Neben der schlichten Ästhetik von grauem Sichtbeton entdecken immer mehr Architekten, Planer und Bauherren die gestalterischen Möglichkeiten von Farbbeton. Das Zusammenführen von technischen Anforderungen und ästhetisch ansprechenden Bauteilen ist das Herzstück des modernen Bauens. Farbbeton kombiniert beides – die natürliche Ausstrahlung des Materials mit einer farbigen Sichtbetonoberfläche in einem dauerhaften Bauteil. Beton erhält eine zusätzliche architektonische Dimension. Es ist die Gestaltung unseres Lebensraumes mit Farbvariationen in Kombination mit funktionellen Anwendungen.
Dauerhafter Farbbeton Durch das Vermischen der Farbpigmente mit den Ausgangsstoffen des Betons erreicht man mit Heidelberger Farbbeton ein durchgehend dauerhaft eingefärbtes Betonbauteil.
Eingefärbter Beton behält seine charakteristische Betontextur und zeigt leichte Farbnuancen, wodurch der Oberfläche ein natürliches Aussehen verliehen wird. Es kann sich durch Verschleiß oder Witterungseinflüsse keine Farbschicht von der Oberfläche lösen und selbst bei leichten Beschädigungen der Oberfläche bleibt die Farbe unveränderlich sichtbar.
Einsatzgebiete Der Baustoff Beton als „Farbiger Sichtbeton“ wird gezielt zur optischen Gestaltung verwendet und ist überall dort einsetzbar, wo sowohl ansprechende als auch funktionelle Bauteile sowie die hervorragenden Eigenschaften des Betons und dessen Dauerhaftigkeit gefordert sind.
Neben der architektonischen Anwendung in Gebäuden ist der Einsatz von Farbbeton zur optischen und funktionellen Gestaltung von Wegen und Plätzen im Garten- und Landschaftsbau, öffentlichen Räumen, Freizeitzentren, Parks sowie im privaten Hausbau interessant.
Beispielanwendungen - Gebäudefassaden im Hochbau
- Wandflachen im Innen- und Außenbereich
- Treppen, Säulen
- Gewerblich genutzte Böden
- Straßenbau, Fahrradwege, Busfahrbahnen und -haltestellen
- Böden von Schulen und Krankenhäusern
- Tankstellen
- Ausstellungsräume und Kantinen
- Freizeitgelände
- Sportplätze (z. B. Tennisplätze)
- Haus und Garten (z. B. Terrassen und Böden)
- Überführungen und Brücken
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Farbpigmente Als Farbpigmente haben sich anorganische Oxidpigmente durch gute Erfahrungen bei unterschiedlichsten Umweltbedingungen bereits bewährt. Diese Pigmente erwiesen sich als lichtecht und wetterstabil. Auch im Anmachwasser sind anorganische Oxidpigmente unlöslich. Die mögliche Farbpalette spannt einen weiten Bogen von Rot über Gelb, Grün, Blau, Braun und Schwarz – mit allen Abstufungen und Übergängen.
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Flüssigfarbe erleichtert die Herstellung Im Vergleich zu Pigmentpulver lassen sich Flüssigfarben einfacher, sauberer und exakter dosieren. Es gibt keinerlei Staubentwicklung und kein Verklumpen im Beton. Die Dosierung der Flüssigfarbe erfolgt vollautomatisch und ist Dank der gravimetrischen Messtechnik wesentlich genauer. So lassen sich die unterschiedlichen Farbintensitäten sicher einstellen.
Welche Farbe? Für die Auswahl des Farbtons gibt die Farbtonkarte oder das Farbmuster des Herstellers einen ersten Eindruck über Möglichkeiten der Farbgestaltung mit den zur Einfärbung von Beton geeigneten Pigmenten. (DIN EN 12878: Pigmente zum Einfärben von zement- und/oder kalkgebundenen Baustoffen)
Farbbeton verlangt eine enge Zusammenarbeit und Abstimmung zwischen allen beteiligten Parteien, dem Architekten/Planer, dem Transportbetonunternehmen und dem ausführenden Bauunternehmen sowie dem Auftraggeber.
Die Grundlage der gesamten Planung, Vorbereitung und Ausführung ist die Betrachtung aller folgenden Faktoren:
- Art und Farbe der verwendeten Ausgangsstoffe des Betons (Zement, Gesteinskörnung)
- Zusammensetzung, Mengen der Ausgangsstoffe
- Herstellung und Verarbeitung des Betons (Einbau, Verdichtung)
- Art und Oberflächenstruktur der verwendeten Schalung und Trennmittel
- Nachbehandlung und Witterungseinflüsse
Diese Faktoren bestimmen den Charakter der Sichtbetonfläche unter der Berücksichtigung der praktischen Umsetzbarkeit und Machbarkeit. Ist die Entscheidung für einen Farbton gefallen, empfiehlt es sich, gemeinsam mit dem Transportbetonwerk Farbmuster mit den zum Einsatz kommenden Ausgangsstoffen in der endgültigen Betonzusammensetzung herzustellen.
Anhand einer Probefläche wird der endgültige Farbton sichtbar.
Oberflächengestaltung Die Kombination aus Oberflächengestaltung und Farbton in der endgültigen Form und
Fläche des Bauteils ist letztendlich für das Gesamtbild entscheidend. Es empfiehlt sich bei der Planung das DBV/BDZ-Merkblatt Sichtbeton mit einer konkreten Beschreibung der Anforderungen an das Aussehen der farbigen Sichtbetonfläche oder Farbbetonfläche zu beachten.
Das Endergebnis wird durch die Qualität und Aufmerksamkeit bei der Ausführung mitbestimmt. Hinweise und Anforderungen sind im „Leitfaden Sichtbeton für Bauunternehmen“ detailliert zu nachfolgenden Punkten beschrieben.
- Schalung und Schalungshaut
- Trennmittel
- Bewehrung und Abstandshalter
- Betoniervorgang
- Verdichtung
- Nachbehandlung
- Möglichkeiten der Oberflächengestaltung
- Schutz des Bauteils
Kontakt
Heidelberger Beton GmbH
Martin Dieter (Email)