Förderung nachhaltiger Landnutzung

Mehr als nur eine Baumschule

2010 begann die Zusammenarbeit der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der Tanzania Portland Cement Company (TPCC) im Rahmen eines Public Private Partnership (PPP) Projekts. Der Fokus des Projekts lag auf der Förderung nachhaltiger Landnutzung in und um die Steinbrüche von TPCC durch den Aufbau einer Baumschule. Obwohl die Kooperation mit der GIZ seit Ende 2013 offiziell beendet ist, arbeitet TPCC weiter am Erfolg des Projekts – gemeinsam mit seinen Partnern, die von Anfang an involviert waren. Das Unternehmen arbeitet eng mit lokalen Behörden, Universitäten, Schulen und Nichtregierungsorganisationen zusammen. Ein Netzwerk aus nationalen und internationalen Organisationen und anderen Unternehmen der Branche unterstützt den Wissenstransfer und fördern weitere Projekte in Tansania. Darüber hinaus arbeitet TPCC seit 2011 mit dem international bekannten Jane Goodall Institut Tansania zusammen.

„Unsere immer enger werdende Partnerschaft mit dem Jane Goodall Institut ist sehr wichtig”, sagt Dr. Michael Rademacher, Manager Natürliche Rohstoffe und Biodiversität bei HeidelbergCement, der das Projekt leitet. „In  den Schulen im Umkreis des Zementwerks haben wir sogenannte „Roots & Shoots“-Natuschutzgruppen initialisiert, die von Mitarbeitern des Jane Goodall Instituts angeleitet und unterstützt werden. Jeden Monat wird eine der Gruppen eingeladen, an einem Tagestraining in der Baumschule teilzunehmen. Danach liefern wir Setzlinge an die Schulen, wo diese von den Schülern auf dem Schulgelände gepflanzt werden. Jeder Bäumchen bekommt einen Paten, der für dessen Bewässerung und Schutz verantwortlich ist.“ Besuche auf dem Gelände der Baumschule sind mittlerweile sehr beliebt bei den Schulen in der Region – und sind oft die einzige Möglichkeit für die Schüler für einen Ausflug.

Seit Beginn des Programms haben mehr als 300 Schüler aus den umliegenden Schulen die Baumschule besucht – aber nicht nur die Kinder sind interessiert: „Laut unseren Projektpartnern ist die Akzeptanz von TPCC in der Bevölkerung gestiegen im Laufe des Programms“, sagt Rademacher. Die Bewohner der Standortgemeinden seien auch überzeugt vom Sinn einer nachhaltigen Landnutzung und schätzten die Arbeit des Unternehmens sehr.

Meilensteine des Projekts (2010 bis 2013):
  • Aufbau einer funktionierenden Baumschule mit sechs Vollzeitarbeitskräften aus der Standortgemeinde (zusätzlich 15-25 Saisonarbeitskräfte aus den umliegenden Dörfern während der Pflanzsaison);
  • Produktion von 100.000 Setzlingen; darunter 49 verschiedene Baumarten und zahlreiche gefährdete Arten;
  • Pflanzen von 50.000 neuen Bäumen im Steinbruch und in lokalen Wiederaufforstungsprojekten;
  • Training von TPCC Mitarbeitern, Lehrern, Politikern, Kunden und Schülern in 12 Workshops zu den Themen nachhaltige Forstwirtschaft, Umweltschutz und Arbeitssicherheit;
  • Einbeziehung von bisher rund 1.200 Anwohnern mittels Informationsveranstaltungen in der Baumschule.

Stefanie Kaufmann

Sustainability Communications Manager
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