Chloride sind farblose oder farbige Salze, die in unterschiedlichsten Kristallstrukturen vorkommen können.
Für die Betontechnologie relevante Quellen von Chloriden sind v. a. Streusalze und Meerwasser. Dringen Chloride in Beton ein, stellen sie für diesen ein Gefahrenpotential dar, indem sie die Frostbeanspruchung des Betons erheblich verschärfen und Korrosion der Bewehrung auslösen können. Aus diesem Grund ist der Chloridgehalt von Frischbeton nach DIN EN 206-1/DIN 1045-2 auf folgende Werte (ausgedrückt als Chloridgehalt bezogen auf den Zement) begrenzt:
- 1,00 M.-% für unbewehrten Beton
- 0,40 M.-% für Stahlbeton
- 0,20 M.-% für Spannbeton
Chloride beschleunigen die Erhärtung von Beton, dürfen aber aus den oben genannten Gründen in Stahl- und Spannbeton nicht als Erhärtungsbeschleuniger eingesetzt werden.