Energie und Klimaschutz

Der Klimaschutz steht im Zentrum unserer Umweltpolitik. Als energieintensives Unternehmen bemühen wir uns seit vielen Jahren, unsere CO2-Emissionen zu minimieren. Von 1990 bis 2016 haben wir die spezifischen Netto-CO2-Emissionen um 22,6 % auf 598 kg CO2/t Zement gesenkt. Bis 2030 wollen wir die Emissionen weiter reduzieren und zwar um rund 20 Mio t COpro Jahr im Vergleich zu 1990.

Um unsere CO2-Emissionen zu verringern und natürliche Ressourcen zu schonen, setzen wir auf:

  • kontinuierliche Investitionen in energieeffiziente Technologien und Produktionsprozesse,
  • Förderung von Kompositzementen, durch die wir den Klinkeranteil bis heute auf 74,4 % in unserer gesamten Zementproduktion reduziert haben,
  • verstärkte Nutzung von alternativen Brennstoffen inklusive Biomasse (21,4 % unseres Gesamtenergieverbrauchs im Jahr 2016).

Neue Technologien zur Abscheidung und Nutzung von CO2

2016 hat HeidelbergCement sein Engagement bei der Entwicklung von Technologien zur Nutzung von CO2 als Rohstoff weiter intensiviert.

In unserem norwegischen Werk Brevik haben wir 2015 vier verschiedene Technologien zur Abscheidung von CO2 aus Verbrennungsabgasen getestet. Basierend auf dem Ergebnis einer im Jahr 2016 durchgeführten Vorstudie hat die norwegische Regierung nun beschlossen, eine umfassende Machbarkeitsstudie für den Bau einer Großanlage zur CO2-Abscheidung im gleichen Werk durchzuführen. Dabei wird untersucht, 400.000 t CO2 jährlich mittels eines Aminwäschers abzuscheiden und anschließend unterirdisch zu verbringen. Es wäre die erste CCS-Großanlage (Carbon Capture and Storage) in der Zementindustrie.

HeidelbergCement beteiligt sich auch an dem EU-finanzierten Projekt CEMCAP, das CO2-Abscheidungstechnologien in der Zementindustrie vorantreiben will. Als Teil dieses Projekts arbeiten wir an der Weiterentwicklung der sogenannten Oxyfuel-Technologie. Der Ansatz des Oxyfuel-Verfahrens ist, den gebrannten Klinker nicht mit Umgebungsluft sondern mit reinem CO2 abzukühlen, das dann über den Drehofen in den Brennprozess eingespeist wird. Damit der Verbrennungsprozess ablaufen kann, wird dem Drehofen reiner Sauerstoff zugeführt. Da bei der Verbrennung ebenfalls CO2 erzeugt wird, entsteht somit ein sehr reiner CO2-Abgasstrom, aus dem nur ein geringer Anteil an Fremdgasen abgeschieden werden muss, und der deshalb deutlich einfacher weiter verwendet werden kann.

Darüber hinaus ist HeidelbergCement maßgeblich am Projekt LEILAC (Low Emissions Intensity Lime And Cement) beteiligt. Ziel ist es, die technische und wirtschaftliche Machbarkeit einer Prozesstechnik zu demonstrieren, mit deren Hilfe bei der Erhitzung des Rohmaterials das frei werdende CO2 in hochreiner Form abgetrennt werden kann. Dieser technische Ansatz ergänzt die oben beschriebene Oxyfuel-Technik.

Weiterführende Informationen über unsere Innovationen und Initiativen zur Reduktion von CO2-Emissionen finden sie in unserem Nachhaltigkeitsbericht.

 

Zum aktuellen Nachhaltigkeitsbericht