group logo
HeidelbergCement in Deutschland
key visual

Whitetopping - Die schnelle Hilfe gegen Spurrinnen

 Whitetopping - Was ist das?
Whitetopping ist eine Form der Instandsetzung bzw. Ertüchtigung von geschädigten, bituminös gebundenen Fahrbahndecken im Hocheinbau, mit einem hochwertigen, faser-modifizierten Beton. Anstatt einer Kompletterneuerung wird eine Ertüchtigung der schadhaften Asphaltdecke mit einem relativ dünnen "Betonüberbau" erzielt, der den vorhandenen Aufbau als Tragschicht nutzt.

 Einsatzgebiete
Die Whitetopping-Bauweise eignet sich insbesondere dann, wenn der gesamte Fahrbahnaufbau den heutigen Verkehrsbeanspruchungen (z.B. Verkehrsbelastung, Achslasten, dynamische Belastung etc.) insbesondere bei starker Spurrinnenbildung nicht mehr genügt. Sie ist einsetzbar im Bereich von Autobahnen, Bundes- und Landstraßen sowie für kommunale Straßen, Flugbetriebs- und Parkflächen. Whitetopping eignet sich ideal für die Beseitigung von Problemstellen an neuralgischen Punkten im innerstädtischen Bereich, wie beispielsweise an Ampel- und Kreuzungsbereichen oder Busspuren, bei denen durch starke dynamische Beanspruchung, wie z.B. durch Anfahren und Bremsen, Spurrinnen und Verwerfungen ("Waschbretter") entstanden sind. Bei sehr starken und grundhaften Schäden an der Fahrbahnkonstruktion ist die Whitetopping-Bauweise nicht mehr geeignet.

 Besonderheiten
Das Besondere an Whitetopping: Im Gegensatz zu herkömmlichen Sanierungsverfahren müssen weder Fahrbahnaufbau noch der gesamte Belag entfernt werden. Lediglich die oberste Schicht der beschädigten Asphaltdecke wird abgefräst und die freigelegte Oberfläche danach sorgfältig gereinigt. Sie dient dann als Unterlage und Tragschicht für den Beton. Für eine dauerhafte Instandsetzung einer schadhaften Asphaltbefestigung ist eine Restasphaltdicke von midestens 75mm erforderlich.

 Vorteile
Die größten Vorteile der Whitetopping-Bauweise liegen in der Schnelligkeit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit: So kann fast jede Straße kostengünstig und mit vergleichsweise geringem Aufwand nachhaltig repariert werden, vorausgesetzt der Unterbau bzw. die Fahrbahnkonstruktion ist noch weitgehend intakt. Erfahrungen in den USA zeigen, dass die Lebensdauer von Whitetoppingstrecken bei ca. 20 bis 30 Jahren liegt.

 Unterschieden werden heute zwei Klassen von Whitetopping-Einbauverfahren:
  1. dünn (TCW): Einbaudicken 10 bis 20 cm, i.d.R. mit Verbund zur Asphaltschicht
  2. ultra-dünn (UTW): Einbaudicken 5 bis 10 cm, mit zwingendem Verbund zur Asphaltschicht


Abb.: Konstruktionsschema Whitetopping: Je dünner die Betonschicht, desto enger müssen die Fugenabstände sein. Die Betondecke muss sich "bewegen" können.

 Kontakt
Heidelberger Beton GmbH
Patrick Decker (Email)

Schnellzugriff