Unterführung der A5-Autobahn, Italien

Die A5-Autobahn verbindet den nördlichen Teil der Provinz Turin und die Region Valle d'Aosta im Nordwesten Italiens miteinander. Von dort aus führt sie zur französischen Grenze und zum Mont-Blanc-Tunnel.

Die Autobahn wurde in den 1960er Jahren gebaut und ist 140 km lang. Durch den zunehmenden Verkehr und gestiegene technische Anforderungen werden Teile der A5 modernisiert.

Mit dem Ausbau der Autobahn zwischen Turin und Quincinetto musste eine neue Abfahrt gebaut werden, die unter der A5 entlang führt. Diese Unterführung wurde aus großen Betonpfählen, die mit Fertigteil-Trägern und -Platten verbunden sind, gebaut. Zunächst wurde die Struktur der Unterführung neben der Autobahn errichtet und anschießend mit hydraulischen Hebern an den vorgesehen Ort geschoben. So konnte die Unterführung gebaut werden, ohne dass der Verkehr auf der A5 beeinträchtigt war. Durch diese Methode wurde die Bauzeit wesentlich verkürzt.

Die Grundplatte der Unterführung ist 0,9 Meter dick und die Deckenplatte, die auf zwei Bögen ruht, sowie die Seitenwände messen 0,8 Meter. Die mit Fenstern versehene Trennwand ist 0,4 Meter dick.

HeidelbergCements italienisches Tochterunternehmen Calcestruzzi produzierte einen besonders langlebigen Beton für das Projekt und lieferte insgesamt 8.000 m3 Transportbeton. Eine besondere Herausforderung war es, konstante Fließeigenschaften und die Homogenität des Betons zu gewährleisten – trotz der gemäß der Expositionsklasse XF4 nötigen zusätzlichen Luftporen. Die gleichmäßig verteilten kleinen Luftporen im Beton erlauben es dem Wasser sich auszudehnen und erhöhen so den Frost- und Frost-Tausalz-Widerstand des Betons.

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Mitarbeiter, Italien