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HeidelbergCement in Deutschland

Der Steinbruch - ein unverzichtbarer Rohstofflieferant

 Der Steinbruch in seiner Betriebsphase
Betriebsgrundlage für jedes Zementwerk ist eine wirtschaftlich abbaubare Rohstofflagerstätte. Daher werden die Standorte der Zementwerke immer an den Rohstoffvorkommen ausgerichtet. Natürlich steht vor der Nutzung eines Abbaugebietes ein förmliches Genehmigungsverfahren, in dem u.a. die Umweltverträglichkeit des Gesteinsabbaus geprüft wird.

  Jeder Steinbruch greift während seiner Betriebsphase in die Natur ein: Der Boden wird abgetragen, das Gestein, das möglicherweise schon vor vielen Millionen Jahren entstand, wird gesprengt, verladen, verarbeitet.


Bei den Sprengungen in den Steinbrüchen sind Erschütterungen unvermeidbar. Die Sprengberechtigten wissen die einzelnen Abschläge durch wohlüberlegte Anordnung der Bohrlöcher und ausgetüftelten Besatz mit unterschiedlichen Sprengstoffen so schonend anzulegen, dass die Detonationen praktisch nicht wahrnehmbar sind.
Weil ein verantwortungsbewusster Umgang mit diesen Naturschätzen ein wichtiges Ziel von HeidelbergCement ist, wird der wertvolle Rohstoff im Steinbruch schonend und naturverträglich abgebaut. Die Verantwortung reicht jedoch weit über den eigentlichen Abbau der Bodenschätze hinaus. Für stillgelegte Areale stellt sich die Frage, wie diese Flächen wieder an die Natur zurückgegeben werden.

 Nach der Betriebsphase: Rekultivierung und Renaturierung
Schon im Genehmigungsverfahren für die Nutzung einer Abbaufläche wird festgelegt, welche Folgenutzung für den Steinbruch nach der Betriebsphase in Frage kommt. Neben einer weiteren industriellen, privaten oder öffentlichen Nutzung sind hier insbesondere Rekultivierung und Renaturierung der Fläche möglich.

Rekultivierung
Rekultivierung, abgeleitet vom lateinischen "cultus" für Pflege, Bodenbearbeitung, Anbau oder Kultur, stellt die Bewirtschaftung in den Vordergrund. Bei der Rekultivierung geht es um die Herrichtung und Wiedernutzbarmachung von Abbauflächen für die Land- und Forstwirtschaft.
Zur Vorbereitung des Untergrunds wird ausschließlich für die Zementherstellung ungeeignetes Gesteinsmaterial aus dem Steinbruch verwendet. Darauf wird eine, in ihrer Mächtigkeit den umgebenden Böden entsprechende, Mutterbodenschicht aufgetragen. Auf dem fruchtbaren Boden wachsen nun wieder Kultur-und Waldpflanzen, die durch übliche Pflegemaßnahmen gefördert werden.

 
Renaturierung
Renaturierung ist ein Vorgang, bei dem vom Menschen geschaffene Standorte - z.B. Steinbrüche oder Sandgruben - durch einheimische Pflanzen und Tiere wieder besiedelt werden. So kann sich eine dem natürlichen Standort angepasste vielfältige Lebensgemeinschaft entwickeln.
Viele Pflanzen- und Tierarten, die man in renaturierten Steinbrüchen antrifft, sind in der Kulturlandschaft selten geworden: z.B. Orchideen, Neuntöter, Flussregenpfeifer und Kreuzkröte. Steinbrüche bieten wertvolle Rückzugsräume, die mithelfen das Überleben vieler Lebewesen dauerhaft zu sichern.
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