HeidelbergCement in Deutschland

Betonzusatzmittel

Wirkungsgruppen und Kennzeichnung von Betonzusatzmitteln
Betonzusatzmittel werden in 15 Wirkungsgruppen (Kurzzeichen) unterteilt, die über jeweils ein eigenes Farbkennzeichen verfügen:

  1. Betonverflüssiger (BV): gelb
  2. Fließmittel (FM): grau
  3. Luftporenbildner (LP): blau
  4. Dichtungsmittel (DM): braun
  5. Verzögerer (VZ): rot
  6. Erhärtungsbeschleuniger (BE): grün
  7. Erstarrungsbeschleuniger (BE): grün
  8. Erstarrungsbeschleunigerfür Spritzbeton (SBE): grün
  9. Einpresshilfen (EH): weiß
  10. Stabilisierer (ST): violett
  11. Sedimentationsreduzierer (SR): gelb-grün
  12. Chromatreduzierer (CR): rosa
  13. Recyclinghilfen für Waschwasser (RH): schwarz
  14. Schaumbildner (SB): orange
  15. Verzögerer/Fließmittel (VZ/FM): grau

Umgang mit Betonzusatzmitteln
Beim Umgang mit Betonzusatzmitteln sind vom Anwender die neuesten technischen Merkblätter bzw. Sicherheitsdatenblätter des Herstellers sowie die Hinweise auf den Gebinden zu beachten. Vor der Verwendung ist stets eine Erstprüfung durchzuführen.

Bei der Lieferung von Betonzusatzmitteln werden die Gebinde bzw. die Begleitzettel bei loser Lieferung mit den in der Zusatzmittelnorm oder in der bauaufsichtlichen Zulassung genannten Angaben gekennzeichnet. Diese beinhalten u. a. Kennzeichnung und Namen der Wirkungsgruppe bzw. des Zusatzmitteltyps, Chargennummer, Herstellwerk sowie das CE- und/oder das Ü-Zeichen als Nachweis der Übereinstimmung mit der europäischen Norm bzw. mit der bauaufsichtlichen Zulassung.

Bei der Lagerung sind die Betonzusatzmittel vor Frost, starker Sonneneinstrahlung sowie vor Verunreinigungen zu schützen. Bei loser Anlieferung sind saubere Tanks und Behälter zu verwenden. Pulverförmige Zusatzmittel sind wie Zement zu lagern. Bei der Lagerung vor Ort sind die Maßgaben der Richtlinie für das Lagern von wassergefährdenden Stoffen zu beachten. In Einzelfällen kann es erforderlich sein, die Lagerbehälter mit Auffangwannen zu versehen (besonders in Wasserschutzgebieten).

Betonzusatzmittel können bei längerer Lagerzeit zum Absetzen neigen. Sie sind in diesem Fall vor Gebrauch durchzurühren oder aufzuschütteln.Durch die Zugabe verschiedener Betonzusatzmittel können mehrere Betoneigenschaften planmäßig beeinflusst werden. Dabei müssen die Mittel miteinander verträglich und wirksam sein. Bestimmte Betonzusatzmittel dürfen aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung beim Lagern, Fördern und Dosieren nicht miteinander in Kontakt kommen.

Alle Zusatzmittel außer Fließmittel müssen während des Hauptmischgangs zugegeben werden. Wenn Fließmittel im Fahrmischer zugegeben werden, muss mindestens 1 Minute/m³, aber nicht kürzer als 5 Minuten gemischt werden.Betonzusatzmittel sollten möglichst spät (nach Wasserzugabe) dem Beton zugegeben werden. Die Mischzeiten sind unter Umständen, je nach Zusatzmittelgruppe, zu verlängern, damit eine einwandfreie Verteilung im Beton gewährleistet ist (besonders bei FM, LP und ST). Eine zu frühe Zugabe kann zu einer geringeren Wirkung oder unter Umständen zu einem Umschlagen (bei VZ) führen.

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