„Hier spielen wir mit offenen Karten“

Tim Barth, 20, begann seine Ausbildung zum Mechatroniker im September 2009 und schloss diese mit der Gesellenprüfung am 31. Januar 2013 ab. Bis Juli 2013 war er im Werk Leimen als Elektriker angestellt. Danach begann er ein duales Studium im Bereich Elektrotechnik.

Wolfgang Bender, 51, arbeitet seit Januar 1986 im Werk Leimen. Eingestellt wurde er als Leiter der Elektro-Ausbildung. Seit 2002 ist er für die komplette Ausbildung im Werk verantwortlich.

Warum haben Sie sich für HeidelbergCement als Arbeitgeber entschieden?

Barth:
Als Leimener kenne ich das Zementwerk schon seit meiner Kindheit. Als ich von der Ausbildung zum Mechatroniker erfahren habe, fand ich das sofort spannend. Und eine Ausbildung direkt vor der Haustür, mit der Möglichkeit meine Fachhochschulreife parallel zu machen, hat mir gefallen.

Bender:
Ich habe mich schon immer viel mit Elektronik beschäftigt. Das ist mein Hobby. Ich stamme aus Walldorf und habe mich anfangs für die dort ansässigen Unternehmen interessiert. Bis ich dann die Stellenausschreibung bei HeidelbergCement gesehen habe: Elektro-Ausbilder im Werk Leimen. Das war eine Herausforderung und mein Traumberuf!

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Warum genau war es Ihr Traumberuf?

Bender:
Ich interessiere mich für Technik und Wissenschaft. Das wollte ich immer schon beruflich machen, was ich auch geschafft habe. Mit den Jahrzehnten an Erfahrung habe ich aber auch gemerkt, dass mir das Arbeiten mit jungen Menschen sehr viel Spaß macht. Mein Beruf bereitet mir also sehr viel Freude, auch weil ich viel Gestaltungsfreiraum habe.

Barth:
Bei mir ist das ähnlich. Ich interessiere mich für Technik und konnte in der Ausbildung viel Fachwissen anwenden. Hier ist jeder Tag anders, es gibt kaum Routine. Wir schauen uns die „Baustelle“ an und überlegen dann selbst, wie wir das Problem am besten lösen. Für vieles gibt es keine Standardlösung, da müssen wir improvisieren.

Bender:
Wissen Sie, unsere Arbeit hier beruht auf dem Prinzip des Gebens und Nehmens. Man bekommt Freiräume und Verantwortung, die man dann auch erfüllen muss. Da sind Eigenständigkeit, Organisations- und Improvisationsstärke gefragt.

Barth:
Das kann ich bestätigen. Von Anfang an wurden uns verantwortungsvolle Aufgaben übertragen. Aber es war auch immer jemand da, den wir um Rat fragen konnten. Ich finde es auch gut, dass wir als Unternehmen fest in der Region verwurzelt sind. Das Werk Leimen hat Tradition, die Menschen hier kennen und mögen es.

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Was waren Ihre persönlichen beruflichen Highlights hier im Werk Leimen?

Bender:
Eines meiner Highlights war, dass das Werk Leimen 2002 zum Prüfbetrieb der IHK wurde. Darüber habe ich mich sehr gefreut, weil es natürlich eine große Ehre ist. Aber es bedeutet auch einiges an Mehrarbeit.

Barth:
In meiner Ausbildungszeit gab es einige Highlights. Vor allem waren das Projekte jenseits des Alltagsgeschäfts. So haben wir einmal eine alte computergesteuerte Fräsmaschine wieder zum Laufen gebracht oder einen Gleichstrommotor gebaut. Wir konnten über den Tellerrand schauen, Neues ausprobieren und tüfteln. Das hat Spaß gemacht.

Bender:
Man muss aber auch sagen, dass die Arbeit in den letzten Jahren nicht weniger geworden ist. Durch Arbeitsplatzabbau werden dieselben Aufgaben nun von weniger Kollegen erledigt. Das erfordert kreative Lösungen, die meinen eigenen Ansprüchen und denen des Unternehmens gerecht werden müssen. Aber trotzdem arbeiten alle gerne hier. Wer hier ist, bleibt hier. Die Mitarbeiter kennen sich gut, Kollegialität spielt eine große Rolle. Und die Mitarbeiter identifizieren sich mit dem Unternehmen.

Barth:
Ich habe auch das Gefühl, dass die Kollegen in der Zeit, in der massiv auf die Kosten geschaut wurde, noch enger zusammengerückt sind. Das Arbeitsklima ist gut und jeder hilft dem anderen.

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Was macht Ihrer Ansicht nach einen guten Arbeitgeber aus?

Bender:
Am wichtigsten ist es meines Erachtens, einen guten Vorgesetzten zu haben. Einen, der seiner Rolle gerecht wird. Wenn das Arbeiten Spaß macht und man sich mit seinem Vorgesetzten gut versteht, füllt man seine Freiräume auch mit Freude aus. Hier in Leimen herrscht ein großes „Wir-Gefühl“, viele Generationen von Familien haben hier schon gearbeitet.

Barth:
Das Werk Leimen ist ein kleiner Mikrokosmos und mir gefällt diese Verbundenheit der Mitarbeiter zum Standort. Ich finde es gut, dass HeidelbergCement diese Gemeinschaft unterstützt und auch außerbetrieblich etwas für die Mitarbeiter tut, eine „soziale Ader“ hat. Sportliche Aktivität und Gesundheit werden unterstützt und es gibt verschiedene Ferienanlagen, in denen die Mitarbeiter günstig Urlaub machen können.

Bender:
Ein guter Arbeitgeber sollte auch auf die individuellen Bedürfnisse seiner Mitarbeiter eingehen. HeidelbergCement tut das. Ich arbeite zum Beispiel aus familiären Gründen seit Anfang des Jahres in Teilzeit. Ich glaube nicht, dass das in jedem anderen Unternehmen so einfach möglich gewesen wäre.

Barth:
Im Gegensatz zu anderen Unternehmen, die ich von Erzählungen meiner Freunde kenne, ist Herr Bender ausschließlich für die Ausbildung verantwortlich. Er macht das nicht einfach nebenbei. Die Azubis werden wirklich gefördert und universell ausgebildet, sodass sie später nicht nur in der Zementindustrie einen guten Arbeitsplatz bekommen können. Auch deshalb fühle ich mich wohl hier.

Bender:
Und genau darauf kommt es an. Man muss sich wohlfühlen, um gut arbeiten zu können. Unser Werk ist ein Mikrokosmos, eine Gemeinschaft. Viele Kollegen kennen sich seit Jahren und sind gut befreundet: Wir spielen mit offenen Karten – vielleicht macht das den Unterschied.

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Was wünschen Sie HeidelbergCement zum 140-jährigen Jubiläum?

Bender:
Ich wünsche dem Unternehmen weiterhin Stabilität und Erfolg. Für das Werk Leimen wünsche ich mir, dass es seine Restlaufzeit behält! 

Barth:
Ich wünsche HeidelbergCement und dem Werk Leimen eine erfolgreiche Zukunft, damit ich auch weiterhin mit Stolz sagen kann: „Hier habe ich meine Ausbildung gemacht.“

(Das Interview wurde 2013 geführt.)