21. Februar 2007

HeidelbergCement – Überblick 2006

  • Umsatz auf 9,2 Mrd EUR gestiegen
  • Zweistelliger Absatzzuwachs in allen Geschäftsbereichen
  • Restrukturierungsprojekt „win“ führt zu deutlichen Effizienzsteigerungen
  • Jahresüberschuss bei über einer Milliarde Euro
  • Weitere Expansion in Wachstumsmärkten

Der Konjunkturaufschwung setzte sich in unseren wichtigsten Märkten im vierten Quartal fort. Das milde Winterwetter begünstigte zusätzlich eine anhaltend hohe Bautätigkeit. HeidelbergCement erhöhte seinen Absatz und Umsatz in allen Konzerngebieten. Der Zement- und Klinkerabsatz nahm 2006 insgesamt um 16,7 % auf rund 80 (i.V.: 68,3) Mio t zu. Besonders erfreulich haben sich das Konzerngebiet Europa-Zentralasien, aber auch China und die Türkei entwickelt. In Nordamerika wurde ausgehend von einem hohen Niveau nochmals eine leichte Zuwachsrate erzielt.

Der Transportbetonabsatz erhöhte sich konzernweit um 10,1 % auf 31,1 (i.V.: 28,2) Mio cbm; der Verkauf von Zuschlagstoffen erreichte mit 104,0 (i.V.: 91,5) Mio t ein Plus von 13,6 %.

Der Konzernumsatz nahm um 18,3 % auf 9.234 (i.V.: 7.803) Mio EUR zu. Die Hälfte des Anstiegs entfiel auf Europa-Zentralasien. Bereinigt um Konsolidierungseffekte liegt die Erhöhung bei 14,5 %; Währungseffekte spielten keine Rolle.

Das Effizienzsteigerungs-Projekt „win“, das bis Ende 2007 abgeschlossen wird, ist weit fortgeschritten. Knapp 80 % der Personalanpassungen sind bereits erfolgt. Das geplante Einsparvolumen von rund 50 Mio EUR jährlich wird erreicht werden. Die Zusammenführung wesentlicher Verwaltungsaufgaben in Shared Service Centern ist mit wenigen Ausnahmen im ganzen Konzerngebiet Europa-Zentralasien erfolgt. Mit unserem neu geschaffenen Konzerneinkauf erzielen wir Bündelungseffekte mit entsprechenden Margenverbesserungen.

Dank dieser konsequenten und intensiven Maßnahmen zur Restrukturierung und Leistungssteigerung haben sich der operative Cashflow und das operatives Ergebnis deutlich zweistellig erhöht. Mit einem Jahresüberschuss von über einer Milliarde Euro erreicht HeidelbergCement einen Rekord in seiner Unternehmensgeschichte.

Der vollständige Jahresabschluss von HeidelbergCement wird am 22. März 2007 veröffentlicht.

Wachstum in allen Konzerngebieten

In fast allen Ländern des Konzerngebiets Europa-Zentralasien stiegen Absatz, Umsatz und Ergebnisse gegenüber dem Vorjahr deutlich. Die höchsten Zuwächse verzeichneten wir in Osteuropa; in mehreren Ländern erreichten unsere Produktionsstätten die Auslastungsgrenze.

Der Umsatz stieg um 22,7 % auf 4.230 (i.V.: 3.446) Mio EUR; der Zement- und Klinkerabsatz erhöhte sich um 20,0 % auf 39,8 (i.V.: 33,2) Mio t. Zu dieser Steigerung trugen auch unsere Neukonsolidierungen in Kasachstan, der Ukraine und Dänemark bei. In Deutschland, wo die Bautätigkeit nach mehr als zehn Jahren Rückgang endlich die Trendwende erreicht hat, erzielten unsere Werke mit 8,5 Mio t ein Absatzplus von 11,4 %. Die Baukonjunktur beflügelte auch das Transportbeton- und Zuschlagstoffgeschäft; in beiden Sparten erzielten wir in den meisten Ländern hohe Zuwachsraten. Die bisher hauptsächlich auf Europa beschränkten Aktivitäten werden wir im Rahmen der Strategie der vertikalen Integration auch stärker auf Russland und die Länder Zentralasiens ausdehnen.

Die Immobilienmärkte haben sich in den USA in der zweiten Jahreshälfte abgeschwächt. Dennoch erzielten unsere Werke in Nordamerika eine weitere Absatzverbesserung um 1,8 % auf 15,0 (i.V.: 14,7) Mio t Zement und Klinker – das höchste jemals erreichte Absatzvolumen. Der Umsatz erhöhte sich um 14,2 % auf 2.447 (i.V.: 2.142) Mio EUR. Der Transportbetonabsatz nahm ebenfalls erheblich zu; die Zuschlagstofflieferungen waren hingegen leicht rückläufig. Erfolgreiche Preiserhöhungen und konsequente Kostenanpassungen ließen die Ergebnisse in Nordamerika deutlich steigen.

Im zusammengefassten Konzerngebiet Asien-Afrika-Mittelmeerraum erhöhte sich der Umsatz um 23,2 % auf 1.302 (i.V.: 1.057) Mio EUR. Zu den beträchtlichen Ergebnisverbesserungen trugen neben der wachsenden Zementnachfrage auch Kostensenkungsprogramme bei. In Asien führten die boomenden Bauaktivitäten sowie auch Neukonsolidierungen in China und Indien zu einem deutlichen Anstieg unseres Zement- und Klinkerabsatzes. Auch die Türkei verzeichnete einen beachtlichen Absatzzuwachs. In Afrika lagen unsere Liefermengen leicht über dem Vorjahr. Insgesamt nahm der Zement- und Klinkerabsatz des Konzerngebiets Asien-Afrika-Mittelmeerraum um knapp 22 % auf 24,9 (i.V.: 20,5) Mio t zu.

Die Märkte von maxit Group haben sich fast ausnahmslos positiv entwickelt, so dass der Absatz erheblich gesteigert werden konnte. Das höchste Wachstum erreichte das Unternehmen in Nordeuropa. Auch in Deutschland, dem größten Markt, werden nach umfangreichen Reorganisationsmaßnahmen wieder schwarze Zahlen geschrieben. In den Wachstumsländern Russland und China gelang der Durchbruch mit ersten wichtigen Großaufträgen. Der Umsatz stieg im Jahr 2006 um 10,6 % auf 1.237 (i.V.: 1.118) Mio EUR.

Der Umsatz im Bereich Konzernservice, der den Handel mit Zement und Klinker sowie fossilen Brennstoffen umfasst, verbesserte sich um 11,1 % auf 642 (i.V.: 578)Mio EUR. Das Zement- und Klinkerhandelsvolumen wuchs um 7,0 % auf 12,4 (i.V.: 11,6) Mio t.

Expansionsstrategie fortgesetzt

HeidelbergCement hat auch im vierten Quartal 2006 seine Expansion in Zukunftsmärkte fortgesetzt. Mit dem Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung von 80 % an Liaoning Gongyuan Cement dehnten wir unsere Aktivitäten in China auf den Nordosten des Landes aus. Damit sind wir in China in drei wichtigen regionalen Märkten mit einer Produktionskapazität von über 10 Mio t vertreten. In der Kaukasus-Region haben wir unsere Marktposition durch eine Beteiligung von 75 % an Saqcementi, dem größten Zementhersteller Georgiens, weiter ausgebaut. Darüber hinaus planen wir den Bau eines neuen Zementwerks im Westen Kasachstans mit einer Kapazität von 2 Mio t. Das Werk wird die öl- und gasreiche Region am Kaspischen Meer sowie die angrenzenden Märkte in Usbekistan, Turkmenistan und Aserbaidschan beliefern.

Ausblick 2007

Die allgemeinen Rahmenbedingungen sind im Jahr 2007 weiterhin positiv. Für die globale Wirtschaftsleistung wird ein Zuwachs von knapp 5 % prognostiziert. Die Entspannung bei den Energiepreisen trägt zu der insgesamt optimistischen Einschätzung bei. In Europa geht das Wirtschaftswachstum zunehmend mit einer Verbesserung der Beschäftigungssituation einher. In Deutschland verstärken sich die Anzeichen, dass der Aufschwung sich trotz der Mehrwertsteuererhöhung fortsetzt. In den USA wird aufgrund der Schwäche der Immobilienmärkte mit einer geringeren Expansion der Wirtschaftsleistung gerechnet. Für die asiatischen Schwellenländer ist erneut von überdurchschnittlichen Wachstumsraten auszugehen. Risiken aus globalen Ungleichgewichten, der Dollarkursentwicklung und der anhaltenden Volatilität der Ölpreise sind weiterhin zu berücksichtigen.

HeidelbergCement will auf der Basis verbesserter Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit seinen Wachstumskurs auch 2007 fortsetzen. Für das laufende Jahr gehen wir daher von einer weiteren spürbaren Verbesserung von Umsatz und Ergebnis aus.


Umsatz nach Konzerngebieten und Geschäftsbereichen

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Andreas Schaller

Konzernsprecher, Director Group Communication & Investor Relations
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