Rauchgasentschwefelung
Kalk bei der Rauchgasreinigung ist praktischer Umweltschutz: Bei der Verbrennung von Abfällen aus Haushalt und Industrie werden Schadstoffe, wie z.B. Schwefeldioxid, Fluor- und Chlorwasserstoff (Salzsäure), Stickoxid, Staub und Schwermetalle freigesetzt. Abgasreinigungssysteme sorgen dafür, dass diese Schadstoffe nicht in die Luft gelangen.
Fast alle Verbrennungsanlagen in Europa arbeiten mit Kalkprodukten, denn saure Schadgasbestandteile werden mit Ausnahme der Stickoxide durch Kalkhydrat abgeschieden.
Für die Einbindung der sauren Schadgase ist unser Weißkalkhydrat, mit seiner definiert hohen Oberfläche die richtige Wahl. Zur weitergehenden Abscheidung von Schwermetallen und organischen Restsubstanzen haben sich Gemische aus Kalk und anderen bindenden Substanzen bewährt, wie Walhalla-Dioxorb®.
Die bei der Rauchgasreinigung entstehenden Calciumverbindungen werden als Feststoffe abgeschieden und verwertet oder entsorgt.
Kalk ist besonders geeignet für diesen Einsatz, denn er kommt aus der Umwelt, wird für den Schutz der Umwelt eingesetzt und eignet sich auch danach zu einem Wiedereinsatz in der Umwelt nach dem Motto: aus der Umwelt - für die Umwelt - in die Umwelt.
Wasseraufbereitung
Kalk ist ein wichtiges Element in der Abwasserreinigung und Schlammaufbereitung. Kalk sorgt für eine gute Qualität des Wassers.
Unsere Kalkdosieranlagen bieten Ihnen hier optimale Lösungswege:
- Enthärtung – Ausfällung der Härtebildner
- Aufhärtung – Abbinden der überschüssigen Kohlensäure
- Neutralisation – Einstellen eines neutralen pH-Wertes
- Fällung – Entfernung von vielen toxisch wirkenden Schwermetallen
- Phosphatgehaltssenkung – Vermeidung der Eutrophierung (Sauerstoffverarmung) von Gewässern
- keine zusätzliche Anionenbelastung (Sulfate, Chloride)
- Entfärbung – Adsorption von Farbstoffen
- Unterstützung der Flockung – Entfernung von Trübstoffen
- Stabilisierung – Unterstützung der biologischen Prozesse
- Entfernung organischer Schadstoffe – Vernichtung krankheitserregender Keime und Bakterien
- Strippung – Wiedergewinnung von Ammoniak
- Unterbindung der Geruchsbelästigung
- Anhebung bzw. Ergänzung der verbrauchten Säurekapazität
Neutralisation
Saure Abwässer können mit Kalkprodukten neutralisiert werden. Das ist das effektivste und kostengünstigste Neutralisationsverfahren. Die dafür erforderlichen Mengen sind im nachfolgenden Diagramm dargestellt:

Bei der Neutralisation entstehen wiederverwertbare Calciumsalze wie Gips und Flussspat, die z.B. für die Herstellung von Zement und Gipskartonplatten eingesetzt werden können.
Fällung von Schwermetallen
Die meisten toxischen Schmermetalle können im alkalischen Bereich als Hydroxide ausgefällt werden. Die pH-Bereiche sind in nachfolgender Aufstellung angegeben. Mit Kalk gefällte Schwermetallhydroxide lassen sich gut vom Wasser abtrennen. Der Schlamm ist leicht entwässerbar und kann der Wiederverwertung zugeführt werden.

Anhebung bzw. Ergänzung der verbrauchten Säurekapazität
Die meisten toxischen Schmermetalle können im alkalischen Bereich als Hydroxide ausgefällt werden. Die pH-Bereiche sind in nachfolgender Aufstellung angegeben. Mit Kalk gefällte Schwermetallhydroxide lassen sich gut vom Wasser abtrennen. Der Schlamm ist leicht entwässerbar und kann der Wiederverwertung zugeführt werden. Die unzureichende Pufferung von Kläranlagenabläufen führt im Gewässer zu empfindlichen Störungen der biologischen Vorgänge; insbesondere in Verbindung mit sonstigen Säureeinträgen wie saurer Regen oder natürlich sauren Quellen.
Die daraus resultierende pH-Wert-Absenkung führt zur Freisetzung von Schwermetall- und Aluminium-Ionen aus den Bodenmineralien. Eine Anhebung bzw. Ergänzung der verbrauchten Säurekapazität (Hydrogencarbonatkonzentration) in Kläranlagenabläufen kann dieser Entwicklung entgegenwirken. Durch eine gezielte Dosierung von Weißkalkhydrat lässt sich die Säurekapazität in Kläranlagenabläufen anheben, um dem Gewässer genügend Pufferkapazität gegen eine Versauerung mitzugeben. Das zur Bildung von Hydrogencarbonat benötigte Kohlendioxid (CO2) entsteht in der Belebungsstufe der Kläranlage. Damit lässt sich eine auf den nachgeschalteten Vorfluter abgestimmte Anhebung der Säurekapazität erreichen.
Kalk als Desinfektionsmittel
Seit Jahrhunderten ist die biozide Wirkung von Kalk bekannt. Der Einsatz von Kalk ist eine wirksame Maßnahme bei der Prävention und Eindämmung von Krankheitserregern, so auch beim H5N1-Virus (Vogelgrippe). ip Kalkprodukte sind bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, baua Dortmund, als Biozid registriert.