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HeidelbergCement in Deutschland

Gips

Gips (Calciumsulfat) ist ein sehr häufig vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der wasserhaltigen Sulfate. Seine chemische Zusammensetzung ist CaSO4 × 2H2O. Mit einer Mohshärte von 2, mit dem Fingernagel ritzbar, ist Gips ist ein relativ weiches Material.

Als natürliches Vorkommen (z. B. Alabaster) ist Gips weit verbreitet und wird im Bergbau gewonnen. Weiterhin fällt Gips als technisches Nebenprodukt der Rauchgasentschwefelung (REA-Gips) an.

Durch Erhitzen spaltet Gips sein Kristallwasser teilweise oder ganz ab und es entsteht Halbhydrat CaSO4 × 1/2H2O oder - bei weiterem Erhitzen - Anhydrit CaSO4. Die technische Eigenschaft von ganz oder teilweise entwässertem Gips, bei Anrühren mit Wasser das abgespaltene Kristallwasser wieder aufzunehmen, wird technisch als Bindemittel genutzt.

In der Baustoffindustrie wird Gips vielseitig verwendet, z. B. im Trockenbau (Wandplatten), im Fußbodenbau (Anhydritfließestrich) oder bei der Zementherstellung (Erstarrungsregler).
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