5. November 2015

HeidelbergCement veröffentlicht Q3 2015 Ergebnisse

HeidelbergCement steigert Umsatz und Ergebnis im dritten Quartal trotz widriger Marktbedingungen

Highlights Q3 2015 und Ausblick:

  • Operative Leistung im achten Quartal in Folge gesteigert
    • Konzernumsatz um 3 % auf 3,6 Mrd € erhöht
    • Operatives Ergebnis vor Abschreibungen um 8 % auf 865 Mio € verbessert
    • Zweistelliges Wachstum des operativen Ergebnis vor Abschreibungen in Nordamerika, West- und Nordeuropa und Afrika-Mittelmeerraum
    • Operative Marge vor Abschreibungen deutlich von 23,0 % auf 24,0 % erhöht
  • Spürbare Verbesserung aller wesentlichen Finanzkennzahlen
    • Steigerung Ergebnis je Aktie um 30 % auf 2,55 € (Vorjahr: 1,96 €)
    • Weitere Reduzierung der Nettoverschuldung auf 6.0 Mrd € und des dynamischen Verschuldungsgrads auf 2,3x
    • Klare Steigerung des ROIC seit Jahresbeginn auf 6,9% (Dez. 2014: 6,2 %)
  • Übernahme von Italcementi macht gute Fortschritte
    • Best Practices identifiziert; Synergieziel spürbar auf 300 Mio € erhöht
    • Alle notwendigen Anmeldungen und Voranmeldungen bei Wettbewerbs-behörden eingereicht; Genehmigung von Indien bereits erteilt
    • Investitionsziel in Einklang mit den im Rahmen der Italcementi-Akquisition angekündigten Capex-Einsparungen von 1,2 Mrd € auf 0,9 Mrd € gesenkt
    • Brückenfinanzierung um 1,1 Mrd € auf 3,3 Mrd € reduziert
  • Ergebnisentwicklung bestätigt positiven Ausblick für 2015
    • Deutliche Steigerung von operativem Ergebnis und Jahresüberschuss1); geringerer Umsatzanstieg wird im Ergebnis durch niedrigere Energiekosten kompensiert
    • Erwirtschaften der Kapitalkosten
    • HeidelbergCement gut positioniert: USA und Großbritannien leisten wichtigen Beitrag

1) bereinigt um Einmaleffekte

Q3 Absatz in etwa auf Vorjahresniveau

Im dritten Quartal entwickelte sich der Baustoffabsatz in den einzelnen Märkten aufgrund einer Vielzahl von Faktoren recht unterschiedlich. Während der Zementabsatz wegen teilweise widriger Marktbedingungen nicht ganz an das Vorjahresniveau heranreichte, konnte der Absatz von Zuschlagstoffen weiter zulegen. Insgesamt erreichte der Absatz in etwa das Vorjahresniveau.

Der Zement- und Klinkerabsatz des Konzerns nahm im dritten Quartal um 3 % auf 21,8 (i.V.: 22,5) Mio t ab. Während Afrika einen zweistelligen Anstieg verzeichnete, waren die Mengen in den übrigen Konzerngebieten stabil oder leicht rückläufig. In Asien wirkte sich der verzögerte Beginn der von der indonesischen Regierung angekündigten Infrastrukturprojekte negativ auf den Absatz aus. Im Konzerngebiet Osteuropa-Zentralasien nahm der Zementabsatz vor allem in Russland aufgrund gesunkener Investitionen ab. In West- und Nordeuropa verzeichneten insbesondere die Niederlande und die baltischen Staaten rückläufige Absatzzahlen. In Nordamerika blieben die Lieferungen trotz schlechten Wetters in Texas und eines unvorteilhaften Timings bei Bauprojekten in Florida in etwa auf dem Vorjahresniveau.

Die Zuschlagstofflieferungen verzeichneten mit 72,6 (i.V.: 72,1) Mio t einen Anstieg um 1 %. Dazu haben insbesondere höhere Absatzmengen in den Konzerngebieten Nordamerika und Osteuropa-Zentralasien beigetragen. Die Transportbetonlieferungen nahmen leicht um 1 % auf 9,7 (i.V.: 9,8) Mio cbm ab. Der Asphaltabsatz sank um 8 % auf 2,9 (i.V.: 3,1) Mio t.

In den ersten neun Monaten des Jahres ging der Zement- und Klinkerabsatz um 1 % auf 60,6 (i.V.: 61,3) Mio t zurück. Die Zuschlagstofflieferungen legten um 3 % auf 186,0 (i.V.: 180,8) Mio t zu und auch die Transportbetonlieferungen stiegen leicht auf 27,1 (i.V.: 27,0) Mio cbm; der Asphaltabsatz lag stabil bei 6,9 Mio t.

Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Der Konzernumsatz erhöhte sich im dritten Quartal um 3 % auf 3.606 (i.V.: 3.490) Mio €. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten sank der Umsatz um 1,9 %. Während Effekte aus den Veränderungen des Konsolidierungskreises mit 23 Mio € kaum ins Gewicht fielen, wirkte sich die Abschwächung des Euro gegenüber zahlreichen Währungen in Höhe von insgesamt 162 Mio € positiv auf die Umsatzentwicklung aus. Im Vergleich zum Vorquartal war der Einfluss von Wechselkurseffekten jedoch deutlich rückläufig.

Das operative Ergebnis vor Abschreibungen verbesserte sich um 8 % auf 865 (i.V.: 803) Mio € und das operative Ergebnis stieg ebenfalls um 8 % auf 675 (i.V.: 627) Mio €. Bereinigt um Währungs- und Konsolidierungseffekte konnte das operative Ergebnis sowohl vor als auch nach Abschreibungen um jeweils 3 % verbessert werden. Zu der positiven Ergebnisentwicklung haben neben Preiserhöhungen in wichtigen Kernmärkten und der erfolgreichen Umsetzung der Programme zur Margenverbesserung, insbesondere im Bereich Zuschlagstoffe, auch niedrige Kosten für Brenn- und Treibstoffe beigetragen.

„Trotz teilweise widriger Marktbedingungen haben wir unsere erfolgreiche Entwicklung im dritten Quartal fortgesetzt und das Ergebnis weiter gesteigert“, sagt der Vorstandsvorsitzende Dr. Bernd Scheifele. „Dazu haben im Wesentlichen unsere vorteilhafte geografische Aufstellung aber auch das insgesamt gute Kostenmanagement beigetragen. Als Folge konnten wir auch die operativen Margen noch einmal deutlich verbessern. Die im Vergleich zu den Vorquartalen schwächere Absatzentwicklung ist aus unserer Sicht vorübergehender Natur. Die Übernahme von Italcementi macht gute Fortschritte und wir haben das Synergieziel spürbar auf 300 Mio € erhöht.“

Das zusätzliche ordentliche Ergebnis des dritten Quartals reduzierte sich um 6 Mio € auf -11 (i.V.: -5) Mio €. Das Finanzergebnis verbesserte sich um 9 Mio € auf
-142 (i.V.: -151) Mio € aufgrund der weiteren Absenkung der Nettozinsaufwendungen. Das Ergebnis vor Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen stieg entsprechend um 13 % auf 546 (i.V.: 484) Mio €.

Die Steueraufwendungen im dritten Quartal 2015 betrugen 74 (i.V.: 103) Mio €. Das Ergebnis nach Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen verbesserte sich damit auf 472 (i.V.: 381) Mio €.

Als Folge stieg der Überschuss der Periode im dritten Quartal 2015 um 25 % auf 520 (i.V.: 417) Mio €. Das anderen Gesellschaftern zustehende Ergebnis sank um 8 Mio € auf 41 (i.V.: 49) Mio €. Der Anteil der Gruppe verbesserte sich demzufolge um 30 % auf 479 (i.V.: 368) Mio € und der Gewinn je Aktie auf 2,55 (i.V.: 1,96) €.

In den ersten neun Monaten nahm der Konzernumsatz deutlich um 8,3 % auf 10.076 (i.V.: 9.306) Mio € zu. Auf vergleichbarer Basis stieg er um 0,4 %. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen verbesserte sich um 15,2 % auf 1.916 (i.V.: 1.663) Mio €; das operative Ergebnis stieg um 16,8 % auf 1.347 (i.V.: 1.154) Mio €. Ohne Berücksichtigung von positiven Währungseffekten und vernachlässigbaren Konsolidierungseffekten nahmen das operative Ergebnis vor Abschreibungen um 7,4 % und das operative Ergebnis um 8,7 % zu. Das Finanzergebnis hat sich insbesondere aufgrund gesunkener Zinsaufwendungen und trotz eines gesunkenen sonstigen Finanzergebnisses um 28 Mio € auf -427 (i.V.: -455) Mio € verbessert. Das Ergebnis vor Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen stieg um 230 Mio € auf 953 (i.V.: 723) Mio €. Die Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag erhöhten sich um 24 Mio € auf 217 (i.V.: 193) Mio €. Das Ergebnis nach Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen verbesserte sich demzufolge auf 736 (i.V.: 529) Mio €. Das Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen sank auf 27 (i.V.: 70) Mio € aufgrund des Verkaufs des Bauproduktegeschäfts. Der Überschuss der Periode stieg auf 762 (i.V.: 599) Mio €. Das anderen Gesellschaftern zustehende Ergebnis sank auf 135 (i.V.: 145) Mio €. Der Anteil der Gruppe verbesserte sich demzufolge auf 628 (i.V.: 454) Mio €.

Die Mitarbeiterzahl von HeidelbergCement lag Ende September 2015 bei 46.772 (i.V.: 45.939). Die Zunahme um 833 Mitarbeiter resultiert im Wesentlichen aus zwei gegenläufigen Entwicklungen: Einerseits wurden über 800 Stellen insbesondere im Konzerngebiet Osteuropa-Zentralasien und in Indonesien im Zuge von Effizienzsteigerungen in Vertrieb und Verwaltung sowie Standortoptimierungen abgebaut. Andererseits stieg die Mitarbeiterzahl in Nordeuropa durch den Zusammenschluss unserer schwedischen Tochtergesellschaft Abetong AB mit der Contiga AB zur Nordic Precast Group AB um rund 1.400. Darüber hinaus kamen im Konzerngebiet West- und Nordeuropa vor Konsolidierungseffekten über 200 Beschäftigte aufgrund der soliden Nachfrageentwicklung hinzu.

HeidelbergCement auf gutem Weg seine Kapitalkosten zu verdienen

HeidelbergCement hat seit Jahresbeginn die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROIC = Return on Invested Capital) von 6,2 % auf 6,9 % gesteigert. Der ROIC ist definiert als das Verhältnis des um Einmaleffekte angepassten Betriebsergebnisses nach gezahlten Steuern zur Summe aus Eigenkapital und Nettoverschuldung. Die gewichteten Kapitalkosten lagen Ende 2014 ebenfalls bei 6,9 %. Durch die Ergebnisverbesserung und die damit verbundene Steigerung des ROIC ist HeidelbergCement auf einem guten Weg, seine Kapitalkosten zu verdienen.

Nettoverschuldung deutlich reduziert

Die Nettoverschuldung belief sich zum Ende des dritten Quartals auf 5,97 Mrd € und lag damit deutlich um 1,6 Mrd € unter dem Ende des Vorjahresquartals. Zu dem signifikanten Schuldenabbau hat der am 13. März 2015 abgeschlossene Verkauf des Bauproduktegeschäfts mit einem Zahlungsmittelzufluss von 1,27 Mrd € wesentlich beigetragen. Der Verschuldungsgrad (Gearing) am Ende des dritten Quartals verbesserte sich entsprechend auf 39,0 % (i.V.: 54,1 %). Der dynamische Verschuldungsgrad sank auf 2,3x und liegt damit im Zielbereich von 1,5x bis 2,5x. Die Liquiditätsreserve belief sich auf 3,8 Mrd €.

Übernahme von Italcementi macht gute Fortschritte

Anfang September haben gemeinsame Arbeitsteams von Italcementi und HeidelbergCement mit der Vorbereitung der Integration begonnen. Dabei wurden zunächst jeweils Best Practices identifiziert und eine Bewertung der potenziellen Synergien durchgeführt. Auf Basis der ersten Ergebnisse konnte das Synergieziel nach Abschluss des Anteilserwerbs von ursprünglich 175 Mio € spürbar auf 300 Mio € angehoben werden. In diesem neuen Synergieziel sind erstmalig positive Effekte aus Finanzierungskosten und Steuern berücksichtigt. Deutliche, über die identifizierten Synergien hinausgehende Potenziale ergeben sich nach Abschluss der Transaktion zudem aus der Kombination der exportorientierten Zementwerke von Italcementi im Mittelmeerraum mit dem weltweiten Handelsgeschäft von HeidelbergCement sowie aus der optimalen Nutzung der qualitativ hochwertigen Produktionsanlagen von Italcementi. Importe, zum Beispiel in Nordamerika oder Afrika, die HeidelbergCement in der Vergangenheit von Drittanbietern gekauft hat, können zukünftig durch die Werke von Italcementi abgedeckt werden und führen dort zu einer höheren Auslastung. Das Einsparpotenzial beim Umlaufvermögen von 100 Mio € konnte bestätigt werden.

Die Finanzierung der Übernahme macht ebenfalls Fortschritte. Das Volumen der Brückenfinanzierung konnte um 1,1 Mrd € auf 3,3 Mrd € reduziert werden, da einerseits das Risiko eines Pflichtübernahmeangebots an marokkanische Minderheitsaktionäre ausgeschlossen werden konnte und andererseits einige der kreditgebenden Banken von Italcementi auf die Ausübung ihrer Kontrollwechsel-Rechte verzichten. HeidelbergCement hat zudem sein Ziel für zahlungswirksame Investitionen in Einklang mit den im Rahmen der Italcementi-Akquisition angekündigten Capex-Einsparungen von 1,2 Mrd € auf 0,9 Mrd € reduziert.

Alle zum aktuellen Zeitpunkt notwendigen Anmeldungen oder Voranmeldungen bei Wettbewerbsbehörden wurden im Monat Oktober planmäßig durchgeführt. Die Wettbewerbsbehörde in Indien hat bereits die Freigabe erteilt. Zum jetzigen Zeitpunkt erwartet HeidelbergCement den Abschluss des 45%-Anteilskaufs für das erste Halbjahr 2016.

Ausblick für 2015

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat in seiner jüngsten Prognose die Wachstumsraten für die Weltwirtschaft ein weiteres Mal marginal gesenkt und erwartet jetzt für 2015 ein im Vergleich zum Vorjahr leicht reduziertes Wirtschaftswachstum von 3,1 %. Der IWF geht weiterhin von einer leichten Beschleunigung des Wirtschaftswachstums in den Industrieländern aus. Zu den Treibern dieser Entwicklung gehören neben der Fiskalpolitik in Nordamerika und der Eurozone auch die gesunkenen Rohölpreise sowie eine Verbesserung der Arbeitsmarktbedingungen und des Verbrauchervertrauens. Die Wachstumsrate der Schwellenländer soll sich hingegen abschwächen, einerseits aufgrund der rückläufigen Rohstoffpreise und andererseits wegen der Abwertung lokaler Währungen und der gestiegenen Volatilität an den Finanzmärkten. Zu den Risikofaktoren gehören weiterhin die Auswirkungen geldpolitischer Maßnahmen, insbesondere der amerikanischen Notenbank, auf Kapitalflüsse und Wechselkurse in den Schwellenländern sowie geopolitische Risiken aus den politischen Krisen und Konflikten im Nahen Osten sowie im Osten der Ukraine und in Russland.

In Nordamerika erwartet HeidelbergCement im Einklang mit dem IWF eine Fortsetzung der wirtschaftlichen Erholung und damit eine weitere Zunahme der Baustoffnachfrage. Dabei tragen neben dem Wohnungsneubau auch zunehmend Wirtschafts- und Infrastrukturbau zum Wachstum bei. In Osteuropa wird mit einer Fortsetzung der Marktstabilisierung und ersten Impulsen des neuen Infrastrukturprogramms der EU gerechnet. Die Krise im Osten der Ukraine beeinträchtigt Absatz und Ergebnis des Landes. Die rückläufigen Rohölpreise haben zu einem wirtschaftlichen Abschwung in Russland geführt, der teilweise durch Infrastrukturmaßnahmen der Regierung aufgefangen wird. In West- und Nordeuropa wird insgesamt eine stabile Marktentwicklung erwartet. Diese basiert auf der Erholung in Großbritannien, einer stabilen Entwicklung in Benelux und einer leichten Abschwächung in Deutschland sowie in Nordeuropa aufgrund rückläufiger Exporte. In Asien führt die Verspätung der Infrastrukturprojekte in Indonesien zu einem rückläufigen Zement- und Transportbetonabsatz. In den Märkten Afrikas rechnet das Unternehmen unverändert mit einem anhaltenden Nachfragewachstum.

In Anbetracht der unterschiedlichen Nachfrageentwicklungen in den einzelnen Regionen in den ersten neun Monaten geht HeidelbergCement für das Gesamtjahr insgesamt von stabilen Absatzzahlen für die Kernprodukte Zement und Transportbeton aus und von steigendem Absatz bei Zuschlagstoffen.

Aufgrund des anhaltenden Preisrückgangs für Rohöl und Brennstoffe erwartet HeidelbergCement für das Jahr 2015 eine moderat rückläufige Kostenbasis für Energie. Für Rohstoffe und Personal wird unter anderem aufgrund der Abwertung des Euro weiterhin mit einem moderaten Kostenanstieg gerechnet. Ziel ist es, diesen durch geeignete Maßnahmen auszugleichen und darüber hinaus die Margen in den Bereichen Zement und Zuschlagstoffe weiter zu verbessern. Zu diesem Zweck wird HeidelbergCement die beiden Preisinitiativen „PERFORM“ für den Zementbereich in den USA und Europa sowie „CLIMB Commercial“ für den Zuschlagstoffbereich unverändert fortsetzen. Ein weiterer Schwerpunkt für 2015 ist, die in den vergangenen Jahren erzielten Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen bei Zement und Zuschlagstoffen nicht nur nachhaltig zu sichern, sondern kontinuierlich weiter zu steigern. Zu diesem Zweck hat das Unternehmen 2014 das „Continuous Improvement Program“ (CIP) gestartet, das zudem eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung von Arbeitsprozessen schaffen soll. Durch Prozessoptimierungen sollen bis Ende 2017 mindestens 120 Mio € an nachhaltigen Ergebnisverbesserungen erzielt werden. Außerdem wird die Optimierung der Logistik im Rahmen des Programms „LEO“ fortgesetzt, um in einem Zeitraum von mehreren Jahren die Kosten um 150 Mio € zu senken.

Für 2015 erwartet HeidelbergCement einen deutlichen Rückgang der Finanzierungskosten aufgrund der spürbaren Rückführung der Nettoverschuldung durch den Mittelfluss aus der operativen Geschäftstätigkeit und den Verkauf des Bauproduktegeschäfts.

Auf Basis der beschriebenen Entwicklungen in den ersten neun Monaten erwartet das Unternehmen einen moderaten bis deutlichen Anstieg des Umsatzes und geht unverändert davon aus, operatives Ergebnis und Jahresüberschuss vor Einmaleffekten im Jahr 2015 deutlich zu steigern. Darüber hinaus soll HeidelbergCement 2015 seine Kapitalkosten verdienen.

„Wir sind weiterhin auf Kurs, unser Ergebnis im Jahr 2015 deutlich zu steigern und die Nettoverschuldung signifikant zu reduzieren“, erklärt Dr. Bernd Scheifele. „Damit schaffen wir eine solide Ausgangslage für die Akquisition von Italcementi. Der Übernahmeprozess läuft nach Plan und wir gehen von einem Abschluss des Anteilskaufs von Italmobiliare im ersten Halbjahr 2016 aus. Damit beschleunigen wir das Wachstum von HeidelbergCement deutlich und schaffen zusätzliches Potenzial für höhere Erträge für unsere Aktionäre. Zudem wollen wir den dynamischen Verschuldungsgrad nach der Akquisition bereits bis Jahresende 2016 wieder in einen Bereich absenken, der ein solides Investment-Grade-Rating ermöglicht.“

„Wir profitieren 2015 weiterhin von der wirtschaftlichen Entwicklung in den Industriestaaten, insbesondere in Nordamerika und Großbritannien“, fährt Dr. Bernd Scheifele fort. „Der deutlich gesunkene Ölpreis und der schwächere Euro bedeuten für uns zusätzlichen Rückenwind. Mit unserer starken Aufstellung bei den Rohstoffreserven, unseren Betriebsstätten an attraktiven Standorten, der ausgezeichneten vertikalen Integration und unserem exzellenten Produktportfolio sind wir gut aufgestellt, um unsere Ziele zu erreichen.“

Überblick Januar - September 2015

FinanzkennzahlenJanuar-SeptemberJuli-September
Mio €20141)2015Verände- rungauf vgl. Basis4)20141)2015Verände- rungauf vgl. Basis4)
Absatz
Zement (Mio t)61.25060.580-1%-1%22.52721.802-3%-3%
Zuschlagstoffe (Mio t)180.755185.9873%3%72.14172.5821%0%
Transportbeton (Mio cbm)27.04627.1230%0%9.8009.704-1%-2%
Asphalt (Mio t)6.9496.9200%0%3.1182.882-8%-8%
Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse9.30610.0768%0%3.4903.6063%-2%
Operatives Ergebnis vor Abschreibungen1.6631.91615%7%8038658%3%
  in % der Umsatzerlöse17,9%19,0%23,0%24,0%
Operatives Ergebnis1.1541.34717%9%6276758%3%
Ergebnis vor Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen72395332%48454613%
Überschuss der Periode59976227%41752025%
Ergebnis je Aktie in € (IAS 33)2)2,423,3438%1,962,5530%
Kapitalflussrechnung und Bilanz
Mittelfluss aus operativer Geschäftstätigkeit652537-115571552-19
Zahlungswirksame Investitionen-702-63171-283-22559
Nettoverschuldung 3)7.5385.970-1.568
Gearing54,1%39,0%
 

1) Werte wurden angepasst (Cement Australia, aufgegebene Geschäftsbereiche, IAS 7.16)
2) Den Aktionären der HeidelbergCement AG zuzurechnen
3) Einschließlich andienbare Minderheiten
4) Bereinigt um Währungs- und Konsolidierungseffekte

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Finanzkalender

Andreas Schaller

Konzernsprecher, Director Group Communication & Investor Relations
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