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Studentenwettbewerb 2008: "Der Stuttgarter Deckel"

Dieser Studentenwettbewerb richtete sich an Studierende der Oberstufe der Fachbereiche Architektur und Bauingenieurwesen der Akademie der Künste, Stuttgart, Universität und Fachhochschule Stuttgart.

Dieses 800 m lange Straßenstück bildet heute ein fast unüberwindbares Hindernis in der Stadt. Fußgänger können die insgesamt 8-10 Fahrspuren im Bereich des bereits fertig gestellten „Deckelbereiches“ am Charlottenplatz nur in Etappen überwinden oder aber sie müssen eine der zahlreichen Brücken oder Unterführungen nutzen, um die „Stadtauto-bahn“ zu queren. Auch die neue, ebenerdige Querung im Bereich des schon realisierten Abschnittes ist nicht wirklich attraktiv.

Mit dem Beschluss des Gemeinderates, die ganzen 800 m der Konrad-Adenauer-Straße im Bereich der Kulturmeile in Tieflage zu bringen, war die Chance gegeben, sich über den „Deckel“ darüber verstärkt Gedanken zu machen.

Dieses Ingenieurbauwerk sinnvoll mit Inhalten „aufzuladen“ und somit einen Grund zu schaffen hier hin zu gehen und dem Querenden eine Bereicherung auf dem Weg zu sein, war Aufgabe dieses Stegreifes.

Zu bedenken galt: Dieses Verkehrsbauwerk ist in seiner Belastbarkeit naturgemäß gewissen Grenzen unterworfen, der darunter fließendeVerkehr erlaubt wenig Entwicklungspotenzial in die Tiefe. Die flankierendenStraßen (Einfädelspuren) sind mit ihrer hohen Verkehrsdichte problematisch, die Abmessungen der Anlage (800 x 30 m) extrem und werden zudem über die kurze Achse gequert.

Wie lässt sich hier ein attraktiver Baustein in die Stadt ergänzen ohne dass eine negative Konkurrenzsituation zu den bestehenden Kulturbauten entsteht, welche Aktivitäten ließen sich auf einer solchen Fläche, an einem so besonderen Ort anbieten?

Ziel der Aufgabe war es nicht, eine konkrete technische Lösung für dieses Verkehrsbauwerk zu entwickeln sondern Ansätze und Strategien, wie sich die gewonnene Fläche nutzen lässt. Dabei war die besondere bauliche Situation zu berücksichtigen und Lösungen zu suchen, wie die Attraktivität, Qualität und Akzeptanz dieses Verkehrsbauwerks gesteigert werden kann.

Preissumme:
insgesamt 5.000 EUR
1. Preis: 2.000 EUR
    Leonhard Clemens und Winston Hampel
    (Studierende der Fachrichtung Architektur an der Akademie der Künste, Stuttgart)
2. Preis: 1.500 EUR
    Jan Saggau und Alexander Oehme
    (Studierende der Fachrichtung Architektur an der Akademie der Künste, Stuttgart)
3. Preis: 1.000 EUR
    Sylvia Stoll und Robert Gorny
    (Studierende der Fachrichtung Architektur an der Akademie der Künste, Stuttgart)
Sonderpreis: 500 EUR

Leistungen (max. ein Plan DIN A0 quer):
• Gesamtgrundriss im Maßstab 1:1.000
• Längsansicht im Maßstab 1:1.000
mindestens drei Querschnitte im Maßstab 1:500 / Alternativ 1:200
• Detail im Maßstab 1:200 (Grundrisse, Schnitte, Ansichten)
• Technische Zeichnungen soweit zum Verständnis notwendig
• Skizzen, Perspektiven, Erläuterungen
• Kennzeichnung der Arbeit mit der sechsstelligen Nummer aus der Anmeldung
in der oberen rechten Ecke (1 cm hoch). Verfassererklärung in verschlossenem
und mit der Kennziffer beschriftetem Umschlag.
• Bearbeitungsweise: Die Bearbeitung sollte idealerweise in Teams von
2 - 3 Personen erfolgen. Es sind aber auch Einzelarbeiten zulässig.
• Die für die Bearbeitung erforderlichen Planunterlagen sind nach Anmeldung
bei der Akademie der Bildenden Künste, Fachgruppe Architektur erhältlich.

Die Preisverleihung fand am 18. September 2008 im Rahmen des Heidelberger Bauforums in Leimen statt.

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