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HeidelbergCement Group
Dienstag, 22. Februar 2005
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Zwischenbericht Januar - Dezember 2004

- Auszug -

  • Wechsel im Vorsitz von Aufsichtsrat und Vorstand
  • Absatz- und Umsatzentwicklung im vierten Quartal im Rahmen der Erwartungen
  • Zement- und Klinkerabsatz über 65 Mio t
  • Beseitigung bilanzieller Risiken führt zu einmaliger Sonderbelastung von rund 700 Mio EUR
  • Mehrheitserwerb der Teutonia Zementwerk AG, Hannover
  • Vorstand und Aufsichtsrat beschließen Barkapitalerhöhung über rd. 270 Mio EUR

Die internationalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen blieben auch im vierten Quartal des Jahres 2004 uneinheitlich. Das baukonjunkturelle Umfeld wies deutliche Unterschiede in den einzelnen Ländern auf. In Deutschland wuchs das Bruttoinlandsprodukt mit 1,6 %, was knapp dem Durchschnitt des Euroraums entspricht. Jedoch verzeichnete die Bautätigkeit abermals einen Rückgang um voraussichtlich 2,5 %.

Der Konzernumsatz ist im Gesamtjahr 2004 um 8,8 % auf 6.929 (i.V.: 6.372) Mio EUR gestiegen. Wesentliche Einflussgrößen waren die Neukonsolidierung von Indocement mit einem Plus von 411 Mio EUR sowie Währungseffekte vor allem aus dem gesunkenen US-Dollarkurs mit einem Minus von 185 Mio EUR. Bereinigt um Währungs- und Konsolidierungseffekte erhöhte sich der Umsatz um 5,8 %. Operative Verbesserungen wurden insbesondere in Nordamerika, in Afrika-Asien-Türkei sowie in Zentraleuropa-Ost erzielt.

Der vollständige Jahresabschluss von HeidelbergCement wird am 23. März 2005 veröffentlicht.

Zement- und Klinkerabsatz über 65 Mio t

Der Zement- und Klinkerabsatz stieg im Gesamtjahr 2004 auf 65,2 (i.V.: 51,1) Mio t. Ein erheblicher Beitrag ist auf die erstmalige Konsolidierung von Indocement zurückzuführen. Erfreuliche Absatzsteigerungen wurden in Nordamerika, Zentraleuropa-Ost sowie in Afrika und China erzielt. Ohne Konsolidierungseffekte nahm der Absatz um 2,2 % gegenüber dem Vorjahr zu.

Bilanzielle Risiken bereinigt

Im Rahmen der Vorprüfung des Jahresabschlusses 2004 wurde eine umfassende Neubewertung von Bilanzpositionen beschlossen, die zu einmaligen Sonderbelastungen in der Größenordnung von bis zu 700 Mio EUR führen wird. Der überwiegende Teil entfällt auf die Neubewertung von Firmenwerten in den Regionen Westeuropa, Nordeuropa sowie von Indocement. Weitere wesentliche Beträge betreffen die Bildung von Restrukturierungsrückstellungen für das belgisch-niederländische Zementgeschäft und die Wertberichtigung latenter Steuerforderungen.

Die Sonderbelastungen sind zum weit überwiegenden Teil nicht zahlungswirksam. Sie werden zu einem Verlustausweis im Konzern für das Geschäftsjahr 2004 in der Größenordnung von 350 bis 400 Mio EUR führen. Über den Dividendenvorschlag der HeidelbergCement AG werden Vorstand und Aufsichtsrat zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden.

Kapitalerhöhung

Darüber hinaus hat der Vorstand der HeidelbergCement AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, nach den Sonderbelastungen des Geschäftsjahres 2004 eine Kapitalerhöhung mit Bezugsrechten für Aktionäre durchzuführen. Zur Stärkung der Eigenkapitalbasis werden dem Unternehmen rund 270 Mio EUR zufließen. Der Ausgabekurs beträgt 35 EUR pro Aktie. Je 13 alte Aktien erhalten ein Bezugsrecht für eine neue Aktie.

Wechsel bei Vorstand und Aufsichtsrat

Zum 1. Februar 2005 wurde Dr. Bernd Scheifele in Nachfolge von Hans Bauer zum Vorstandsvorsitzenden von HeidelbergCement bestellt. Dr. Bernd Scheifele war bisher Vorstandsvorsitzender der PHOENIX Pharmahandel Aktiengesellschaft & Co KG und Aufsichtsratsvorsitzender von HeidelbergCement. Hans Bauer, der seinen Berufsweg bei HeidelbergCement begonnen hatte, wurde 1997 in den Vorstand berufen und 2001 zu dessen Vorsitzendem ernannt. Nach mehr als 35-jähriger erfolgreicher Tätigkeit für HeidelbergCement ist Hans Bauer Ende Januar in den Ruhestand getreten.

Zum Nachfolger im Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden wählte der Aufsichtsrat Fritz-Jürgen Heckmann, der dem Aufsichtsrat von HeidelbergCement seit 2003 angehört.

Ausblick

Die uneinheitliche Tendenz der Weltkonjunktur dürfte sich leicht abgeschwächt im Jahr 2005 fortsetzen. Wachstumsimpulse werden wiederum von den Vereinigten Staaten, dem asiatischen Raum und den mittel- und osteuropäischen Ländern erwartet. Das Wachstum im Euro-Raum bleibt verhalten und in Deutschland schwach.

Aufgrund der internationalen Rahmenbedingungen gehen wir für das Jahr 2005 von insgesamt moderaten Absatzsteigerungen aus. In Deutschland bleibt die Nachfrage rückläufig. Die Umsatzentwicklung wird durch die Erlössituation in zahlreichen Märkten begünstigt. Steigende Energiepreise und Frachtraten erhöhen den Kostendruck.

HeidelbergCement hat die Weichen gestellt, um auf Basis einer von bilanziellen Risiken befreiten Bilanz attraktive Wachstumschancen zum Ausbau der internationalen Marktstellung konsequent zu nutzen. Operativ konzentrieren wir uns auf eine Steigerung der Effizienz in allen Unternehmensbereichen mit dem Ziel weiterer spürbarer Kostensenkungen.

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