23. Mai 2006

Hauptversammlung von HeidelbergCement

am Dienstag, dem 23. Mai 2006, im Portland Forum am Herrenberg in Leimen

Rückblick auf das Geschäftsjahr 2005

In seiner Rede vor rund 340 Aktionären erläuterte der Vorstandsvorsitzende Dr. Bernd Scheifele die wichtigsten Ereignisse im Geschäftsjahr 2005 und betonte, dass es ein für das Unternehmen „aufregendes und dynamisches Jahr“ war. HeidelbergCement hat den Umsatz deutlich um 12,6 % auf 7,8 Mrd EUR erhöht und in fast allen Märkten Absatzsteigerungen erzielt. Die Verbesserung des Jahresüberschusses auf 471 Mio EUR (2004: -333 Mio EUR) ist auf Wachstum und straffes Kostenmanagement zurückzuführen. Die Eigenkapitalbasis wurde durch zwei Kapitalerhöhungen um knapp 0,6 Mrd EUR gestärkt. Von zentraler Bedeutung war 2005 die Änderung der Aktionärsstruktur. Nach dem erfolgreichen Übernahmeangebot hält die Spohn Cement GmbH einschließlich gemeinsam handelnder Personen und deren Tochtergesellschaften knapp 78 % an HeidelbergCement.

Neuer Managementfokus

„Wir haben 2005 vieles angepackt und erfolgreich umgesetzt“, betonte Dr. Scheifele. HeidelbergCement hat im Frühjahr 2005 das auf drei Jahre angelegte Projekt „win“ gestartet, um Kostennnachteile gegenüber Wettbewerbern auszugleichen. Im Rahmen der Restrukturierungsmaßnahmen wurde die bisher extrem dezentrale Konzernorganisation durch einen integrierten Führungsansatz mit einheitlicher Organisation und flachen Hierarchien ersetzt. Von weit größerer Bedeutung für die zukünftige Entwicklung von HeidelbergCement ist die Einführung eines neuen Managementfokus. Um das strategische Ziel „langfristiges, ertragsorientiertes Wachstum“ zu erreichen, stehen Steigerung der Effizienz und das Erreichen der Kostenführerschaft im Mittelpunkt. Konsequentes Benchmarking, die Ausrichtung auf die Kunden und auf das operative Geschäft sind dafür unabdingbare Voraussetzungen. Die neue einheitliche Führungskultur wurde in Führungsleitlinien dokumentiert, die konzernweit umgesetzt werden.

Dr. Scheifele ging in seiner Rede auch auf die geografische Expansion des Konzerns ein. „Wir haben unser Geschäftsportfolio durch zielgerichtete Akquisitionen weiterentwickelt.“ Neben Investitionen in den USA, Dänemark und der Ukraine erweiterte HeidelbergCement seine geografische Präsenz vor allem in China und durch den Markteintritt in Kasachstan, Indien sowie neuerdings in Georgien.

Geschäftsjahr 2006

Zum Ausblick für das Jahr 2006 erläuterte er: „Das Jahr hat dynamisch begonnen. Alle Kennzahlen bewegen sich in eine positive Richtung.“ Der Konzernumsatz stieg im ersten Quartal um 29 % auf 1,7 Mrd EUR. Die kräftigen Ergebnis- und Effizienzsteigerungen resultieren auch aus den Einsparungen aus dem Projekt „win“. „Das erste Quartal 2006 bestätigt unsere Einschätzung für ein zweistelliges Umsatz- und Ergebniswachstum im ganzen Jahr. Wir müssen bei verbesserten Marktbedingungen unsere Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung intensiv nutzen. Wir wollen unsere Ertragskraft weiter stärken, da sie die Basis für künftiges Wachstum ist. HeidelbergCement hat noch viele Potenziale.“

Beschlüsse der Hauptversammlung

Zu den Vorschlägen, die den Aktionären zur Beschlussfassung vorgelegt wurden, gehörten unter anderem mehrere Kapitalmaßnahmen wie Kapitalerhöhungen gegen Geldeinlagen und gegen Sacheinlagen. Diese Maßnahmen sind notwendig, damit das Unternehmen flexibel auf sich ihm bietende Möglichkeiten zu weiterem strategischen Wachstum reagieren kann. „Wir rechnen mit diesen Möglichkeiten und sind entschlossen, sie zu nutzen, wenn sie langfristige Renditen versprechen“, so die Begründung von Dr. Scheifele.

Weitere Anträge betrafen den Aufsichtsrat. Zum einen wurde eine weitere Kürzung der Aufsichtsratsvergütung beschlossen, zum anderen die Verkleinerung des Aufsichtsrats ab Beginn der nächsten Amtsperiode – d.h. mit dem Ende der Hauptversammlung 2009 - von derzeit 16 auf 12 Mitglieder. Damit trägt der Aufsichtsrat seinen Teil zur nachhaltigen Kosteneinsparung bei.

Die Aktionäre haben ebenfalls beschlossen, auf eine individualisierte Angabe der Bezüge der einzelnen Vorstandmitglieder im Jahresabschluss der AG und des Konzerns zu verzichten.

Weitere Beschlüsse wurden im Zusammenhang mit den Gesetzesänderungen im Aktienrecht, dem so genannten UMAG (Gesetz zur Unternehmensintegrität und Modernisierung des Anfechtungsrechts), gefasst. Das UMAG hat unter anderem zum Ziel, Hauptversammlungen in einem überschaubaren Zeitraum unter Beachtung der Gleichbehandlung aller Aktionäre durchzuführen. „Wir haben bei HeidelbergCement noch nie Beschränkungen des Rede- und Fragerechts anordnen müssen. Dieser Beschluss ist eine reine Vorsorgemaßnahme“, erläuterte der Vorstandsvorsitzende den entsprechenden Tagesordnungspunkt. Vom Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 296 Mio EUR waren 84 % vertreten.

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Andreas Schaller

Konzernsprecher, Director Group Communication & Investor Relations
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