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Dränbeton

Definition
Dränbeton ist ein haufwerksporiger, hohlraumreicher Beton für Entwässerungsaufgaben. Die Haufwerksporen ergeben sich durch Verwendung einer eng begrenzten Korngruppe, z. B. 5/8 mm, wobei die Einzelkörner nur an den Kontaktstellen durch eine dünne Zementsteinschicht miteinander verkittet werden.

Eigenschaften
Die Eigenschaften von Dränbeton werden hauptsächlich bestimmt durch:

  • Kornaufbau der Gesteinskörnungen
  • Stabilität und Adhäsionsverhalten des Zementleims
  • Verdichtung
Zur Verbesserung von Frisch- und Festbetoneigenschaften hat sich die Zugabe von Dränbetonzusätzen wie z. B. Polymerdispersionen bewährt:

  • Wirkung im Frischbeton
    Verbesserung der Verarbeitbarkeit und Stabilisierung des Zementleims auf den Oberflächen der Gesteinskörnung
  • Wirkung im Festbeton
    verbesserter Haftverbund zwischen Zementstein und Gesteinskörnung sowie Erhöhung des Frost-Tausalzwiderstandes
Anwendung
Haufwerksporige Betone werden eingesetzt für Entwässerungsaufgaben (Filterbeton) und lärmreduzierende Maßnahmen (Flüsterbeton). Anwendungen sind z. B.:

  • Entwässerung im Straßen-, Tief- und Wasserbau
  • Betonfilterrohre, Filtersteine und Filterplatten
  • Lärmschutzwände und lärmarme Straßenbetone

Anwendung im Straßenbau
Dränbeton eignet sich insbesondere auch als Fahrbahn-Deckschicht im Straßenbau. Der hohe Hohlraumanteil bewirkt eine sehr schnelle Entwässerung der Fahrbahn. Dadurch wird die Bildung von Aquaplaning und Sprühnebel deutlich reduziert. Als weiterer Effekt des offenporigen Betonbelags ist eine Reduzierung der Reifenabrollgeräusche zu sehen. Damit können die Lärmemissionen gegenüber geschlossenen Betondecken signifikant gesenkt werden.

Im Straßenbau erfolgt der Einbau von Dränbeton mit einem im Asphaltbau üblichen Straßenfertiger. Zur Verbesserung der Haftung auf dem Unterbeton wird eine polymermodifizierte Haftbrücke verwendet.

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