HeidelbergCement auf der 22. Weltklimakonferenz

Vom 7. bis 18. November 2016 trafen sich in Marrakesch (Marokko) Delegierte aus rund 200 Ländern der Erde zur 22. UN-Klimakonferenz (Conference of the Parties, COP 22). Anknüpfend an das Pariser Klima-Abkommen von 2015 sollten gemeinsam Richtlinien ausgearbeitet und Lösungen entwickelt werden, um negativen Folgen des Klimawandels entgegenzuwirken. HeidelbergCement war mit einer dreiköpfigen Expertendelegation vertreten, der auch Vorstandsmitglied Hakan Gurdal angehörte.

Insgesamt nahmen rund 20.000 Delegierte und 30.000 Mitglieder der Zivilgesellschaft an der Klimakonferenz teil. Eine Reihe von Thementagen widmete sich spezifischen Fragestellungen wie Energie, Transport, Ozeane, Städte, Wälder, Landwirtschaft, Industrie und Unternehmen. Dabei ging es darum, die Reduktion der Treibhausgasemissionen mit subnationalen und zivilgesellschaftlichen Maßnahmen zu unterstützen.

Bei einer Diskussion zum Thema „Klimainvestitionen in Wachstumsmärkten“ saß Hakan Gurdal mit auf dem Podium. Als Vorstandsverantwortlicher für das Konzerngebiet Afrika-Östlicher Mittelmeerraum erläuterte er die Herausforderungen, vor denen die Zementindustrie in dieser Region steht. „In Wachstumsmärkten wie Afrika werden der industrielle Wandel und das Bevölkerungswachstum den Bedarf an Beton als Baustoff weiter steigern. Die Zementindustrie wird deshalb als Schlüsselakteur gesehen und ist aufgefordert, innovative, kohlenstoffarme Lösungen für Produkte und Produktionsprozesse zu liefern“, sagte er. „Wir sind bereit, diese Rolle zu übernehmen.“

Durch die Nutzung von Abfall und Nebenprodukten minimiert HeidelbergCement bereits den Einsatz natürlicher Rohstoffe und kann mit Lösungen für ein nachhaltiges Abfallmanagement aufwarten. So stellen wir im Kattameya-Werk in Ägypten mithilfe modernster Technik Ersatzbrennstoffe (RDF) aus kommunalen Abfällen her. 2015 konnten wir so im Durchschnitt bis zu 8,3 Prozent der zuvor in Ägypten benötigten fossilen Brennstoffe ersetzen, in Marokko waren es sogar 16 Prozent. „Die Nutzung alternativer Brennstoffe wie etwa Ersatzbrennstoffe (Refused-Derived Fuel = RDF) birgt Entwicklungsmöglichkeiten für Afrika“, so Hakan Gurdal, „sie fördert den industriellen Fortschritt und verkleinert gleichzeitig den CO2-Fußabdruck.“

Neben Hakan Gurdal beteiligten sich Jan Theulen, Leiter der Abteilung für Alternative Ressourcen, und Manuela Ojan, Leiterin der Abteilung für Öffentliche Belange, an der Konferenz. Jan Theulen präsentierte die Pionierarbeit unserer Forscher auf dem Gebiet der Kohlendioxidabscheidung und -nutzung, zum Beispiel zur Erzeugung von Biobrennstoffen. Manuela Ojan stellte die Cement Technology Roadmap zur Verringerung von Kohlenstoff vor, die von der Zement Nachhaltigkeitsinitiative (CSI) und der Internationalen Energieagentur (IEA) entwickelt wurde. 

Stefanie Kaufmann

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