Emissionsminderung
Schwermetalle
Schwermetalle gelangen mit den Roh- und Brennstoffen in das Ofensystem. Die unterschiedlichen Schwermetalle und ihre Verbindungen unterscheiden sich in ihrem Verhalten. So werden schwerflüchtige Schwermetalle vollständig und dauerhaft in das Kristallgefüge des Klinkers eingebunden. Leichtflüchtige Elemente, wie Quecksilber oder Thallium, können demgegenüber nur zum Teil vom Klinker aufgenommen werden. Daher ist der Eintrag dieser Spurenelemente sowohl über die Rohstoffe und Regelbrennstoffe als auch über die Sekundärstoffe sehr eng begrenzt. Für alle relevanten Schwermetallgehalte gelten strikte Konzentrationsgrenzwerte als Ausschlusskriterium für den Einsatz von Sekundärstoffen. Die Sekundärstoffe unterliegen auch in diesem Punkt unserer ständigen Qualitätsüberwachung. Die Schwermetallemissionen unserer Zementwerke werden regelmäßig von unabhängigen Instituten gemessen. Die bisher vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass die strengen Grenzwerte der 17. BImSchV weit unterschritten bzw. die gemessenen Konzentrationen sogar unterhalb der Nachweisgrenzen liegen. Die in den Klinker eingebundenen schwerflüchtigen Schwermetalle gelangen in den Zement bzw. Beton.
Zahlreiche Untersuchungen beweisen,dass die eingebundenen Schwermetalle nicht wieder
herausgelöst – eluiert – werden, auch nicht bei „chemischem Angriff“ durch z.B. kalklösendes, kohlensäurehaltiges Wasser. Dies gilt über die Lebensdauer des Betonbauwerkes hinaus und auch für ggf. daraus erzeugten Recyclingbeton.