HeidelbergCement in Deutschland

Herstellung von Kalk und Kalkstein im Werk Istein

Rohmaterialgewinnung: Zerkleinerung und Transport
Der Rohstein ist ein Jura-Massenkalk. Er wird im Steinbruch „Kapf“mittels Großlochsprengungen gewonnen. Radlader und Muldenkipper transportieren das Material zur Brechanlage. Dort wird das Gestein in einem Kreiselbrecher, mit einer Leistung von 500t/h, auf eine maximale Korngröße von 200 mm zerkleinert.

Rohmaterialaufbereitung: Lagerung und Siebung
Über Förderbänder gelangt dieses Material zu 2 Puffersilos mit je 3.500 t Inhalt. Von dort erfolgt der Transport in die Siebanlage, wo die Körnungen 10-35 mm für die Kalksteinmahlanlage und 35-200 mm für die Kalkschachtöfen hergestellt werden. Die Fraktion 0-10 mm wird auch bei der Zementherstellung im Zementwerk Leimen eingesetzt.

Kalksteinmahl- und Siebanlage: Trocknung und Mahlung
In der Kalksteinmahlanlage wird die Fraktion 10-35 mm zu Feinkalk (Kalksteinmehl und Kalksteinkörnung) verarbeitet. Nach der Trocknungin einem Heissgaserzeuger wird das Material in einer Hammermühle auf <6 mm gebrochen. In einem Windsichter wird das Kalksteinmehl 0-0,09 mm abgetrennt. Auf großen Siebmaschinen erfolgt die Trennung in die Kornfraktionen. Ein Teil der Produkte wird imTrockenmörtelwerk Istein bei der Herstellung von Putzen verarbeitet.

Brennen Kalkschachtöfen
In zwei Ringschachtöfen werden die Steine 60-200 mm und in einem Mehrkammerschachtofen 35-60 mm verarbeitet. Bei ca. 1.200°C wird der Kalkstein zu Kalk gebrannt. Die Leistung der 3 Öfen beträgt 660 t Branntkalk pro Tag. Als Brennstoff wird überwiegend Erdgas sowie Petrolkoks, Steinkohlenkoks und Holzhackschnitzel eingesetzt.

Weißfeinkalkmahlung
Von den Öfen kommt der gebrannte Kalk in eine Brech- und Siebanlage, in der er für den Versand als Stückkalk oder für die Weiterverarbeitung aufbereitet wird. Der auf 0-70 mm gebrochene Stückkalk wird in einer Walzenschüsselmühle, mit einer Leistungvon 50 t/h, zu Weißfeinkalk vermahlen. Durch einen Zyklon-Umluftsichter wird dem Mahlkreislauf das Fertiggut kleiner0,09 mm entzogen.

Kalklöscherei
Der Branntkalk 5-15 mm wird in einer dreistufigen Löschmaschine, mit einer Leistung von 10 t/h, durch Wasserzugabe abgelöscht zu pulvrigem, sehr feinem Weißkalkhydrat. DieUmwandlung zu Hydrat findet unter erheblicher Wärmeentwicklung bis ca. 100°C statt. Eine anschließende Windsichtung trennt noch vorhandene grobe Partikel, die in einer Kugelmühle im Kreislauf vermahlen werden.

Verladung und Versand
Die Kalksteinprodukte werden in Kornfraktionen aufgeteilt gelagert. Der gebrannte Kalk wird getrennt nach Stückkalk, Weißfeinkalk und Weißkalkhydrat in Silos zwischengelagert. Von dort wird er als lose Ware auf Straßenfahrzeuge verladen. Kalksteinprodukte und das Weißkalkhydrat werden in Säcke durch eine Packmaschine abgefüllt und über automatische Palettieranlagen gestapelt.
HeidelbergCement AG
Kalkwerk Istein
Am Kehrenweg 10
79588 Efringen-Kirchen
Tel.: 07628-26-0
Fax: 07628-26-220
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Walhalla Kalk GmbH & Co. KG
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