17. März 2008

HeidelbergCement – erfolgreiches Ausnahmejahr 2007

  • Strategische Neuausrichtung mit Hanson-Übernahme
  • Produkt- und geographische Diversifikation erweitert
  • Starkes Wachstum organisch und konsolidierungsbedingt
    • Konzernumsatz knapp 11 Mrd EUR (like-for-like +11%)
    • Operatives Ergebnis 1,8 Mrd EUR (like-for-like +27%)
    • Anteil der Gruppe über 2 Mrd EUR (like-for-like +52%)
  • Konsequente und schnelle Integration von Hanson schafft Voraussetzung für Realisierung hoher Synergieziele von 400 Mio EUR ab 2010

Rekordzahlen durch Wachstum und Integration

Die Akquisition des Baustoffherstellers Hanson und die damit einhergehenden Veränderungen prägten maßgeblich die Entwicklung von HeidelbergCement im Jahr 2007. Der Konzernumsatz stieg um 35,8 % auf 10.862 (i.V.: 7.997) Mio EUR. Hierzu haben insbesondere die erstmalige Konsolidierung von Hanson ab dem 24. August 2007, aber auch das starke organische Wachstum in den Ländern Osteuropas und Zentralasiens sowie in Norwegen, Afrika, Asien und der Türkei beigetragen.

Die Ertragslage wurde außerdem durch Einmaleffekte aus der Veräußerung der Beteiligungen an Vicat S.A. und Florida Rock Industries Inc. beeinflusst. Das operative Ergebnis erhöhte sich um 35,8 % auf 1.805 (i.V.: 1.329) Mio EUR. Das Ergebnis nach Steuern aus fortzuführendem Geschäft, d.h. ohne maxit Group, verbesserte sich auf 1.974 (i.V.: 916) Mio EUR. Die sich hieraus ergebende Umsatzrendite beläuft sich auf 18,2 % (i.V.: 11,5%). Der Anteil der Gruppe am Jahresüberschuss stieg auf 2.022 (i.V.: 951) Mio EUR. Das Ergebnis je Aktie hat sich mit 17,11 (i.V.: 8,22) mehr als verdoppelt.
Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 8. Mai 2008 die Ausschüttung einer Dividende von 1,30 EUR je HeidelbergCement Aktie vorschlagen.

„Wir haben aus HeidelbergCement einen global aufgestellten Baustoffkonzern mit weltweit führenden Marktpositionen in den Kerngeschäften Zement und Zuschlagstoffe sowie im nachgelagerten Transportbeton geformt“, erklärt der Vorstandsvorsitzende Dr. Bernd Scheifele.

Geographische Expansion und Erweiterung der Produktpalette in allen Konzerngebieten

Der Zement- und Klinkerabsatz nahm um 10,3 % auf knapp 88 (i.V.:80) Mio t zu. Die Zuschlagstofflieferungen haben sich mit 180 (i.V.: 86) Mio t mehr als verdoppelt. Der Transportbetonabsatz ist insgesamt um 31,4 % auf rund 33 (i.V.: 25) Mio cbm gestiegen.

Durch die Einbeziehung der Hanson-Aktivitäten wurde das Konzerngebiet Europa-Zentralasien um Israel und Spanien erweitert; außerdem hat Großbritannien erheblich an Bedeutung gewonnen. In den meisten Ländern des Konzerngebiets war die Bauwirtschaft Wachstumstreiber. Der Umsatz erhöhte sich um 35,5 % auf 5.732 (i.V.: 4.230) Mio EUR; hierzu trug Hanson 878 Mio EUR bei. Operativ belief sich der Anstieg auf 11,9 %.

In Nordamerika gehört HeidelbergCement durch den Erwerb von Hanson zu den führenden Herstellern von Zuschlagstoffen, Transportbeton, Zement, Asphalt und Bauprodukten. Im letzten Jahr ist in den USA die Bautätigkeit aufgrund der Krise auf dem Immobilien- und Hypothekenmarkt deutlich zurückgegangen. Der Umsatz erhöhte sich um 31,0 % auf 3.205 (i.V.: 2.447) Mio EUR. Auf Hanson entfiel ein Umsatzbeitrag von 893 Mio EUR. Ohne Konsolidierungs- und Währungseffekte konnte bei stabiler Ergebnisqualität der Rekordumsatz des Vorjahres nochmals um 3,1% gesteigert werden.

Das Konzerngebiet Asien-Australien-Afrika-Mittelmeer schließt nach der Übernahme von Hanson neben Australien auch Malaysia und Singapur ein. HeidelbergCement profitiert in nahezu allen Märkten von einer regen Bautätigkeit. Insgesamt ereichte der Umsatz im Jahr 2007 mit 1.909 (i.V.: 1.302) Mio EUR ein Plus von 46,6 %. Hanson trug mit 370 Mio EUR zu diesem Zuwachs bei. Ohne die Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Währungseffekten belief sich der Anstieg auf 16,9 %.

Der Umsatz im Bereich Konzernservice, zu dem die Handelsgesellschaften HC Trading und HC Fuels gehören, verbesserte sich 2007 um 5,9 % auf 680 (i.V.: 642) Mio EUR.

Investitionen

Die zahlungswirksamen Investitionen bei fortzuführenden Geschäftsbereichen beliefen sich 2007 auf 12.774 (i.V.: 821) Mio EUR. Auf Sachanlageinvestitionen (einschließlich der immateriellen Vermögenswerte) entfielen 1.039 (i.V.: 506) Mio EUR. Die Finanzanlageinvestitionen stiegen aufgrund der Übernahme von Hanson auf 11.735 (i.V.: 315) Mio EUR.

Größere Investitionen in Sachanlagen betrafen die Modernisierung des ungarischen Zementwerks Beremend, die Kapazitätserweiterung des Werks Wazo Hill in Tansania, den Neubau des chinesischen Zementwerks Jingyang in der Provinz Shaanxi, den Kauf des Zementwerks Ladik in der Türkei und die Errichtung einer zweiten Produktionslinie im türkischen Werk Çanakkale. Weitere bedeutende Investitionen flossen in die Inbetriebnahme eines Zementimportterminals an der US-Westküste in der Nähe von Seattle, die Installation moderner Anlagen an Zuschlagstoffstandorten in der kanadischen Provinz Manitoba, den Bau von Kohlenmühlen in Georgien, die Errichtung einer zweiten Produktionslinie in den chinesischen Zementwerken Fufeng und Jingyang sowie die Installation von Anlagen für den Einsatz von Sekundärbrennstoffen in Polen.

Nachhaltige Entwicklung

Nachhaltige Entwicklung ist in der Unternehmensstrategie fest verankert. Das gilt auch für den durch Hanson vergrößerten Konzern. Zunehmende Bedeutung hat der sorgsame Umgang mit Rohstofflagerstätten zur Bewahrung der Artenvielfalt gewonnen. Durch konsequente Maßnahmen beim Rohstoffabbau und der Renaturierung von Steinbrüchen will HeidelbergCement seine Chancen nutzen, der weltweit abnehmenden Artenvielfalt entgegenzuwirken.

Die Reduzierung des Ressourcenverbrauchs und Erhöhung der Ressourceneffizienz sind die Grundlagen nachhaltigen Wirtschaftens. Das Unternehmen hat daher den Einsatz von Sekundärstoffen weiter intensiviert. 2007 wurde eine Sekundärbrennstoffquote von 17 % erreicht. Ein weiteres zentrales Thema ist der Klimaschutz. HeidelbergCement hat sich verpflichtet, bis 2010 die spezifischen Netto-CO2-Emissionen um 15 % gegenüber 1990 zu reduzieren. Die Fortschritte des Jahres 2007 zeigen, dass das Unternehmen auf einem guten Weg ist, dieses Ziel zu erreichen.

Ausblick: Weiterer Anstieg bei Umsatz und Ergebnis

Im Jahr 2008 werden unverändert starke Beiträge der Märkte in Europa-Zentralasien sowie der Schwellenländer - insbesondere in Asien – des Konzerngebiets Asien-Australien-Afrika-Mittelmeer erwartet. In Nordamerika ist der US-Wohnungsbau weiterhin rückläufig; Infrastrukturmaßnahmen gleichen diesen Rückgang teilweise aus.

Die wesentlichen Schritte zur Integration von Hanson werden bis Mitte 2008 abgeschlossen. Die konsequente Nutzung von Synergiepotenzialen aus der Zusammenführung mit Hanson wird zu einem spürbaren Ergebniswachstum beitragen. Insgesamt ist HeidelbergCement für das Jahr 2008 zuversichtlich. Das ist sowohl auf die verbesserte geografische Diversifikation als auch auf die Verbreiterung von Rohstoffbasis und Produktportfolio zurückzuführen.

„Vor diesem Hintergrund wollen wir 2008 den Umsatz und das Ergebnis nochmals deutlich steigern und in eine neue Dimension vordringen“, erklärt Dr. Scheifele.

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Andreas Schaller

Konzernsprecher, Director Group Communication & Investor Relations
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HeidelbergCement AG
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