Forschung und Technik

HeidelbergCement betreibt seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (F&E) mit den Zielen, durch innovative Produkte einen Mehrwert für die Kunden und sich selbst zu generieren sowie durch Prozessverbesserungen und neue Rezepturen, den Energieeinsatz und CO2-Ausstoß und damit auch die Kosten zu minimieren.

Ausrichtung der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten

Die Innovationstätigkeit bei HeidelbergCement lässt sich inhaltlich im Wesentlichen in fünf Schwerpunktthemen gliedern:

Produkte und Anwendungen

Unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sind sehr markt- und kundenorientiert. Im Mittelpunkt stehen die Entwicklung und Verbesserung von Bindemitteln und Betonen mit optimierten Eigenschaften und innovativen Funktionalitäten. Unsere Arbeit hört dabei nicht beim Produkt auf, sondern beinhaltet auch die kompetente und fachgerechte Beratung unserer Kunden bei der Anwendung und Optimierung ihrer Produkte.

Zementproduktion

Im ersten Halbjahr 2016 lag der Schwerpunkt auf der ständigen Verbesserung der Prozesse und Kostenstruktur in allen Werken. Dazu gehören die kosteneffiziente Substitution fossiler Brennstoffe und natürlicher Rohstoffe durch alternative Brenn- und Rohstoffe ebenso wie die Reduzierung des Energiebedarfs in der Produktion. Diese Ziele wurden bis Ende 2013 in der konzernweiten Initiative „Operational Excellence“ verfolgt und Potenziale in den Zementwerken systematisch und sehr erfolgreich erschlossen. Mit dem 2014 gestarteten „Continuous Improvement Program“ (CIP) wollen wir das bisher Erreichte nicht nur bewahren, sondern weiter verbessern. Im zweiten Halbjahr stand die Integration der neu hinzugekommenen Werke von Italcementi im Vordergrund mit, wie bei HeidelbergCement üblich, starkem Fokus auf Kosten und operative Exzellenz. Die Umsetzung identifizierter Einsparmöglichkeiten hat daher höchste Priorität.

Zuschlagstoffe

Seit 2011 haben wir unser Programm der ständigen Verbesserungen („Continuous Improvement“ – CI) an unseren Standorten vorangetrieben mit Schwerpunkt auf Betriebszeiten, Durchsatz sowie effizienterer Nutzung von Arbeitskraft und Energie. Unsere Bemühungen,  die sich in dieser Zeit von leicht umzusetzenden Maßnahmen bis hin zur grundsätzlichen ­Veränderung von Prozessen ausgedehnt haben, sind nun bei der Digitalisierung angekommen. Die Integration operativer, vertriebstechnischer und finanzieller Daten in einem Steuerungs­instrument ermöglicht eine höhere Transparenz und leichtere Abstimmung von Produktion, Vertrieb und Qualitätskontrolle. „Continuous Improvement“ geht zunehmend Hand in Hand mit unseren Trainingsmaßnahmen, die auf allen Ebenen vom Management bis hin zu den Arbeitern im Werk durchgeführt werden. Der ganze CI-Prozess wird getragen von stark engagierten ­regionalen und lokalen Managern und unterstützt durch vor Ort tätige CI-Manager.

Optimierungen über alle Geschäftsbereiche hinweg

Insbesondere in städtischen Ballungszentren steht die vertikale Integration im Fokus von HeidelbergCement. Mit einer straff koordinierten Optimierung von Produktportfolio, Produktionsprozessen und Logistik über die Geschäfts­bereiche Zuschlagstoffe, Transportbeton und Zement hinweg lassen sich hohe nachhaltige finanzielle Einsparungen erzielen. Durch Ausnutzung unseres gesamten Rohstoffportfolios in einem Marktgebiet können wir den in unseren Transportbetonwerken verwendeten Materialienmix derart optimieren, dass damit unsere Rohstoffvorkommen aufs Beste genutzt und die Kosten in allen genannten Geschäftsbereichen gesenkt werden. Gleichzeitig gewährleisten wir eine hohe Betonqualität für unsere Kunden.

Entwicklung von Zementen und Betonen mit verbesserter CO2-Bilanz

Die Weiterentwicklung von Kompositzementen mit reduziertem Klinkeranteil, auch über heute bestehende Normengrenzen hinaus, bildet einen wesentlichen Schwerpunkt. Die Reduzierung des Klinkeranteils ist der bedeutendste Hebel zur Minimierung des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen sowie zur Schonung natürlicher Rohstoffe. Schließlich erforschen wir auch völlig neuartige Binde­mittelsysteme, die vollständig auf Klinker verzichten. Derartige innovative Alternativprodukte befinden sich im Entwicklungsstadium und werden noch einige Jahre bis zur Marktreife und breiten Anwendbarkeit benötigen.

Organisation

Unsere globalen Kompetenzzentren Heidelberg Technology Center Global (HTC Global), Competence Center Materials (CCM), das neugegründete Competence Center Readymix (CCR) sowie die Teams der beiden Zentren für F&E und Produktinnovation – Global R&D (GRD) und Global Product Innovation (GPI) – bündeln das im Konzern vorhandene Wissen und stellen es allen operativen Einheiten schnell und umfassend zur Verfügung. In all unseren Kompetenz­zentren arbeiten viele internationale Experten, die ein breites Expertise-Spektrum in den Bereichen Zement, Beton und Zuschlagstoffe abdecken.

HeidelbergCement Technology Center Website

Mitarbeiter, HTC, Deutschland
„Respekt vor den Menschen und ihrem Wissen.“
Eckart Wagner, Leiter Entwicklung & Anwendung