14. Dezember 2012

Die Gewinner des internationalen Quarry Life Award stehen fest

HeidelbergCement ehrt innovative Projekte zur Förderung der Artenvielfalt

Am 13. Dezember 2012 wurden die Preisträger des internationalen Quarry Life Award in Heidelberg ausgezeichnet. Darüber hinaus sprach die weltbekannte Primatenforscherin, UN-Friedensbotschafterin und Umweltaktivistin Jane Goodall, Dame of the British Empire, über die aktuellen Bedrohungen für den Planeten und ihre trotzdem bestehenden Gründe zur Hoffnung.

HeidelbergCement hat mit dem Quarry Life Award erstmals einen internationalen Wettbewerb ins Leben gerufen, dessen Ziel es ist, neue Ideen zur Förderung von Arten-vielfalt in Abbaustätten zu erforschen. Insgesamt wurden über 300 Projektideen aus 18 Ländern zum diesjährigen Wettbewerb eingereicht. Nach der praktischen Forschungsphase der 80 besten Projekte standen im Herbst 2012 die drei Gewinner je Land sowie die drei globalen Gewinner fest. Ausgelobt waren nationale Preise in Höhe von 1.500 Euro, 3.000 Euro und 5.000 Euro sowie internationale Preise in Höhe von 10.000 Euro, 20.000 Euro und 30.000 Euro.

Die Preisträger des internationalen Quarry Life Award

Sieger des internationalen Quarry Life Award wurde das Team aus der Tschechischen Republik bestehend aus Klára Řehounková, Lenka Schmidtmayerová, Kamila Lencová von der Südböhmischen Universität Budweis und Jiří Řehounek von der Naturschutzorganisation Calla. Sie kartierten unterschiedliche Lebensräume in einer Sandgrube nahe der Stadt Třeboň und erfassten dabei die Artenvielfalt zahlreicher Organismengruppen. Die Ergebnisse zeigten, dass durch eine ungestörte natürliche Entwicklung von Freiflächen im Uferbereich eine deutlich höhere Artenvielfalt erreicht werden kann als durch Wiederaufforstung.

Der 2. Preis ging an das Team um Paul K. Nsiah aus Ghana. Mit einem Versuchsaufbau im Steinbruch Yongwa in Ghana konnte nachgewiesen werden, dass die durch Starkregen auftretende Oberbodenerosion mit einem Netzgeflecht aus Elefantengras stark eingeschränkt werden kann. Da dieses Gras überall als Baumaterial vorhanden ist, können die Menschen im Umland der Abbaustätten die Erosionsschutzmatten selbst herstellen und dadurch Einkommen generieren.

Den 3. Preis gewannen Philip Wheeler, Sue Hull, William Mayes und Caroline Pindar aus Großbritannien. Das Team untersuchte die Artenzusammensetzung der Watvögel im Wykeham Kiesabbau in England. Im Zentrum stand dabei die Frage, wie das Auftreten der Arten mit der Zusammensetzung der Sandablagerungen in Flachwasserzonen zusammenhängt. Da Baggerseen wichtige Trittsteinbiotope für den Vogelzug sind, können die aus dem Projekt abgeleiteten Lebensraumverbesserungen deren Bedeutung als Nahrungshabitate für rastende Zugvögel enorm steigern.

„Der erste Quarry Life Award war ein voller Erfolg“, sagte Dr. Bernd Scheifele, Vorstandsvorsitzender von HeidelbergCement, anlässlich der Preisverleihung. „Wir sind stolz auf die Zustimmung und Begeisterung, die wir in allen Ländern von den Teilnehmern, beteiligten Naturschutzorganisationen und unseren Mitarbeitern erfahren haben. Durch den Quarry Life Award und die nun vorliegenden Projektergebnisse wollen wir dazu beitragen, das Wissen über den biologischen Wert von Abbaustätten über die Ländergrenzen hinweg nachhaltig zu steigern. Deshalb werden wir den Quarry Life Award auch in Zukunft ausloben.“

Mit der Gastrednerin Jane Goodall verbindet das Unternehmen eine bereits zweijährige Zusammenarbeit in Tansania. Gemeinsam will man dort das Bewusstsein für nachhaltige Landnutzung und Forstwirtschaft fördern und darüber hinaus Arbeit und Wohlstand schaffen. Mit den lokalen Vertretern des Jane Goodall Institutes und ansässigen Schulen wurde ein Bildungsprojekt im Umland des Zementwerks in Daressalam ins Leben gerufen. Die Schüler erlernen in der Baumschule auf dem ehemaligen Steinbruchgelände die Grundlagen des Natur- und Artenschutzes und geben dieses Wissen an ihre Mitschüler weiter.


Über HeidelbergCement

HeidelbergCement ist als Weltmarktführer im Zuschlagstoffbereich und mit führenden Positionen im Zement, Beton und weiteren nachgelagerten Aktivitäten einer der größten Baustoffhersteller weltweit. Das Unternehmen beschäftigt rund 52.500 Mitarbeiter an 2.500 Standorten in mehr als 40 Ländern.

HeidelbergCement war das erste Unternehmen der Branche, dass eine Richtlinie für das Biodiversitätsmanagement in seinen Abbaustätten implementiert hat, in der alle Formen der Folgenutzung darauf ausgerichtet sind, die Biodiversität zu schützen oder sogar zu fördern. Die HeidelbergCement Biodiversitätsrichtlinie ist heute verpflichtend für alle Standorte in Europa. Eine adaptierte Version dient als Handbuch für die Standorte in Asien und Afrika.

Bis 2020, will HeidelbergCement in mindestens 50% aller Abbaustätten in oder in der Nähe von Gebieten mit anerkannt hoher biologischer Vielfalt Biodiversitätsmanagementpläne einführen. Bis Ende 2011 wurden an 115 europäischen Standorten solche Pläne eingeführt.

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Andreas Schaller

Konzernsprecher, Director Group Communication & Investor Relations
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