„Respekt vor den Menschen und ihrem Wissen“

Wei Cai, 30, kommt aus China und ist seit Mai 2013 im globalen Heidelberg Technology Center (HTC) technischer Trainee im Bereich Entwicklung & Anwendung. Die ersten zwei Monate hat er in Leimen verbracht und anschließend mehrere Stationen im Ausland durchlaufen, um Erfahrungen zu sammeln. Vor Beginn des Trainee-Programms hat Herr Cai Materialwissenschaften mit dem Schwerpunkt Baustoffe in Finnland und der Schweiz studiert.

Eckart Wagner, 50, studierte technische Mineralogie (Materialwissenschaften) und arbeitet seit 22 Jahren bei HeidelbergCement. Seine Karriere begann 1992 in Leimen im Bereich Forschung, Entwicklung & Beratung (FEB). 1998 wechselte er zu Heidelberger CalciumAluminate und kam schließlich 2007 in das Team Research & Development im Global HTC. Heute leitet er dort die Abteilung Entwicklung & Anwendung. Herr Cai ist sein jüngstes Teammitglied.

Mitarbeiter HTC 04

Was ist Ihnen im Leben wichtig?

Wagner:
Meine Familie und meine Arbeit sind mir sehr wichtig. Ich wollte schon immer als Materialwissenschaftler arbeiten und bin sehr froh darüber, neue Produkte entwickeln zu können, insbesondere seit ich 2007 zum Research & Development Team gekommen bin.

Cai:
Das gilt auch für mich. Ich entdecke leidenschaftlich gern neue Dinge, denke über neue Ideen nach und wende neue Technologien und Methoden an. Ich glaube, nachdem was ich bisher gesehen habe, dass hier der richtige Ort für mich ist, um meine Ziele zu erreichen und meiner Leidenschaft  nachzugehen. Und das meine ich nicht nur in Bezug auf das, was ich schon alles seit meinem Einstieg bei HeidelbergCement gelernt habe; es ist auch die Art und Weise, wie sich die Leute hier austauschen, wie wir alle zusammen arbeiten und voneinander lernen.

Wagner:
Der starke Teamgeist ist auch für mich einer der besten Gründe hier zu arbeiten. Manchmal fühle ich mich fast wie in einer Familie. Die meisten Kollegen, die lange für HeidelbergCement gearbeitet haben, sind stolz „Heidelberger“ zu sein.

Ich möchte noch ergänzen, dass für mich Fairness, Respekt und Verantwortung sehr wichtige Werte sind. Unser Unternehmen übernimmt von Grund auf Verantwortung für die Mitarbeiter – durch die Gewährleistung einer sicheren Arbeitsumgebung. Das Thema Sicherheit steht schon seit vielen Jahren auf der Tagesordnung und hat heute höchste Priorität. Ich kann nicht genug betonen, dass unsichere Verfahren im Unternehmen nicht akzeptiert sind.

Mitarbeiter HTC 03

Warum haben Sie sich für HeidelbergCement entschieden? 

Cai:
Ausschlaggebend für mich waren das Traineeprogramm und die besondere Unterstützung für junge Mitarbeiter. Ich war auch fasziniert von der Tatsache, dass Trainees direkt in das reale Geschäftsleben des Unternehmens einbezogen werden. HeidelbergCement bestärkt uns darin, zu wachsen und Erfahrungen zu sammeln. Zumindest habe ich es bisher so erlebt.

Hier zu arbeiten gibt mir das Gefühl, dass ich vieles erreichen kann und ich hoffe, dass ich zu etwas beitragen kann. Um Wachstum zu erreichen, das durch einzigartige Produkte und Dienstleistungen, Innovationen und Effizienz angetrieben wird, ist mehr als nur eine Abteilung oder das HTC notwendig. Wir müssen alle am gleichen Strang ziehen und unser Wissen teilen, um so erfolgreiche Unternehmensgeschichte zu schreiben.

Wagner:
Und das ist tatsächlich eine der Aufgaben des HTC. Wir suchen bewusst nach Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund, die über einen längeren Zeitraum viel Erfahrung gesammelt haben. Wir bringen sie an einem Ort zusammen und bündeln ihr Wissen, um es dann im ganzen Unternehmen zu verbreiten. Neu für das HTC ist die in den letzten Jahren vollzogene Internationalisierung der Wissensbasis. Heute sind mehr als 20 Nationalitäten in der Zentrale des Global HTC vertreten. Kernziel unserer Arbeit ist, dieses Wissen im Unternehmen zu bewahren und voll auszuschöpfen. Für mich ist es eine großartige Gelegenheit, unter solchen Umständen zu arbeiten – eine Gelegenheit, die man nicht allzu oft im Leben bekommt.

Cai:
Das stimmt! Für HeidelbergCement zu arbeiten, sehe ich als große Chance. Wenn ich morgens aufstehe, freue ich mich, zur Arbeit zu gehen. Die Dinge an denen ich arbeite, sind spannend – und machen Spaß!

Wagner:
Und ich muss sagen, dass ich mich in den 22 Jahren, die ich für HeidelbergCement gearbeitet habe, nicht an einen einzigen langweiligen Tag erinnern kann. Wann immer etwas drohte, zur Routine zu werden, kam auch schon die nächste Herausforderung. Manchmal war es ein bisschen stressig und anspruchsvoll, aber genau das ist das Interessante.

Mitarbeiter HTC 01

Herr Wagner, Sie arbeiten seit 1992 für HeidelbergCement. Das muss eine spannende Zeit für das Unternehmen und seine Mitarbeiter gewesen sein.

Wagner:
Definitiv. Der politische Wandel Anfang der 1990er Jahre in Osteuropa bot zahlreiche Chancen. HeidelbergCement hat ohne zu zögern die Initiative ergriffen, in die Baustoffindustrie dieser Region zu investieren. Das war nicht immer ein einfacher Prozess, weil die angewandten Methoden und technologischen Möglichkeiten sehr verschieden waren. Wir konnten nicht einfach den Standard der westlichen Länder kopieren und sagen: „OK, das ist jetzt der neue Standard.“ Es waren ganz einfach keine geeigneten Maschinen da. Wir mussten Schritt für Schritt die Qualität und Quantität verbessern und viel investieren.

Aber noch entscheidender ist für mich die Art und Weise, mit der HeidelbergCement diesen Wandel durchgeführt hat – nämlich mit Respekt vor den Menschen und ihrem Wissen. Wir haben unsere neuen Kollegen und Kunden nicht arrogant, sondern wie Partner behandelt. Und das hat sich sofort augezahlt: Unsere Partnerschaften basierten auf tiefem Respekt und manchmal wurden wir auch als Freunde anerkannt. Das war wirklich eine großartige Zeit, eine richtige Pionierzeit.

Herr Wagner, haben Sie für Herrn Cai, der seine Karriere bei HeidelbergCement gerade erst beginnt, einen Rat?

Wagner:
Genießen Sie Ihre Arbeit und haben Sie Spaß dabei! Um in Forschung und Entwicklung zu arbeiten, muss man mit Leidenschaft neue Materialien und Produkte entwickeln. Den Kick, den man bei der Entwicklung eines neuen Produkts bekommt, kann man nicht mit Geld aufwiegen.

Mitarbeiter HTC 02

Was wünschen Sie HeidelbergCement zum 140-jährigen Jubiläum?

Cai:
Ich wünsche dem Unternehmen beständiges Wachstum und Erfolg. Meine Hoffnung ist, dass HeidelbergCement nicht irgendwann als alter Standard in der Unternehmenslandschaft, sondern immer als innovativer und umwelttechnisch führender Spitzenreiter angesehen wird.Wagner:
Ich wünsche HeidelbergCement weiteres internationales Wachstum und dass es der weltweite Top-Lieferant für neue Materialien und technologische Lösungen wird. Gleichzeitig hoffe ich, dass sich das Unternehmen seinen familiären Geist bewahrt.

(Das Interview wurde 2013 geführt.)

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