HeidelbergCement in Deutschland

Umwelt und Ökologie

Renaturierung und Rekultivierung von Steinbrüchen

Kalkstein wird als Rohstoff im Steinbruch gewonnen; allein 40 Mio. t Kalkstein werden jährlich abgebaut, um 31 Mio. t Zement herzustellen.

Rohstoffabbau bedeutet auch, dass der Mensch Natur und Landschaft verändert. Landschaften wandeln ihr Gesicht. Unser Können, unsere Erfahrung und die Verpflichtung zum nachhaltigen Wirtschaften leiten uns an, die Eingriffe in die Umgebung unserer Werke so schonend wie möglich zu gestalten. Selbstverständlich setzen wir dabei die besten Abbautechniken und -methoden ein, die weltweit in Anwendung sind.

Renaturierung oder Rekultivierung? Über diese Frage wird weit im Vorfeld der Genehmigung in Abstimmung mit Umweltbehörden und Kommunen entschieden. Der Natur ist das egal, sie lässt sich ohnehin nicht lange aufhalten. Schnell holt sie sich die kargen sogenannten Rohbodenareale zurück, die jeder Abbau hinterlässt. Schreitet der Abbau fort, wandern auch diese Lebensräume mit, während die älteren Areale langsam zuwachsen. Man spricht von „Wanderbiotopen“. HeidelbergCement kennt die Bedeutung solcher Lebensstätten auf Zeit und fördert ihren Erhalt durch besonders umsichtige Abbauplanung.

Renaturierung
Werden industrielle Brachlandschaften, Steinbrüche oder Sandgruben durch einheimische Pflanzen und Tiere neu besiedelt, spricht man von Renaturierung. Die Kraft der Natur ist enorm, viele sonst selten gewordene Pflanzen und Tiere nutzen ihre Chance und siedeln sich in Steinbrüchen und Sandgruben an – darunter Orchideen, Neuntöter, Flussregenpfeifer oder Kreuzkröte.

Steinbrüche werden nur auf bestimmt Zeit genutzt. Nach dem Abbau zeigt sich oftmals, dass eine biologisch wertvollere Umwelt als zuvor entstanden ist, ein vielfältigerer Lebensraum für Tiere und Pflanzen, von dem am Ende auch der Mensch profitiert, als Erholungssuchender, als Freizeitsportler oder als Freund seltener Pflanzen-, Vogel- und Reptilienarten.

Rekultivierung
Tatsächlich entsteht eine neue Landschaft in einem Steinbruch nicht erst, nachdem die Rohstoffförderung beendet ist. Bereits während der Aktivitäten werden abgebaute Flächen wiederhergestellt und z.B. der Natur oder Landwirtschaft zurückgegeben. Die Möglichkeiten der Landschaftsgestaltung eines Steinbruchs hängen immer sehr stark von der Verfügbarkeit von Verfüllmaterial ab. Sehr häufig wird unser Rohstoff von Fest- oder Lockergestein überlagert, das wir nicht in unserer Produktion verwenden können. Dieses Material bietet uns die Möglichkeit, Abbaustätten an die umliegende Landschaft anzupassen. Der fruchtbare Oberboden wird sorgfältig abgetragen und gelagert. Dieses wertvolle Gut wird bei der Auffüllung wieder aufgebracht und ist Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Rekultivierung und Wiederaufforstung.

Dabei steht heute nicht mehr im Vordergrund, alle Spuren des Abbaus zu beseitigen. Offene Felswände sind ein ausgesprochen wertvoller Lebensraum für Vögel und Insekten. Und in künstlichen Senken können sich Feuchtbereiche bilden, die wichtige Biotope darstellen. Wo sich nach Beendigung des Abbaus Gewässer bilden, werden diese naturnah gestaltet.

Weinanbauflächen als Rekultivierungprojekt
Als Rekultivierungsprojekt im stillgelegten Bereich des Steinbruchs vom Kalkwerk Istein wurde ein Weinberg angelegt. Wo einst Kalkstein abgebaut wurde, schmiegen sich heute durch Rekultivierungsmaßnahmen sanft geneigte, mit Reben bepflanzte Flächen in die Landschaft ein und ergänzen damit im positiven Sinne das Bild des Markgräflerlandes. Bitte besuchen Sie die Website des Weinguts.

Verkauf & Beratung
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