weltweite Wirtschaftswachstum hat sich in den letzten Monaten leicht abgeschwächt. Die USA und China blieben jedoch weiterhin die stärksten Impulsgeber. In den EU-Ländern verlangsamte sich die wirtschaftliche Dynamik auch bedingt durch die stark steigenden Rohstoffpreise deutlich. Der strenge Winter beeinträchtigte im ersten Quartal einen Großteil Europas. In Deutschland wurde aufgrund der anhaltend schwachen Binnenkonjunktur und des starken Euro die Wachstumsprognose deutlich gesenkt.

Der Umsatz nahm im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,6 % auf 1.355 (i.V.: 1.347) Mio EUR zu. Erfreuliches Umsatzwachstum wurde in Nordeuropa, Zentraleuropa-Ost und Nordamerika erzielt. In Nordamerika erhöhte sich der Umsatz in US-Dollar um rund 17 %. Ohne die Berücksichtigung von Währungs- und Konsolidierungseffekten stieg der Konzernumsatz um insgesamt 0,8 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Der operative Cashflow lag mit 85 (i.V.: 90) Mio EUR um 5,4 % unter dem Vorjahreswert. Das operative Ergebnis nahm im ersten Quartal um 6,6 % auf -35 (i.V.: -33) Mio EUR ab. Der positive Ergebnisbeitrag von Nordamerika und Afrika-Asien-Türkei wurde vom Einfluss ungünstiger Witterungsbedingungen in Europa beeinträchtigt. Das zusätzliche ordentliche Ergebnis in Höhe von -21 (i.V.: 18) Mio EUR resultiert im Wesentlichen aus der Berücksichtigung der Vorfälligkeitsentschädigung für den Rückkauf von 35 % unseres High Yield Bonds. Die Finanzierungskosten ermäßigen sich in den Folgejahren entsprechend. Das Beteiligungsergebnis von 11 (i.V.: 2) Mio EUR wurde maßgeblich durch unsere Beteiligung Vicat beeinflusst.

Das Finanzergebnis verbesserte sich um 16 Mio EUR auf -54 (i.V.: -70) Mio EUR. Grund hierfür war hauptsächlich der Wegfall des im Vorjahr eingetretenen Wechselkursverlusts bei Indocement.

Das Ergebnis vor Steuern beträgt -99 (i.V.: -83) Mio EUR. Vor dem Hintergrund geänderter Steuergesetze in Deutschland wurden hier keine Steuererträge auf Verluste berücksichtigt. Der Steuerertrag im ersten Quartal 2005 ging daher um 21 Mio EUR auf 2 (i.V.: 23) Mio. EUR zurück. Aufgrund der guten Entwicklung des Jahresüberschusses bei Indocement beträgt das anderen Gesellschaftern zustehende Ergebnis 8 (i.V.: -1) Mio EUR. Der Anteil der Gruppe am Jahresüberschuss beläuft sich auf -105 (i.V. –58) Mio EUR.

Erwerb von Teutonia erfolgreich abgeschlossen

Nach Abschluss des öffentlichen Übernahmeangebots für die Teutonia Zementwerk AG, Hannover, hält HeidelbergCement 131.164 Stammaktien und 68.541 Vorzugsaktien. Dies entspricht rund 99% der Stimmrechte und 92% vom Grundkapital. Die Genehmigung des Kartellamtes zum Erwerb von Teutonia wurde am 28. April 2005 erteilt.

Wechsel im Aufsichtsrat

Am 6. April 2005 wurde Herr Gerhard Hirth durch Beschluss des Amtsgerichts Heidelberg als Vertreter der Anteilseigner zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Er folgt damit Herrn Dr. Bernd Scheifele, der mit Wirkung zum 1. Februar 2005 zum Vorsitzenden des Vorstands von HeidelbergCement berufen wurde.

Weiterentwicklung der Unternehmens- und Führungsstruktur

Im Zuge der Personalwechsel im Vorstand wurden auch die Aufgaben im Vorstand teilweise neu verteilt. Neben Zentraleuropa-West und Zentraleuropa-Ost ist Andreas Kern nunmehr auch für Großbritannien und Nordeuropa zuständig. Dr. Lorenz Näger wurde zusätzlich die Verantwortung für maxit Group übertragen.

Die Unternehmensberatung Boston Consulting ist beauftragt, die Aufbauorganisation für Europa zu prüfen und eine transparente und effiziente Organisationsstruktur für die europäischen Regionen zu entwickeln.

Darüber hinaus wurde entschieden, die Konzernabteilungen Strategy & Development, Internal Audit und Finance & Treasury von Brüssel bzw. Malmö nach Heidelberg zu verlagern. Die Verwaltungsstandorte Malmö und Singapur werden geschlossen. Die Aufgaben von Singapur werden in Zukunft von unseren operativen Einheiten in Asien direkt erledigt werden. Über den Verwaltungsstandort Brüssel wird nach Abschluss einer eingehenden Untersuchung entschieden werden.

Zement- und Klinkerabsatz

Im ersten Quartal 2005 ging der Zement- und Klinkerabsatz um 2 % auf 12,7 (i.V.: 12,9) Mio t zurück. Der Absatz war in den meisten Regionen durch den strengen Winter beeinträchtigt. Absatzzuwächse konnten wir in Nordamerika, Nordeuropa und in Afrika-Asien-Türkei erzielen. Ohne Konsolidierungseffekte lag der Rückgang bei 3,7 %.

Ausblick

Trotz des schwachen ersten Quartals erwarten wir für das laufende Geschäftsjahr insgesamt moderate Absatzsteigerungen und Umsatzerhöhungen. Starke Impulsgeber werden abermals Nordamerika und die Wachstumsmärkte sein; weiterhin schwach wird sicherlich Deutschland bleiben, wo sich der Abwärtstrend bei den Bauinvestitionen fortsetzt.

Wir werden den Fokus auf Effizienzsteigerung und Kostensenkung in allen Bereichen legen, nicht nur in den Werken, sondern auch in den Querschnittsfunktionen. Auch im Finanzbereich werden wir die Kosten senken.

Am Konsolidierungsprozess in der internationalen Zementindustrie werden wir weiterhin teilnehmen. Dabei richtet sich unser Augenmerk auf kleine oder mittelgroße Akquisitionen. Unsere bestehenden Marktpositionen wollen wir weiter verbessern.

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