ADR
American Depositary Receipt. Amerikanische Hinterlegungsurkunde, die anstelle einer ausländischen Aktie an einer US-amerikanischen Börse gehandelt wird.
Aktie Verbrieftes Recht an einer Aktiengesellschaft durch die Übernahme eines Anteils am Grundkapital. Aktien können auf den Inhaber oder auf den Namen lauten (§10 AktG). Die Beteiligung am Grundkapital erfolgt entweder durch die Ausgabe von Nennwertaktien oder von nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital. Weiterhin wird unterschieden zwischen Aktien mit Stimmrecht sowie stimmrechtslose Vorzugsaktien. Aktien mit gleichen Rechten bilden eine Gattung (§11 AktG).
Aktien börsennotierter Aktiengesellschaften können über Kreditinstitute an folgenden Marktsegmenten gehandelt werden: Freier Markt, geregelter Markt, amtlicher Handel sowie Neuer Markt.
Aktienanalyse Erfassung der in die marktmäßige Bewertung einer Aktie einfließenden Faktoren. Man unterscheidet zwei grundsätzliche Richtungen der Aktienanalyse:
- Fundamentalanalyse
Verwendung ausschließlich unternehmensbezogener Bewertungs-Einflussgrößen
- technische Analyse
Verwendung grafisch dargestellter Verläufe von Aktienkursen und Indizes
Mit Hilfe der Aktienanalyse sollen die Risiken bezüglich Auswahl, Timing und Portfoliozusammensetzungen beim Aktiengeschäft reduziert werden.
Aktiengesellschaft (AG) (gem. §1 AktG) Handelsgesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit (juristische Person) und unpersönlicher Unternehmensform (Kapitalgesellschaft). Die AG haftet lediglich mit Ihrem Gesellschaftsvermögen. Das Grundkapital einer AG ist in Aktien zerlegt, die i.d.R. von mehreren Kapitalgebern gehalten werden. Hält ein Aktionär mehr als 5% des Grundkapitals spricht man von Festbesitz, kleiner 5% von Streubesitz. Die Organe der Aktiengesellschaft sind: Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung.
Aktienindex Gewogene Meßzahl für die Entwicklung eines Kursdurchschnitts maßgeblicher Aktiengesellschaften. Der DAX100 umfaßt die hundert größten an der Frankfurter Wertpapierbörse im Amtlichen Handel oder Geregelten Markt gelisteten Unternehmen Deutschlands in punkto Marktkapitalisierung und Börsenumsatz. Die Gewichtung der Unternehmen erfolgt nach deren Marktkapitalisierung. Der bekannteste deutsche Aktienindex ist der die 30 größten Werte umfassende DAX, der 1988 eingeführt und bis zum Jahre 1957 zurückgerechnet wurde. Die weiteren 70 Unternehmen des DAX100 bilden den MDAX. Innerhalb des MDAX rangiert Heidelberger Zement zwischen 10. und 12. Stelle. Weitere Aktienindizes der Deutschen Börse CDAX, SMAX, SDAX und NEMAX.
Die Heidelberger Stammaktie ist in 14 europäischen Aktienindizes vertreten. Damit gehört sie zu den wichtigsten Baustoffpapieren in Europa. So ist die Aktie unter anderem enthalten im MDAX, DAX 100 Construction, Dow Jones Stoxx, Dow Jones Euro Stoxx und im Dow Jones Construction Titans Index, in dem die weltweit 30 größten Bau- und Baunebenwerte enthalten sind. Weiterhin wird unserer Aktie in den Indices von Morgan Stanley Capital International (MSCI) berücksichtigt.
Anteil der Gruppe
Jahresüberschuss/-fehlbetrag nach Abzug des anderen Gesellschaftern zustehenden Ergebnisses.
Assoziiertes Unternehmen Unternehmen, auf das einen maßgeblichen Einfluss ausgeübt wird (Beteiligungsquote mind. 20%).
AufsichtsratDer Aufsichtsrat setzt sich zusammen bei Gesellschaften, für die das Mitbestimmungsgesetz gilt, aus Aufsichtsratsmitgliedern der Aktionäre und der Arbeitnehmer. Er wird durch die Hauptversammlung gewählt, mit Ausnahme der Arbeitnehmervertreter. Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung zu überwachen. Er bestellt den Vorstand einer AG. Er erteilt dem Abschlußprüfer den Prüfungsauftrag für den Jahres- und den Konzernabschluß gemäß § 290 des Handelsgesetzbuchs. Der Aufsichtsrat soll einmal im Kalendervierteljahr, er muß einmal und bei börsennotierten Gesellschaften zweimal im Kalenderhalbjahr zusammentreten.
Baisse Anhaltend sinkende Börsenkurse oder Preise. Gegenteil:
Hausse Betriebsergebnis
Jahresüberschuss vor Finanzergebnis und Zinsen. HeidelbergCement subsummiert hierunter auch Erträge aus Beteiligungen sowie nicht-operatives Ergebnis. (s.
EBIT)
Betriebscashflow Gewinn vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen auf Sachanlagen sowie vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände. HeidelbergCement addiert hierzu auch das nicht-operative Ergebnis. Kenngröße zum Vergleich der Ertragskraft ohne die Berücksichtigung unterschiedlichen Abschreibungsverhaltens von Unternehmen. (S.
EBITDA)
Bilanz Stichtagsbezogene Gegenüberstellung von Vermögen (Aktiva) und Kapital (Passiva) eines Unternehmens. In der Bilanz werden Mittelherkunft auf der Passiv- und Mittelverwendung auf der Aktivseite gezeigt. Bei der Vermögen unterscheidet man Anlage- und Umlaufvermögen. Das Kapital wird in Eigen- und Fremdkapital gegliedert. Es gilt die Beziehung Aktiva = Passiva, die sogenannte Bilanzgleichung. Die Bilanz ist zusammen mit einer Gewinn- und Verlustrechnung sowie einer Kapitalflußrechnung wesentlicher Bestandteil eines Jahresabschlusses.
Blue Chip Aus dem angelsächsischen Sprachgebrauch übernommener Börsenausdruck für die Aktie eines großen, besonders substanz- und ertragsstarken Unternehmens mit hohem internationalen Ansehen.
Börse Treffpunkt von Angebot und Nachfrage meist für Wertpapiere, aber auch für Wirtschaftsgüter anderer Art. Der Wertpapierhandel findet zu bestimmten Zeiten an bestimmten Orten oder über ein elektronisches Handelssystem statt. Die acht deutschen Wertpapierbörsen und das elektronische Handelssystem Xetra unterliegen der staatlichen Aufsicht. Über die Zulassung von Aktien zum Börsenhandel entscheidet die Zulassungsstelle der Börse. An der Börse dürfen nur Vertreter von Kreditinstituten, amtliche und freie Kursmakler handeln.
Börsenkapitalisierung (Marktkapitalisierung) Marktwert eines börsennotierten Unternehmens, auch Marktkapitalisierung genannt. Die Börsenkapitalisierung berechnet sich aus der Anzahl der Aktien eines Unternehmens multipliziert mit dem aktuellen Börsenkurs des Papiers.