Mit Hochfesten Betonen von Heidelberger Beton sind heute Objekte und Strukturen
umsetzbar, die enorme gestalterische Spielräume eröffnen. Atemberaubende Architektur mit filigranen Stützen und fast schon schwebenden Bauteilen ist vor allem in den letzten Jahren mehr und mehr in das Interesse von Hochbauplanern gerückt. Besonders mit der Renaissance von Sichtbeton steht der Baustoff Beton zunehmend als Designmaterial im Fokus. Ob moderne Stadtplanung, Wohn- oder Gewerbeobjekt, anspruchsvolle Architektur ist ohne Beton nicht denkbar.
High-tech-Baustoff
Hochfeste Betone sind nicht nur Design-Baustoffe, sondern vor allem High-tech Produkte. Betone und Leichtbetone mit einer Druckfestigkeitsklasse höher als C 50/60 bzw. LC 50/55 werden als Hochfeste Betone bezeichnet.
Dabei können sie als Normal- oder Schwerbetone der Festigkeitsklassen C 55/67 bis C 100/115 ausgeführt werden, bieten aber auch als Leichtbetone der Klassen LC 55/60 bis LC 80/88 fast unbegrenzte Möglichkeiten. Für die Klassen C 90/105, C 100/115, LC 70/77 und LC 80/88 sind allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen oder Zustimmungen im Einzelfall erforderlich.
Harter Zementstein Entscheidend für die Druckfestigkeit eines Betons ist in erster Linie die Qualität des Zementsteins. Bei Hochfestem Beton überschreitet der Zementstein oft die Druckfestigkeit konventioneller Gesteinskörnungen. Daher muss für Hochfesten Beton eine Gesteinskörnung mit ausreichend hoher Festigkeit eingesetzt werden. In der Praxis wird bei Hochfestem Beton oft eine gebrochene Hartsteinkörnung verwendet wie beispielsweise Basalt, Quarzit oder Granit. Die Optimierung der Zusammensetzung kann soweit gehen, dass selbst die Festigkeit der Hartgesteine von der Zementsteinfestigkeit überschritten wird.
Erhöhter Zementanteil Der Zementanteil ist bei Hochfestem Beton höher als bei Normalbetonen. In vielen Fällen wird Silikastaub als Zusatzstoff eingesetzt. Dieser genormte Zusatzstoff, auch Mikrosilika genannt, wird bei der Silicium- und Ferrosiliciumproduktion als Nebenprodukt gewonnen. Durch seine Feinheit (bis zu hundertfach kleinere Korngröße als Zement) werden die Porenräume zwischen den Zementteilchen ausgefüllt und somit das Zementsteingefüge dichter. Mikrosilika ist ein puzzolanischer Zusatzstoff, der mit anfallenden Produkten aus der Zementhydratation reagiert und dadurch selbst festigkeitssteigernde Mineralphasen bildet. Auch der Verbund zwischen Gesteinskörnung und Zementstein wird durch den Einsatz von Mikrosilika deutlich verbessert.
Die Vorteile im Überblick - Hohe Dauerhaftigkeit
- Hohe Dichtigkeit
- Hoher Verschleißwiderstand
- Hoher Widerstand gegen chemische Angriffe
- Hoher Frost-Tausalz-Widerstand
- Bauteile mit geringen Abmessungen möglich
- Reduzierung der Bewehrung möglich
Einsatzgebiete
- Hochbau: Stützen und Wände von Hochhäusern (druckbeanspruchte Bauteile)
- Brückenbau: Brückenträger, Balken (biegebeanspruchte Bauteile, große Spannweiten)
- Bauteile mit hoher Umwelt- und mechanischer Beanspruchung: Hochbeanspruchte Verkehrsflächen, Wasser- und Abwasserbauten, Offshore-Bauwerke, Tunnel
- Bauteile zum Schutz vor umweltgefährdenden Stoffen: Auffangwannen, Chemikalienlager
- Chemisch hoch beanspruchte Bauteile: Kühltürme, Landwirtschaftliche Bauteile mit Gär- und Futtersäureangriff
- Verbundkonstruktionen: Stahlummantelte Stützen, Verbunddecken, -träger
- Spezialkonstruktionen: Vorpressrohre, Tresore
Ausblick: Ultrahochfeste Betone
Betone > C 100/115 werden als UltraHochFeste Betone (UHFB) bezeichnet. Diese sind normativ noch nicht geregelt. Es sind im Labor – unter Wärme- und Druckbehandlung – schon Druckfestigkeiten bis zu 800 N/mm, im Bereich von Transportbeton bis 200 N/mm, erreicht worden. Durch die Zugabe von Fasern ist auch UHFB mit duktilem Verhalten möglich.
Kontakt
Heidelberger Beton GmbH
Martin Dieter (Email)