9. Dezember 2016

Der Quarry Life Award 2016: HeidelbergCement ehrt internationale Projekte zur Förderung der Artenvielfalt

Am 8. Dezember 2016 wurden die Preisträger des internationalen Quarry Life Award in Brüssel ausgezeichnet. Der Wettbewerb, der von HeidelbergCement alle zwei Jahre ausgerufen wird, findet bereits zum dritten Mal statt. Ziel ist es, innovative Ideen zur Förderung von Artenvielfalt in Abbaustätten zu erforschen. Insgesamt wurden mehr als 450 Projektideen aus 21 Ländern eingereicht, von denen 94 in verschiedenen Kategorien am Wettbewerb teilnahmen. Die Kategorien waren: Erforschung der Lebensräume und Arten, Biodiversitätsmanagement, Bildung und Sensibilisierung, Über die Grenzen der Abbaustätte hinaus und Schülerprojekte.

Der Vorstandsvorsitzende Dr. Bernd Scheifele eröffnete die Veranstaltung und betonte in seiner Rede die Relevanz des Wettbewerbs für den Konzern: „Der Schutz der Artenvielfalt und der nachhaltige Abbau unserer Rohstoffe sind elementare Pfeiler unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Durch den Quarry Life Award fördern wir neue Erkenntnisse über die Artenvielfalt in unseren Abbaustätten und innovative, praxisnahe Konzepte, diese zu schützen. Die Projekte und Forschungsergebnisse dienen dabei nicht nur uns allein. Unser Ziel ist es, mit verschiedensten Stakeholdern – aus Bildung, Wissenschaft und Naturschutz – zusammenzuarbeiten und dadurch das Wissen über den biologischen Wert von Abbaustätten zu steigern.“

Auch der anwesende Leiter der Generaldirektion Umwelt der EU-Kommission, Daniel Calleja Crespo, unterstrich in seiner Rede die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Naturschutz und Zivilgesellschaft für den Erhalt der Artenvielfalt und den Umweltschutz allgemein. 

Die internationale Jury, bestehend aus Dr. Carolyn Jewell (HeidelbergCement), Dr. Erasmus Owusu (Universität Ghana), Dr. Ani Mardiastuti (Landwirtschaftliche Hochschule Bogor, Indonesien), Dr. Michael Rademacher (Fachhochschule Bingen), Richard Grimmett (BirdLife International), Dr. Ulrich Tränkle (AGLN, Landschaftsplanung und Naturschutzmanagement) und Daniel Gauthier (ehemaliges Vorstandsmitglied HeidelbergCement) hat den Quarry Life Award 2016 den folgenden Projektteams zuerkannt:

 

Gewinner des Hauptpreises (30.000 €):

Ökologische Vernetzung von Abbaustätten und ihrer Umgebung zum Schutz semi-aquatischer Säugetiere

Den Hauptpreis erhielt ein spanisches Team um Dr. Rocío de Torre Ceijas. Das Projekt untersuchte die ökologische Vernetzung von Gewässern in einer Kiesgrube und deren Umgebung zum größtmöglichen Nutzen der Artenvielfalt. Der Otter diente auf Grund seiner Lebensraumansprüche als Bio-Indikator.

 

Internationale Preise je Kategorie (10.000 €):

Erforschung der Lebensräume und Arten

Vielfalt von Gliederfüßlern und Regenwürmern als Bio-Indikator für erfolgreiche Rekultivierung

Oftmals wird der Erfolg einer Rekultivierung am Pflanzenwachstum gemessen, was jedoch keine vollständige Bewertung darstellt. Ein Projektteam aus Indonesien hat deshalb Gliederfüßler und Regenwürmer als Bio-Indikator für komplexe Lebensräume genutzt, um den Wert von neu geschaffenem Wald im Steinbruch Hambalang zu analysieren und zu verbessern.

Projektleiter: Wahyudi Nelvianto, Indonesien

Schulprojekt

Natur gelingt nur Miteinander - Schüler "begreifen" Insekten- und Pflanzenvielfalt

Dieses Gemeinschaftsprojekt hatte zum Ziel, einer Schülergruppe die Rolle von Wildbienen im Ökosystem näher zu bringen. Im Projektzeitraum bauten die Grundschüler ein Bienenhotel, pflegten eine Wildblumenwiese und entwickelten eine Informationstafel über die Bienen – alles mit Hilfe suchtkranker Menschen, die derzeit in einem Heim betreut werden.

Projektleiterin: Elisabeth von Campenhausen, Ev. Grundschule Holzdorf, Deutschland

Biodiversitätsmanagement

Optimierung von Feuchtgebieten im Hinblick auf lokale Bedingungen in Abbaustätten

Im Steinbruch Degerhamn untersuchte dieses Projekt die Wirksamkeit eines angelegten Gewässers, angefallenes Steinbruchwasser zurückzuhalten und von den darin befindlichen Nährstoffen zu reinigen, bevor es in umgebende Gewässer außerhalb des Steinbruchs gepumpt wird. Basierend auf dieser Analyse machte das Team Empfehlungen zur Gestaltung eines solchen Feuchtgebiets, das gleichzeitig auch zur Förderung der Artenvielfalt beiträgt.

Projektleiter: Emma Svahn, Schweden

Bildung und Sensibilisierung

Biodiversität in Raum und Zeit

Dieses Projekt verfolgte zwei Ziele: Erstens, die Lebensräume und Artenvielfalt des Steinbruchs Pechurki zu bestimmen; zweitens, die öffentliche Aufmerksamkeit für den Artenschutz zu steigern. Dazu führte das Team mehr als 70 Öko-Lehrstunden durch, unternahm Steinbruchführungen, besuchte entsprechende Konferenzen, sprach mit den Medien, realisierte einen Animationsfilm und organisierte sogar einen eigenen Essay- und Fotowettbewerb.

Projektleiterin: Yanina Dmitrakova, Russland

Über die Grenzen der Abbaustätte hinaus

Trittstein-Biotope für Amphibien – Verbesserung der Vernetzung flussnaher Kiesgruben  

Dieses Projekt bewertete das Potential von Kiesgruben für die Verbesserung der Landschaftsvernetzung zum Schutz von  Amphibien, eine der weltweit am meisten gefährdeten Arten. Das Team entwickelte Empfehlungen zur Schaffung von Korridoren, um Gewässer zu verbinden, zur Eindämmung des Roten Amerikanischen Flusskrebses sowie zur Förderung der Kreuzkrötenpopulation.   

Projektleiter: Daniel Gómez de Zamora Martínez, Spain


Über HeidelbergCement

HeidelbergCement ist einer der weltweit größten integrierten Hersteller von Baustoffen mit führenden Marktpositionen bei Zuschlagstoffen, Zement und Transportbeton. Nach dem Erwerb von Italcementi beschäftigt der Konzern 62.000 Mitarbeiter an über 3.000 Standorten in rund 60 Ländern.

 

Heidelberg, 8. Dezember 2016

 

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Stefanie Kaufmann

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