„Wir vertrauen einander“

Tímea Holicza (31) begann ihre Karriere bei HeidelbergCements ungarischen Joint Venture Duna-Dráva Cement Kft. (DDC) im April 2010 als Trainee. Sie arbeitet jetzt als Controllerin in Vác.

István Lenhardt (61) begann seine Tätigkeit im ungarischen DDC-Zementwerk Beremend kurz nach seinem Abschluss als Mechaniker. Während seiner langen Berufstätigkeit im Unternehmen arbeitete er in verschiedenen Bereichen. Heute arbeitet er als HR-Koordinator.

Gyula Zsobrák (61) war gerade einmal 15 Jahre alt, als er begann für das Unternehmen zu arbeiten. Das war 1970. Seit 1985 arbeitet er im zentralen Leitstand.

Mitarbeiter aus Ungarn.

Wie begann Ihre Karriere bei Duna-Dráva Cement Kft.? Erinnern Sie sich an Ihre ersten Tage im Unternehmen?

Tímea:
Ich hatte schon als Kind Kontakt zum Unternehmen, da meine Eltern hier sehr lange gearbeitet haben. Sie haben mich immer zu Veranstaltungen von Duna-Dráva Cement mitgenommen. Als ich im April 2010 meine Arbeit als Trainee im Vertrieb begann, fiel es mir daher sehr leicht, das Unternehmen kennenzulernen. Jeder war freundlich und hilfsbereit zu mir. Ich bekam eine Einführung in den Vertriebsprozess und die Vertriebsmitarbeiter haben mir aus erster Hand ihr Wissen über den Zementmarkt weitergegeben. Ich erhielt eine Werksbesichtigung und den Ausblick vom Wärmetauscher werde ich nie vergessen: Er war überraschend schön.

István:
Da ich den praktischen Teil meiner Ausbildung hier absolviert habe, war mir bereits alles recht gut bekannt, als ich hier zu arbeiten begonnen habe. Die ersten Tage waren genauso wie die davor.

Gyula:
Am 12. August 1970, ich war gerade 15 Jahre alt, habe ich meine Arbeit im Unternehmen begonnen. Es hieß damals Vác-Werk von Cement és Mészművek. Die ersten Tage waren sehr aufregend, voller neuer Eindrücke und Erfahrungen.

Mitarbeiter aus Ungarn.

Was hat sich seitdem im Unternehmen verändert?

Gyula:
Oh, es hat viele Veränderungen gegeben – auch einige sehr große. Wir haben immer wieder neue Dinge gelernt und der Lernprozess hält an. In den letzten Jahren haben wir mit unseren deutschen und internationalen Kollegen eine starke Gemeinschaft gebildet.

Tímea:
Es gab verschiedene Veränderungen während dieser Zeit, auf die wir stolz sein können. Unter den ungarischen Zementproduzenten war DDC das erste Unternehmen, das 2013 eine Online-Zementbestellplattform angeboten hat. Mit der erfolgreichen Integration der DDC-Tochterunternehmen haben wir heute neben Zement zwei weitere Geschäftsbereiche – Beton und Zuschlagstoffe. Im Herbst 2014 wurden sieben unserer Produkte als ungarische Handelsmarke registriert. Vier bestanden das nationale Produkt-Zertifizierungsverfahren.

István:
Der Unternehmensname hat sich mehrfach geändert: Als ich hier anfing, hießen wir Beremend-Werk von CEMÜ. Nach der Privatisierung wurden wir zu BCM Rt. – und heute sind wir Duna-Dráva Cement Kft.

Mitarbeiter aus Ungarn.

Wie haben sich Ihre Tätigkeiten geändert, seit Sie bei Duna-Dráva Cement Kft. arbeiten?

István:
Ich habe hier als Mechaniker angefangen. Dann wurde ich ein Norm-Technologe. Als das neue Kalksteinwerk eröffnet wurde, arbeitete ich im Leitstand und später als Vorarbeiter. 1984 wechselte ich in die Personalabteilung und wurde dort schon bald zum Teamleiter in der HR/Lohnabrechnung befördert. Seit 2007 bin ich HR-Koordinator.

Tímea:
Ich habe als Trainee im Vertrieb angefangen und war vom Oktober 2010 bis April 2012 Assistentin des Vertriebsleiters. Während dieser Zeit habe ich viel über den Vertrieb gelernt und auch mein MA-Studium in Pécs beendet. Seit März 2013 arbeite ich im Controlling. Neben der Unterstützung des Vertriebs habe ich neue Aufgaben, wie z.B. die Beschaffung logistischer Daten, die Preisgestaltung interner Produktverkäufe und die damit zusammenhängende Planung.

Gyula:
Ich habe im Unternehmen verschiedene Funktionen bekleidet. Zuerst habe ich am Förderband gearbeitet, dann war ich im Labor tätig und anschließend habe ich am Ofen gearbeitet. Mein größter Erfolg war mein Schulabschluss. Der war die Voraussetzung, um im Leitstand arbeiten zu dürfen. 1985 habe ich ihn nachgeholt und arbeite seitdem im zentralen Leitstand. Und ich liebe noch heute. Natürlich lerne ich noch immer, nehme an Kursen teil und absolviere neue Trainings – berufliche Weiterbildung ist ein Muss. Ich habe fast ein halbes Jahrhundert in diesem Unternehmen verbracht, viele neue Dinge gelernt und Erfahrungen gesammelt. Bei jedem Jobwechsel gab es neue Herausforderungen – sowohl berufliche als auch persönliche. Im Leitstand trage ich viel Verantwortung, was mir sehr gut gefällt. Und ich komme sehr gut mit meinen Kollegen klar.

Mitarbeiter aus Ungarn.

Was mögen Sie an Ihrer Arbeit bei Duna-Dráva Cement Kft.?

István:
Es ist ein verlässliches und berechenbares Unternehmen. Die ständige technologische Weiterentwicklung ermutigt die Mitarbeiter, ihr Wissen zu verbessern. Meine persönliche Motivation schließt mit ein, dass auch meine Eltern und Großeltern hier gearbeitet haben.

Gyula:
Während der letzten Jahrzehnte sind wir mit unseren Kollegen zu einer großen Gemeinschaft zusammengewachsen. In den 46 Jahren hier habe ich mich immer vom Unternehmen gebraucht gefühlt (und anders herum auch). Wir vertrauen einander und das ist ein gutes Gefühl. Mitarbeiter werden geschätzt – sowohl finanziell als auch persönlich.

Tímea:
Duna-Dráva Cement ist ein stabiles Unternehmen mit einer langen Geschichte. Es gibt Herausforderungen und interessante Aufgaben. Gleichzeitig sind die Menschen hier wie eine große Familie. Wegen der Herausforderungen und der verschiedenen Aufgaben in meinem Job arbeite ich sehr gern hier. Wichtig ist für mich auch, dass mein Chef mein Universitätsstudium befürwortet und unterstützt hat und dass meine Kollegen offen für neue Ideen sind.

Mitarbeiter aus Ungarn.

Herr Lenhardt, was empfehlen Sie aus HR-Perspektive Mitarbeitern, die gerade im Unternehmen angefangen haben?

István:
Mein Rat: Seien Sie engagiert und loyal bei Ihrer Arbeit.

(Das Interview wurde im Februar 2017 geführt.)